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	<title>Daisymupp</title>
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	<description>In all affairs it’s a healthy thing now and then to hang a question mark on the things you have long taken for granted. -- Bertrand Russell</description>
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		<title>Sextremistinnen</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 09:15:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Für die Zeitschrift "Emma" ist "Unschuldsvermutung" das Unwort des Jahres 2011 <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/02/sextremistinnen/">Weiderliesen: Sextremistinnen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie bereits seit längerem bekannt, wurde &#8220;Döner-Morde&#8221; zum Unwort des Jahres 2011 <a href="http://www.gfds.de/aktionen/wort-des-jahres/unwoerter-des-jahres/" target="_blank">gewählt</a>. Das meldete unlängst auch die Zeitschrift <a href="http://www.emma.de/" target="_blank">&#8220;Emma&#8221;</a> &#8211; aber nicht, ohne <a href="https://litigationiswar.wordpress.com/2012/01/30/emma-erklart-unschuldsvermutung-zum-unwort-des-jahres/" target="_blank">anzumerken</a>,  dass sie &#8220;Einvernehmlichen Sex&#8221; und &#8220;Unschuldsvermutung&#8221; für ebenso  geeignet befunden hätte. Mit den beiden Vorschlägen wird offenbar auf  den im letzten Jahr zu Ende gegangenen <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34867/1.html" target="_blank">Kachelmann-Prozess</a> angespielt, bei dem die &#8220;Emma&#8221;-Gründerin und Herausgeberin Alice  Schwarzer für die Bild-Zeitung berichtete und dabei recht unverblümt  durchblicken ließ, dass sie für sich selbst ein anderes Urteil gefällt  hatte als das Gericht.</p>
<p>Die Unschuldsvermutung ist eine der tragenden Säulen  jedes Rechtsstaats. Wer sie ablehnt, der kann schwerlich argumentieren,  auf dem Boden des Grundgesetzes zu stehen. Deshalb kann man Personen,  die gegen die Unschuldsvermutung wettern, durchaus als Extremisten  betrachten &#8211; oder als Geschlechts-Extremistinnen beziehungsweise  &#8220;Sextremistinnen&#8221;. Frauen, die ganz unverblümt zugeben, ihr Geschlecht  für überlegen zu halten, finden sich aber nicht nur bei der Zeitschrift  &#8220;Emma&#8221;, sondern auch in der nordrhein-westfälischen Landesregierung:  Dort sitzt die Grüne Barbara Steffens, die unter Ministerpräsidentin  Hannelore Kraft als Landesministerin für Gesundheit, Emanzipation,  Pflege und Alter fungiert und dem Nachrichtenmagazin <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/deutschland-frauen-koennen-es-besser_aid_536770.html" target="_blank">Focus</a> vor zwei Jahren sagte, die Wirtschaftskrise habe gezeigt, dass Frauen  das Leiten von Unternehmen &#8220;besser können&#8221; als Männer, weshalb es nun  eine Quote für Aufsichtsräte geben solle.</p>
<p>Damit begibt sie sich zumindest in die Nähe des  &#8220;Gynozentrismus&#8221;, der die Vorstellung pflegt, dass Frauen biologisch  bedingt schlauer, einfühlsamer, kommunikativer und friedlicher sind,  weshalb es der Welt viel besser ginge, wenn sie die alleinige oder  überwiegende politische und wirtschaftliche Macht in ihren Händen  hätten. Um diese Ansicht zu untermauern, gehen Gynozentristin häufig  recht eigenwillig mit der Geschichte und archäologischen Befunden um.  Teilweise finden sich in dieser Gruppe auch Esoterikerinnen, die von  einer übersinnliche &#8220;Spiritualität&#8221; als besonderer geschlechtlicher  Eigenschaft schwärmen. Beim Bundesamt für Verfassungsschutz wollte man  keine Auskunft dazu geben, ob Anhänger dieser Ideologie beobachtet  werden.</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36331/1.html" target="_top">http://www.heise.de/tp/artikel/36/36331/1.html</a></p>
<p>Von : <a title="Weitere Artikel von Peter Mühlbauer" href="http://www.heise.de/tp/autor/petermhlbauer/default.html">Peter Mühlbauer</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;      <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/kultur/default.html">Kultur</a> &gt;    <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/glosse/default.html">Glosse</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		<title>Windows reboot / Linux be root</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/01/windows-reboot-linux-be-root/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 14:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik-News]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[MacOS]]></category>
		<category><![CDATA[Windows]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Windows-Aussteiger zum Linux-Einsteiger <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/windows-reboot-linux-be-root/">Weiderliesen: Windows reboot / Linux be root</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Weshalb es sich lohnt, im Sinne der Offenheit, Stabilität und Produktivität den proprietären Microsoft-Pfad zu verlassen und zu Linux zu wechseln. Gründe für einen Umstieg bei Desktop-Rechnern und Laptops erörtert in fünf Kapiteln.</p></blockquote>
<h3>1. Fenster, Desktop und Startleiste</h3>
<p>Eine Familie zieht aus ihrer Stadtwohnung in ein Haus am  Stadtrand um. Im neuen Haus sind die Zimmer anders geschnitten, die  Küche ist größer und hat einen Gas- anstatt eines Elektroherds. Es gibt  nun einen Garten mit einem Gartenzaun und Bäumen darum. Statt einer gibt  es nun zwei Etagen sowie einen Dachboden und einen Keller. Die Familie  findet sich im neuen Haus schnell zurecht und ist froh, dass sie  umgezogen ist.</p>
