Die Piratenpartei Luxemburg ist nicht überrascht in der Visupol-Studie zu lesen, was sie schon seit Jahren erklärt: Die vermeintlichen Sicherheitsvorteile des Kameraüberwachungsprojektes VISUPOL sind Sand in den Augen; die Kameras verschieben soziale Probleme nur in andere Viertel.

Das VISUPOL-Projekt ist insgesamt gescheitert, wie der politische Verantwortliche Minister Halsdorf mit der Studie jetzt schwarz auf weiß zu sehen bekommt. Laut der Studie verschob es Verbrechen nach Bonnevoie und dem Bahnhofsviertel, statt sie zu verhindern.
Es werden sogar neue Probleme geschaffen, wenn, wie die Studie erklärt, Schüler der Schule rue du Fort Wedell “direkt die Praxis der Drogenkriminalität als ein alltägliches Phänomen beobachten.”

Die laut der Studie sogar erwünschte Verdrängung der Betäubungsmittelkriminalität von den VISUPOL-Zonen zum Stadtteil rund um das Tox-In in Bonneweg führt zu einem schändlichen Ausschluss der Betroffenen aus der Gesellschaft und eine Verarmung des Stadtviertels, sodass laut der Studie “[In Bonneweg] eine Art Ghettobildung erfolgt”

“Ziel der Visupol-Maßnahme ist eine Verbesserung des Sicherheitsgefühls”, liest man in der Studie. Grotesk ist es zu behaupten, dass durch solch eine Augenwischerei die Stadt Luxemburg insgesamt sicherer wird. Deshalb bleibt nicht nur die Studie Beweise davon schuldig, sondern auch seit Jahren schon Jean-Marie Halsdorf.

Sven Clement, Präsident der Piratenpartei, meint hierzu: “Wenn sowohl die neu gewählten Gemeindeverantwortlichen wie auch die Zivilgesellschaft und sogar die vom Innenministerium bestellte Studie selbst dem Projekt kritisch gegenüberstehen, wie kann Minister Halsdorf dann noch an VISUPOL festhalten? Die Polizei muss verhindern statt verdrängen, und die Sozialhelfer müssen verstärkt Präsenz zeigen, und die Kameras müssen weg.”
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