<p>Ein Computernutzer wechselt das Betriebssystem und  steigt von Windows auf Linux um. Er hat jetzt ein leistungsfähigeres und  zuverlässigeres System, das ebenso über Fenster, einen Desktop und eine  Startleiste verfügt, aber etwas anders aussieht. Alle gewohnten  Elemente sind noch an der gleichen Stelle auf dem Bildschirm zu finden.  Die Namen einiger Programme haben sich geändert, sie werden aber wie  gehabt in einem Fenster dargestellt, haben oben einen Balken mit dem  Programmtitel und ein Menü mit Menüpunkten wie &#8220;Datei&#8221; &#8220;Bearbeiten&#8221; und  &#8220;Ansicht&#8221;. Der Computernutzer erleidet sogleich einen  Nervenzusammenbruch, läuft in einen Laden und läßt sich für 150 Euro  schnell wieder Windows installieren.</p>
<p>Wo genau liegt der Unterschied zwischen der Familie die  umzieht und zufrieden damit ist und dem Computernutzer, der einen  Nervenzusammenbruch erleidet? Diese Frage und das Unverständnis  gegenüber einem solchen Verhalten motivieren den Autor zur Erörterung  dieses Themas und der Gründe für seinen Umstieg.</p>
<p>Wie geht der &#8220;normale Nutzer&#8221; mit dem Computer um? Der  Rechner wird eingeschaltet, fährt hoch und der Desktop wird sichtbar.  Auf dem Desktop befinden sich meist Icons für Programme und eventuell  einige Dateien. Unten befindet sich die Startleiste mit dem Startknopf  und dem Startmenü. Gearbeitet wird dann meist mit einem Email- und einem  Schreibprogramm, gesurft mit einem der Standard-Browser. USB-Sticks  werden angeschlossen und vom Betriebssystem erkannt, Dokumente können  betrachtet und editiert werden; im Dateimanager oder von Programm zu  Programm lassen sich Dateien per drag&amp;drop kopieren (oder mit den  Kürzeln Strg+C und Strg+V bzw. mit Hilfe des Kontextmenüs der rechten  Maustaste). All diese Grundfunktionen sind bei Windows und bei den  meisten Linux-Distributionen gleich (und bei Apples <em>OSX</em> so ähnlich).</p>
<p>Natürlich bestehen auch einige Unterschiede zwischen den  großen Betriebssystemen &#8211; in der alltäglichen Bedienung gibt es aber  keine grundsätzlichen Unterschiede, die das Verhalten des oben  dargestellten Nutzers rechtfertigen würden.<a name="l_1"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_1">[1]</a></p>
<h3>2. Für jeden Anwendungszweck das richtige System</h3>
<p>Informatiker rümpfen häufig über die vergleichende  Bewertung von Betriebssystemen die Nase. Für viele von ihnen gibt es für  jeden Anwendungszweck das richtige System. Es gebe kein besser und kein  schlechter, nur ein anders. Das sind berechtigte Argumente von  Liberalen, die eine möglichst große Vielfalt von parallel bestehenden  Systemen befürworten. Sie würden die Nutzung von Windows daher niemals  &#8220;falsch&#8221; heißen. Genau genommen ist diese Ansicht in sich nicht logisch,  da die Existenz eines Quasi-Monopols &#8211; Windows &#8211; eben gerade <em>verhindert</em>, dass eine größtmögliche Vielfalt entstehen kann.</p>
<p>Natürlich gibt es für verschiedene Anwendungszwecke  unterschiedlich gut geeignete Systeme. dass man sie aber nicht  vergleichen könnte, stimmt nicht unbedingt. So ist es legitim, eine  Linux-Distribution wie z.B. <em>Debian Stable</em> oder <em>Linux Mint</em> mit <em>Windows 7</em> direkt zu vergleichen. Schließlich kann der Nutzer mit beiden Systemen  etwa die gleichen Aufgaben erledigen. Ob das Betriebssystem nun für  einen Bürorechner oder einen Druckerserver verwendet werden soll.</p>
<p>Leider bedarf bestimmte, spezialisierte Software zum Teil des Einsatzes bestimmter Betriebssysteme &#8211; für Standardnutzer zu Hause<a name="l_2"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_2">[2]</a> oder für professionell arbeitende Unternehmen, die ausschließlich  plattformübergreifend funktionierende Software einsetzen, ist Linux aber  sehr gut geeignet.</p>
<p>Durch den Einsatz virtueller Maschinen kann zudem jedes  beliebige Betriebssystem im Fenster parallel zu Linux laufen, falls dies  für Spezialanwendungen unerläßlich ist. Darüber hinaus ermöglicht <em>Wine</em> (eine Art Windows-Emulator) die nahtlose, unkomplizierte Nutzung sehr vieler Windows-Programme unter Linux.</p>
<p>Viele Einschränkungen für den Einsatz von Linux sind in  den letzten Jahren hinfällig geworden. Die Aussage etwa, Linux sei für  aktuelle Computerspiele ungeeignet, muß revidiert werden. Zum einen da  einige aktuelle Spiele für Linux verfügbar sind und zum anderen, da  graphisch aufwändige Spiele inzwischen unabhängig vom Betriebssystem  über das Internet gestreamt werden können.</p>
<h3>3. Gründe für einen Umstieg</h3>
<h4>3.1 Struktur- und Sicherheitsprobleme</h4>
<p>Vom Zeitpunkt der Installation an wird Windows von Tag  zu Tag der Nutzung langsamer. Wer nur drei Programme verwendet und nie  irgend etwas updatet, wird das Problem zwar nicht haben, aber  durchschnittliche Nutzer und erst recht Intensivnutzer leiden besonders  unter dem Geschwindigkeitsverlust. Jedes Programm das installiert wird  macht das System langsamer. Wird das Programm wieder deinstalliert, wird  Windows noch langsamer. Zudem installieren sich regelmäßig ungefragt  zusätzliche Programme mit anderen mit oder Programme &#8220;erdreisten&#8221; sich,  Autostart-Prozesse samt kleiner Autostart-Icons bei jedem Systemstart zu  laden. Manchmal werden sogar Werbepopups bei jedem Start angezeigt. Die  Vielzahl automatisch startender Programme und Prozesse führt dann dazu,  dass die recht flotten Systemstarts zu Anfang der Windows-Installation  schon bald zu quälend langwierigen Durststrecken werden. Obendrein wird  der Nutzer mit ständig hochkommenden Windows-eigenen Popupnachrichten  malträtiert.</p>
<p>Mit der Installation von Programmen müllt auch das  Startmenü von Windows im Laufe der Zeit immer mehr zu &#8211; mit jedem  Programm werden hier Ordner, Unterordner, Hilfe- und  Deinstallationsicons unkontrolliert angelegt. Hier Ordnung zu halten,  ist praktisch unmöglich. Bei Linux landen installierte Programme  automatisch in der richtigen Kategorie im Startmenü. <em>VLC</em> etwa unter &#8216;Multimedia&#8217;, <em>LibreOffice</em> unter &#8216;Büro&#8217; und <em>Kgeography</em> unter &#8216;Bildung&#8217;.</p>
<p>Beim Vergleich von Windows- und Linux-Zeitschriften im  Kiosk-Regal fällt auf, dass die Themen durchaus unterschiedlich liegen.  Bei Windows-Zeitschriften sind sehr häufig Titel wie die Folgenden zu  lesen<a name="l_3"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_3">[3]</a>:</p>
<ul>
<li>&#8220;Jetzt installieren: Windows Service Pack &#8211; endlich sicher und schnell&#8221;</li>
<li>&#8220;Auf Knopfdruck: PC wie neu&#8221;</li>
<li>&#8220;Windows flottmachen &#8211; Entrümpeln, Trojaner rauswerfen, Konfiguration richten&#8221;</li>
<li>&#8220;Tiefenscan entlarvt alle PC-Bremsen&#8221;,</li>
<li>&#8220;10 schnelle Lösungen für Windows-Bugs&#8221;</li>
<li>&#8220;PC-Reparatur &#8211; Microsoft Fix it löst automatisch alle Windows-Probleme&#8221;</li>
<li>&#8220;So beschützen Sie sich vor Roboter-Viren!&#8221;</li>
<li>&#8220;Registry als Datenfundgrube&#8221;</li>
<li>&#8220;Registry: Clevere Tricks, mit denen Windows mehr Gas gibt&#8221;</li>
<li>&#8220;Mehr Leistung: macht Ihr Windows mit nur einem Klick unglaublich schnell&#8221;</li>
<li>&#8220;Trickreich: Hebeln Sie die 4-GB-RAM-Grenze aus</li>
<li>&#8220;Warum Windows immer langsamer wird&#8221;</li>
</ul>
<p>Der Hauptgrund für diese Schwerpunktsetzung der  Zeitschriften liegt auf der Hand: Bei Windows spielen  Geschwindigkeitsverluste und Sicherheitsprobleme eine zentrale Rolle. 	  Der Grund ist, dass Windows auf einer veralteten Grundstruktur fußt, die  von Version zu Version um, jedoch nicht neu aufgebaut wird. Der  Ausspruch &#8216;Windows reboot &#8211; Linux be root&#8217; weist auf eines der  administrativen Defizite dieser Systemstruktur hin: kann bei Linux in  der Regel ein komplettes Systemupdate mit hunderten von Megabyte Umfang  ohne Neustart durchgeführt werden, muß bei Windows schon für kleinere  Updates oder häufig sogar für neu installierte Programme ein Neustart  erfolgen. Bei Linux gilt, dass wenn ein bestimmter Dienst &#8211; wie etwa der  Drucker-Dienst &#8211; in einem Ausnahmefall neu gestartet werden muß, dies  mit einem einfachen Befehl geschehen kann (oder Wahlweise mit einem  Neustart). Dies dauert dann nur etwa zwei Sekunden. Bei Windows geht das  nicht.</p>
<p>Das größte strukturelle Dauerproblem von Windows ist die  sogenannte Registry. Es handelt sich hierbei um eine Art Datenbank, in  der so ziemlich alle Systemeinstellungen eingetragen sind. Einstellungen  von Windows selbst neben Einstellungen jeder x-beliebigen Software, die  installiert wird. Jedes Programm und jeder Treiber kann ran und  Daten(müll) in die Registry schreiben. Das Resultat ist, dass Windows  immer langsamer und mit der Zeit auch instabiler wird. Die Registry ist  sozusagen zugleich Gehirn und Achillesferse. Werden unter Windows also  häufig Programme installiert, steht früher oder später eine  Neuinstallation an. Bei Linux ist das nicht der Fall. Hier werden  Programme geordnet über ein Paketmanagement installiert. Schadhafte  Programme oder Spyware können sich aufgrund der strikten Kontrollen und  des mehrstufigen Qualitätsmanagements eigentlich gar nicht  einschleichen. Vorbildlich ist dies vor allem bei <em>Debian</em> und  allen darauf basierenden Linux-Distributionen gelöst. Linux wird auch  dann nicht langsamer, wenn 5.000 Programme installiert und dann wieder  deinstalliert werden. Alle zu installierenden Programme werden aus  sicherer Quelle auf einmal automatisch installiert. Ohne nervige  Rückfragen, Warnungen oder die lästige Frage nach dem Installationspfad.</p>
<p>Bei Windows muß der Nutzer bzw. der Administrator im  Netz auf die Herstellerseite eines jeden zu installierenden Programms  gehen oder in der Suchmaschine nach dem Programm suchen und die  aktuellen Installationsdateien von mehr oder weniger vertrauenswürdigen  Internetseiten herunterladen. Anschließend muß von der lokalen  Festplatte aus für jedes einzelne Programm ein Installationsprozeß  durchlaufen werden. Auch wenn Programme aktualisiert werden sollen,  müssen sie zum Teil jedes Mal neu heruntergeladen und installiert  werden.</p>
<p>Besonders deutlich wird der beschriebene  Installationswahnsinn nach einer Neuinstallation von Windows. Der  anspruchsvolle Nutzer verbringt erst einmal Stunden damit, alle  Programme die genutzt werden sollen wieder zu installieren. Wenn  proprietäre Software dabei ist, müssen zig Seriennummern eingegeben  werden (sofern diese überhaupt noch auffindbar sind).<a name="l_4"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_4">[4]</a> Gegebenenfalls müssen viele DVDs und CDs herausgesucht und nacheinander ins Laufwerk gelegt werden.</p>
<p>Dies alles ist ein absolut chaotisches System, das sehr  zeitaufwändig und höchst ineffizient ist. Darüber hinaus birgt es  erhebliche Risiken, da die installierte Software aus verschiedensten &#8211;  zum Teil ungeprüften &#8211; Quellen stammt.</p>
<p>Bei Linux sieht das Ganze nach der Neuinstallation sehr  viel einfacher aus: Zunächst einmal sind von vornherein sehr viele  Programme installiert. Die restlichen können über die Paketverwaltung  installiert werden, was sehr viel schneller und geordneter abläuft, als  bei Windows. Anstatt einer langwierigen Recherche steht eine simple  Suche in einem komfortablen Paketverwaltungsprogramm (ähnlich wie bei  den &#8220;App&#8221;-Datenbanken von Smartphones). Die benötigten Programme können  alternativ alle auf einmal installiert werden (z.B. mit <em>apt</em>) &#8211;  und zwar voll automatisch! Es reicht eine einfache Textdatei mit den  Namen der Programme. Es werden dann automatisch die jeweils aktuellen  Versionen dieser Anwendungen aus sicherer Quelle heruntergeladen und  installiert.</p>
<p>Microsoft hat zwar angekündigt, mit der nächsten  Windows-Version auch ein Paketmanagement einzuführen (man lernt mal  wieder von Linux), allerdings ist kaum anzunehmen, dass dieses  Paketmanagement Open-Source-Alternativen zu kommerzieller  Microsoft-Software ebenbürtig präsentieren und vollständig ins Sortiment  aufnehmen wird. Zudem wird es kein dreistufiges Qualitätsmanagement wie  bei <em>debian</em> geben und daher in weit geringerem Maße die  Systemstabilität garantiert sein. Weiterhin bleibt es trotz des  Paketmanagements ohne Hürden möglich, Software aus unsicheren Quellen  einfach per Klick zu installieren. Die strukturellen Grundprobleme  werden durch diese Art der Paketverwaltung also nicht gelöst werden.</p>
<p>Neben dem Softwaremanagement werden auch bei der  Hardwareerkennung von Windows weitere Unzulänglichkeiten deutlich. Wer  schon einmal eine Festplatte mit einer Windows-Installation genommen,  diese in einen anderen Rechner mit komplett anderer Hardware geschraubt  und zu booten versucht hat, weiß, wie überempfindlich das System auf  geänderte Hardware reagiert. Windows wird nicht hochfahren, sondern mit  einer kryptischen Fehlermeldung steckenbleiben.</p>
<p>Bei einer beliebigen Linux-Distribution hingegen kann  die Festplatte in einen komplett anderen Rechner (gleicher  CPU-Architektur) eingesetzt werden und Linux startet ohne Probleme. Dies  liegt vor allem daran, dass bei jedem Start die Treiber der  vorgefundenen Hardware geladen werden. Die einzige Einschränkung, die  bei Linux zu erwähnen ist, ist, dass der Nutzer sich beim Kauf von  Hardware über die Kompatibilität zu Linux informieren sollte. Auch wenn  inzwischen sogut wie alle Webcams, Wlan-Chips, Scanner u.s.w. ohne  spezielle Treiberinstallation erkannt werden, gibt es doch einige  Geräte, deren Hersteller eine Kompatibilität zu Linux bewußt oder  unbewußt boykottieren.</p>
<p>Was wäre ein Windows-kritischer Artikel ohne die  Erwähnung der berühmten &#8220;blue screens&#8221;. Es handelt sich hierbei um  Totalabstürze, die einen blauen Bildschirm samt einer kryptischen  Fehlermeldung hervorbringen und einen Neustart erzwingen. Derlei  Probleme treten bei Windows inzwischen nur selten auf und das System  läuft im Großen und Ganzen relativ stabil (sofern es nicht von Viren  befallen oder im Laufe der Zeit langsam geworden ist). Tritt dennoch ein  schwerer Systemfehler auf, führt dieser auch heute noch zum erwähnten  blauen Bildschirm. In einigen solchen Problemfällen, aber auch wenn das  System mit der Zeit langsam geworden ist, führt bei Windows kein Weg an  einer Neuinstallation vorbei.</p>
<p>Für die Administration und Reparatur kommt erschwerend  hinzu, dass Windows grundsätzlich keinerlei informative Fehlermeldungen  ausgibt, die konkrete Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Bei Linux bekommt  der Nutzer in solchen Fällen meist einen Hinweis darüber, was das  Problem ist und kann es somit auch angehen. Zudem ist hier der Umstand  erleichternd, dass Linux ohne graphische Oberfläche betrieben werden  kann und zweifarbige Dateimanager (ähnlich wie der <em>Norton Commander</em> unter DOS) oder textbasierte Browser zur Verfügung stehen.</p>
<p>Ein weiteres großes Kapitel der Unzulänglichkeit von  Windows ist der Themenkomplex Viren und Trojaner. Zum einen ist Windows  als am häufigsten eingesetztes Betriebssystem Hauptziel von  &#8220;Computerkriminalität&#8221;, darüber hinaus spielen aber auch strukturelle  Probleme eine große Rolle. Ist bei Linux keine wesentliche  systemverändernde Aktion (wie etwa eine Programminstallation) ohne  Administrationsrechte durchführbar, fährt Windows die &#8220;Strategie&#8221;, den  Nutzer nicht anstrengen zu wollen &#8211; auf kosten der Sicherheit. Hier kann  der normale Nutzer in der Regel mit einem Mausklick und OHNE Eingabe  des Administrator-Paßworts Administrationsrechte erlangen. Kein Wunder,  dass es in den letzten Jahren zu einer Vielzahl von Viren- und  Sicherheitsskandalen rund um Windows gekommen ist und aufgrund  mangelnder Sicherheitsstruktur Schäden in Milliardenhöhe entstanden.  Obwohl Windows in den aktuellen Versionen angeblich relativ sicher sein  soll, haben nach wie vor viele Windowsnutzer mit Viren und Trojanern zu  kämpfen. Darüber hinaus werden sogenannte Staatstrojaner immer zuerst  für Windows-Systeme programmiert und Microsoft steht seit einigen Jahren  im Verdacht, zumindest für die US-Geheimdienste diverse Hintertüren in  das System einzubauen.</p>
<p>Wer vor allerlei privater und staatlicher  Computerkriminalität- und Spionage deutlich sicherer sein will, setzt  also auf Linux. Hier ist der Einsatz eines Virenscanners in der Regel  nicht einmal notwendig, da das Risiko auf einen der wenigen für Linux  programmierten Viren zu treffen, sehr gering ist.</p>
<h4>3.2 Konfiguration, Personalisierung, Geschwindigkeit</h4>
<p>Ein wichtiger Grund für den Umstieg auf Linux ist  insbesondere für den Intensivnutzer die totale Konfigurierbarkeit. Ein  wichtiger Aspekt ist hierbei die Möglichkeit, verschiedene graphische  Oberflächen zu verwenden. Dies wird durch die Trennung von Kernsystem  und graphischer Oberfläche ermöglicht. Der Nutzer ist daher nicht wie  bei Windows gezwungen, stets ein recht ressourcenaufwändiges graphisches  System laufen zu lassen, sondern kann aus einem breiten Spektrum  graphischer Oberflächen wählen. Dieses reicht von sehr schlanken  Oberflächen, die auf einem Pentium-II-Rechner mit 200 MB oder weniger  Arbeitsspeicher flüssig laufen, bis hin zu sehr umfangreichen mit  3D-Effekten, die die Effekte von Windows und Apples <em>OSX</em> in den Schatten stellen. Das Basissystem darunter ist aber stets das selbe.<a name="l_5"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_5">[5]</a> Es ist auch möglich, verschiedene graphische Oberflächen bei ein und  der selben Linux-Installation parallel zu nutzen (ohne Neustart  umschaltbar: einfach abmelden und an der anderen Oberfläche anmelden).</p>
<div id="attachment_1210" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><img class="size-full wp-image-1210" title="36245_4" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/02/36245_4.jpg" alt="" width="366" height="285" /><p class="wp-caption-text">Die Systemsteuerung von Windows 7. Ohne Suchfunktion kann man hier nur schwer etwas finden.</p></div>
<p>Umfangreiche graphische Oberflächen wie <em>KDE</em> ermöglichen eine  tiefgehende Konfiguration. Ob Icon-Theme, 3D-Desktopeffekte,  Feineinstellungen in der Fensterdekoration oder die Anzahl der  virtuellen Desktops &#8211; alles kann komfortabel bis ins Kleinste  eingestellt und personalisiert werden. Bei Windows gibt es (im Gegensatz  zu Apple) auch ein Paar Einstellungsmöglichkeiten, die standardmäßig  integrierten reichen jedoch bei weitem nicht an die von <em>KDE</em> heran. <em>KDE</em> ist ein von Anfang bis Ende durchdachtes System mit vielen intelligenten Lösungen für ein produktives Arbeiten.</p>
<div id="attachment_1211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><img class="size-full wp-image-1211" title="36245_3" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/02/36245_3.jpg" alt="" width="366" height="285" /><p class="wp-caption-text">Die Oberfläche für Systemeinstellungen bei KDE: Aufgeräumt und nach Kategorien sortiert.</p></div>
<p>Über die Anpaßbarkeit an der Oberfläche hinaus ist auch  der Linux-Quellcode komplett offen zugänglich und veränderbar. Dies  ermöglicht das Umprogrammieren des Betriebssystems nach den Wünschen der  Person oder Organisation, die es verwendet. Es öffnen sich hier  unendlich viele Möglichkeiten des Einsatzes von Linux. Bei Windows ist  eine solche Anpaßbarkeit nicht gegeben. Es wird als weitgehend  abgeschlossenes Komplettpaket verkauft und Modifikationen am Code sind  nicht erlaubt.</p>
<h4>3.3 Integrierte Programme und Ausstattung</h4>
<p>Der Standard-Dateimanager unter Windows &#8211; der <em>Explorer</em> &#8211; ist ein gutes Beispiel dafür, wie schlecht die mitgelieferten  Windowsprogramme im Vergleich zu freien Open-Source-Lösungen sind:</p>
<p>Der <em>Explorer</em> verfügt über einen vergleichsweise  sehr kleinen Funktionsumfang und zeichnet sich vor allem durch  Unübersichtlichkeit und altbackenes Layout aus. Der <em>Explorer</em> unter <em>Windows 7</em> ähnelt dem von <em>Windows 3.1</em> noch immer auf erschreckende Weise. Neu hinzugekommen sind zwar  Funktionen zur Vorschau von Grafiken und Dokumenten; praktische  Standards anderer Programme wie geteilte Dateifenster oder ein  Suchfilter, mit dessen Hilfe unkompliziert im aktuellen Verzeichnis  gesucht werden kann, kennt das Programm aber nicht. Auch die Einbindung  der Kommandozeile in das Programmfenster oder eine einfache  Suchfunktion, die Dateien auf Datenträgern oder in Verzeichnissen  findet, fehlen.<a name="l_6"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_6">[6]</a> Darüber hinaus fehlen eine Seiten- oder Menüleiste für häufig verwendete Ordner und ein Addon-Management.</p>
<div id="attachment_1212" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><img class="size-full wp-image-1212" title="36245_1" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/02/36245_1.jpg" alt="" width="366" height="285" /><p class="wp-caption-text">Dateimanager unter Windows: Der Explorer. Altmodisches Layout, wenig Funktionen.</p></div>
<p>Mit dem Linux-Dateimanager <em>Dolphin</em> kann der <em>Explorer</em> nicht mithalten. <em>Dolphin</em> enthält alle oben genannten Ausstattungsmerkmale, die dem <em>Explorer</em> fehlen. Er ist damit in Bezug auf Funktionsumfang, Übersichtlichkeit,  Geschwindigkeit und Produktivität beim Arbeiten um geschätzte zwei  Programmgenerationen voraus.<a name="l_7"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_7">[7]</a></p>
<div id="attachment_1213" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><img class="size-full wp-image-1213" title="36245_2" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/02/36245_2.jpg" alt="" width="366" height="285" /><p class="wp-caption-text">Der Dateimanager von KDE unter Linux: Dolphin. Volle Aussattung und dennoch übersichtlich.</p></div>
<p>Der <em>Explorer</em> und <em>Windows</em> insgesamt  verwirren den Anwender gezielt durch uneinheitliche und blumige  Bezeichnungen der Dateipfade und Laufwerksbuchstaben. Die Begriffe  &#8220;Arbeitsplatz&#8221;, &#8220;Bibliotheken&#8221;, &#8220;Computer&#8221; oder &#8220;Mein Computer&#8221; sind  wild durcheinandergewürfelt und ändern sich zuweilen von Windows-Version  zu Windows-Version. Es ist zum Beispiel nicht logisch, dass sich unter  &#8220;Mein Computer&#8221; die Laufwerke und Dateipfade befinden. Wieso heißt  dieser Menüpunkt nicht passenderweise &#8220;Datenträger&#8221;? Und woher soll der  Nutzer wissen, dass die &#8220;eigenen Dateien&#8221; nun auf einmal &#8220;Bibliotheken&#8221;  heißen?</p>
<p>Ein weiteres absurdes Detail beim <em>Windows-Explorer</em> ist, dass der mit ihm zusammenhängende ausgeführte Prozeß viel zu eng  mit dem Betriebssystem verknüpft ist. Wenn dieser Prozeß namens  explorer.exe abstürzt, stürzt Windows insgesamt ab.<a name="l_8"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_8">[8]</a></p>
<div id="attachment_1214" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><img class="size-full wp-image-1214" title="36245_5" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/02/36245_5.jpg" alt="" width="366" height="285" /><p class="wp-caption-text">Das Partitionierungspgrogramm von Windows: Kaum Veränderungen seit Windows 95. Minimaler Funktionsumfang. Beherrscht nur ein Dateisystem.</p></div>
<p>Neben den Genannten, fallen auch weitere Ausstattungsmerkmale von  Windows bescheiden aus. So werden seit Jahren das gleiche spartanische  Malprogramm &#8211; <em>Paint</em> &#8211; die sich nur leicht verändernde, ultra-spartanische Textverarbeitung &#8211; <em>Wordpad</em> &#8211; der schlechteste Texteditor der Computerwelt &#8211; <em>Notepad</em> &#8211; sowie ein höchtst beschränktes Partitionierungswerkzeug mitgeliefert.  Man fragt sich, weshalb eine so große Firma so schlechte Programme  produziert und sich traut, diese beizulegen. Bei <em>Wordpad</em> ist klar, dass man kein zu gutes Produkt liefern will, das als Ersatz für <em>MS Word</em> taugt. Beim Texteditor, dem Malprogramm und dem Partitionierer ist die  Strategie Microsofts jedoch unverständlich, da man keine solchen  Produkte kommerziell anbietet. Bei Linux wird eine Vielzahl qualitativ  hochwertiger System-, Grafik-, Büro- und Multimediaprogramme bereits  mitgeliefert. Alle installierten Programme fügen sich harmonisch ins  System ein und können ohne suchen mit der Eingabe des Programmnamens  ausgeführt werden.</p>
<div id="attachment_1215" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><img class="size-full wp-image-1215" title="36245_5" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/02/36245_51.jpg" alt="" width="366" height="285" /><p class="wp-caption-text">Das Partitionierungspgrogramm der meisten Linux-Distributionen: Gparted. Übersichtliche Oberfläche, riesiger Funktionsumfang. Beherrscht mehr als 12 Dateisysteme.</p></div>
<p>Im Sinne der Steigerung von Umsatz und Gewinn finden  sich auch weitere, wesentlichere Beschränkungen bei kostengünstigeren  Windowsversionen unterhalb der überteuerten  Windows-7-Super-Ultra-Professional-Black-Edition<a name="l_9"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_9">[9]</a>.  Wer die Leistungsreserven eines Standardrechners nutzen möchte, muß  also deutlich mehr zahlen, denn bei den meisten günstigen  Windows-Varianten ist die maximale Nutzung des Arbeitsspeichers auf 3  Gigabyte begrenzt oder werden die Geschwindigkeitsreserven von  64-Bit-Prozessoren einfach nicht genutzt. Bei Linux gibt es solche  Beschränkungen natürlich nicht.</p>
<h4>3.4 Programme und Programm-Philosophien</h4>
<p>Was viele Nutzer &#8211; auch für Neuerungen offene &#8211; am  Umstieg auf Linux hindert, ist, dass sie bestimmte liebgewonnene  Programme nutzen und fürchten, diese unter Linux nicht weiternutzen zu  können. Dieses Gefühl dürfte allgemein nachvollziehbar sein.  Grundsätzlich gilt aber, dass sogut wie alle Programme durch ebenbürtige  oder bessere, meist einfacher zu bedienende, freie und quelloffene  Programme unter Linux ersetzt werden können.</p>
<p>Positiv an freier Open-Source-Software ist neben  politischen Aspekten, dass sie in der Regel von Menschen aus der Praxis  (und nicht von Betriebswirten und PR-Strategen) für einen  Anwendungszweck geschaffen wird und ihrem Zweck sehr gut gerecht wird.  Die Programmphilosophie hinter den meisten freien, quelloffenen  Programmen ist der Purismus und die perfekte Funktion. Schnickschnack  wie verwirrende Pseudofunktionen, die vorgaukeln sollen, das Programm  sei mehr Wert als tatsächlich der Fall, werden weggelassen.</p>
<p>In der Windows-Welt hingegen trifft man neben einer  Vielzahl kleiner, dilettantisch programmierter Anwendungen häufig auf  unübersichtliche Programm-&#8221;Suiten&#8221;, die vorgeben, alles zu können. Eines  dieser Programm-Moloche ist <em>Nero</em>. Hier wird vieles mitgeliefert:  vom Programm zum DVD-Brennen über Applikationen für die Video- und  Bildbetrachtung bis hin zu Backupprogrammen. Die einzelnen  Programmkomponenten sind jedoch im Vergleich zu spezialisierter Software  häufig schlechter (bis auf das eigentliche Brennprogramm). Das Produkt  als Ganzes ist teuer, unübersichtlich und frißt sich in das System, die  Registry und die Startprozesse hinein.</p>
<h3>4. Die politische Dimension</h3>
<p>Der verbreiteten Meinung, man müsse die Bewertung der  Funktionalität und politischer Aspekte der Computernutzung scharf  voneinander trennen, soll hier widersprochen werden.</p>
<p>Oberflächlich betrachtet stimmt es: Das Produkt einer  Firma kann sehr gut sein, obwohl die Firmenpolitik die Welt an den  Abgrund führt. Wer aber genauer hinschaut, kann erkennen, dass  Zusammenhänge zwischen Funktionalität bzw. Ausstattung eines Produktes  und übergeordneten, politischen Aspekten bestehen. Hat ein Produkt etwa  eine marktbeherrschende Stellung inne, verhindert dies Innovationen;  einerseits dadurch, dass andere Produkte vom Markt verdrängt werden und  andererseits dadurch, dass auch das Produkt selber weniger innovativ  sein kann, da die Entwickler aus sinnvollen Ideen anderer Produkte nicht  lernen können.</p>
<p>Der Zusammenhang zwischen Firmenideologie und  Produktgestaltung ist besonders gut erkennbar bei Erzeugnissen der Firma  Apple. Hier wirken sich Größenwahn und Kontrollwut eines  (Ex-)Firmenchefs ganz explizit aus. Apple-Produkte sind durchzogen von  Restriktionen und nehmen dem Nutzer weitgehend individuelle  Entscheidungsmöglichkeiten.<a name="l_10"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_10">[10]</a></p>
<p>Auch bei Microsoft manifestieren sich Firmenpolitik bzw.  Weltbeherrschungsanstrengungen in der Software. So versucht man seit  Jahren, dem Windowsnutzer einen schlechten, unsicheren Browser  aufzuzwingen &#8211; mit dem durchsichtigen Ziel, das erfolglose eigene  Internet-Geschäft (<em>Hotmail, Bing etc.</em>) voranzutreiben. Die  Minderwertigkeit der mitgelieferten Programme kann nur mit einer  arroganten Behäbigkeit erklärt werden (und soll wohl auch zur Stärkung  der eigene Office-Sparte beitragen). Die mangelhafte Kompatibilität zu  offenen Dokumentformaten soll entstehende Konkurrenz im Office-Bereich  im Keim ersticken &#8211; alles auch zum Nachteil der Nutzer von  Microsoft-Produkten.</p>
<p>Besonders schwerwiegend wirken sich marktpolitische  Aspekte auf den Kauf neuer Computer aus: so kann sich der Käufer nur  selten aussuchen, ob ein Windows-Betriebssystem vorinstalliert ist oder  nicht und damit mitbezahlt werden muß. Kein Wunder, denn Microsoft  beschäftigt tausende von Lobbyisten und PR-Leute, die mit  Computerherstellern, Elektronikketten und Behörden zum Teil illegale  Verträge zur Bindung an ihre Produkte abschließen. Auch macht Microsoft  viel bunte Werbung und vermag sogar mediale Meinungen geschickt zu  manipulieren.<a name="l_11"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_11">[11]</a></p>
<p>Auf die Vielzahl von Skandalen und Gerichtsverfahren  rund um Microsoft soll hier nicht näher eingegangen werden. Nur erwähnt  sein soll, dass sich das Spektrum der Kritik vor allem auf die folgenden  Bereiche ausdehnt:</p>
<ul>
<li>Microsoft nutzt die eigene marktbeherrschende Stellung aus und verhält sich wettbewerbswidrig. Dies hat bereits zu vielfältigen von EU und USA verhängten Strafgeldern geführt.</li>
<li>Microsoft ignoriert so weit wie möglich offene Dateiformate, um selbst erfundene, inkompatiblere Standards durchzusetzen. So geschehen zum Beispiel beim Dokumentenformat docx, welches von Microsoft samt einer Spezifikationen auf absurd umfangreichen 6.000 Seiten veröffentlicht wurde. 6.000 Seiten offensichtlich daher, um Konkurrenten oder Open-Source-Projekte wie LibreOffice davon abzuhalten, die Spezifikation korrekt umsetzen zu können (und damit vollständig kompatibel zu Microsoft-Produkten zu sein).</li>
<li>Microsoft setzt sich mit einem dreisten Patentwahn in Szene, indem Konkurrenten, die das Linux-basierte Mobil-Betriebssystem Android einsetzen, mit Lizenzzahlungsforderungen überzogen werden und die Zahlung von Lizenzgebühren für Trivialpatente eingefordert wird.</li>
</ul>
<p>Die einzigen, die diese teils dreiste, teils kriminelle  Cowboy-Manier von Microsoft nicht zu stören scheint, sind die Anwender  von Windows. Ob nun zu Hause oder in Firmen &#8211; es wird Version für  Version zu überhöhten Preisen ohne Murren gekauft.</p>
<p>Linux stellt in gewisser Weise einen Gegenentwurf zum  Konzept und zur Ideologie von Microsoft und ähnlich agierenden  Unternehmen dar. Linux, wie auch andere Open-Source-Projekte, wird in  einer Community entwickelt, die sich frei zusammengeschlossen hat, um  ein gutes System zu programmieren und für die Allgmeinheit kostenlos zur  Verfügung zu stellen. Zwar mischen auch zum Teil Großunternehmen in der  Entwicklung von Linux und quelloffener Software mit, jedoch ist die  allgemeine Richtung positiv zu bewerten, da es sich um eine  Demokratisierung der Softwarewelt handelt. Die Entwicklung wird eben  nicht in einem geschlossenen System eines gewinnorientierten  Unternehmens vorangetrieben, sondern vor allem in einem Umfeld der  Kooperation und des Teilens von Wissen. Die Vielzahl bunter Communities  rund um quelloffene Sofwareprojekte bringt Leben und  Mitbestimmungsmöglichkeiten in die Computerwelt. Diese Kultur hilft  nebenbei auch, der Isolation von &#8220;Computermenschen&#8221; entgegenzuwirken,  denn im Rahmen dieser Projekte findet intensive soziale Interaktion  statt. Man engagiert sich gemeinsam für positive Ziele und für das  Gemeinwohl.</p>
<p>Mit einer solchen &#8220;Vergemeinschaftung&#8221; tun sich auch  hervorragende (kostenlose) Supportmöglichkeiten für die Nutzer auf. Ob  man sich nun auf einer Mailing-Liste direkt mit den Entwicklern  unterhalten und Ideen einbringen möchte, in einem Forum Hilfe sucht,  oder sich in einen Chat für Live-Support  einklinkt &#8211; im Rahmen fast  aller Open-Source-Projekte wird jeder einzelne Nutzer der Software  einzigartig unterstützt. Was für einen Wert dies im Vergleich etwa zu  Telephon-Hotlines kommerzieller Softwarefirmen hat, muß hier wohl nicht  weiter ausgeführt werden.</p>
<h3>5. Abschließende Bemerkungen</h3>
<p>Die Frage ob der Einsatz von Linux oder Windows im  PC-Bereich von Vorteil ist, kann auf der technischen Ebene relativ  eindeutig beantwortet werden.</p>
<p>Was die subjektiven Empfindungen von Computernutzern  angeht, so ist die Antwort sehr viel komplizierter, da sich Menschen zum  Teil mit Händen und Füßen gegen Veränderungen und alternative  Strukturen stemmen &#8211; seien sie auch noch so geringfügig.  Auch spielt  zum Teil ein Technologie-Lockin eine Rolle. Dies betrifft etwa  Unternehmen und Organisationen, die aufgrund von Fehlentscheidungen  nicht plattformübergreifend funktionierende Programme einsetzen und sich  außerstande sehen, das Betriebssystem zu wechseln bzw. unterschiedliche  parallel einzusetzen. Darüber hinaus werden Entscheidungen über das  eingesetzte Betriebssystem leider selten objektiv getroffen. Wenn der  Chef die Icons in <em>Outlook</em> hübscher findet als in <em>Thunderbird</em> oder <em>Kontakt</em>,  dann kann die IT-Abteilung noch so kompetent und rational sein &#8211; dann  werden eben für tausende oder Millionen Euro Jahr für Jahr neue <em>M$-Office-</em> und <em>Windows-</em>Lizenzen  für alle Arbeitsplatzrechner des Unternehmens gekauft. Sogar  Technologieunternehmen, die elektronische Geräte Produzieren, auf denen  Linux läuft, setzen häufig Windows und <em>MS Office</em> auf den Rechnern der Mitarbeiter ein.</p>
<p>Bei der ganzen Diskussion könnte man sich fragen, ob nicht Apples Betriebssystem <em>OSX</em> ein guter Kompromiß und eine echte Alternative zu Windows und Linux  sein könnte. Dies ist aus Sicht des Autors nicht der Fall, zumal Apple  dem Nutzer mit Kauf der Software auch die eigene überteuerte Hardware  aufzwingen möchte.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>OSX</em> läuft zwar auf Unix-Basis und ist daher  stabil wie Linux, es ist in seiner Funktion aber noch viel  eingeschränkter als Windows, ist auch teuer und verfügt über kein  Paketmanagement. Darüber hinaus handelt es sich bei  Apple-Betriebssystemen um extrem &#8220;zugenagelte&#8221;, kaum personalisierbare  und maximal proprietäre Systeme.</p>
<p>Zuguterletzt steht das Unternehmen Apple dem Unternehmen  Microsoft in Bezug auf die Niederträchtigkeit im unternehmerischen  Handeln um nichts nach. Apple hat sich daneben durch eine  Patent-Klagewelle gegen Produkte von Mitbewerbern zu einem sehr  unbeliebten Marktteilnehmer gemacht.</p>
<p>Wer offen für positive Veränderungen ist, kann sofort  handeln, sich die richtige Linux-Distribution für die eigenen Zwecke  kostenlos herunterladen und installieren<a name="l_12"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/lit.html#l_12">[12]</a>.  Lediglich wenige Gewohnheiten müssen überwunden werden und die  Bereitschaft vorhanden sein, drei veränderte Grundprinzipien von Linux  zu akzeptieren: Die anders aufgebaute Verzeichnisstruktur, das  Paketmanagement und die Paßworteingabe für administrative Tätigkeiten.</p>
<p>Es gehört für den Normalnutzer nicht viel dazu, diese  Grundprinzipien zu verstehen. Ist dies geschehen, wird der Nutzer mit  Linux viel Freude haben und sich nur in den seltensten Fällen nach  Windows zurücksehnen. Dies gilt um so mehr für &#8220;Intensivnutzer&#8221;, die  Serveranwendungen, Scripte und wissenschaftliche Programme einsetzen und  oder das System stets genauestens konfigurieren und personalisieren  wollen. Hierfür ist Linux mit Abstand das am besten geeignete  Betriebssystem &#8211; insbesondere in Kombination mit der Oberfläche KDE.</p>
<table border="0" cellspacing="2" cellpadding="0" width="96%">
<thead>
<tr>
<th colspan="2">Die Vorteile des Einsatzes von Linux</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>System und Ausstattung</td>
<td>
<ul>
<li>Läuft &#8216;out of the box&#8217; (Zeitersparnis). Eine Vielzahl hochwertiger Programme ist bereits vorinstalliert</li>
<li>Bleibt langfristig schnell. Keine Registry, kein schleichendes Zumüllen des Systems</li>
<li>Kaum Neustarts &#8211; auch nach umfangreichen System-Updates</li>
<li>System kann frei angepaßt und verändert werden, da quelloffen</li>
<li>Modernste und am besten konfigurierbare 3D Desktops (Kwin oder Compiz) unter allen verfügbaren Betriebssystemen</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Sicherheit</td>
<td>
<ul>
<li>In der Regel keine Antiviren- oder Anti-Spionage-Software notwendig</li>
<li>Schlüssiges Sicherheitskonzept des gesamten Betriebssystems</li>
<li>Keine Hintertüren für Spionage eingebaut da quelloffen und vollständig transparent</li>
<li>Update- und Paketmanagement. Organisiertes und sicheres Installieren von Programmen</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Effizienz</td>
<td>
<ul>
<li>Alle installierten Programme können über die simple Eingabe des Programmnamens gestartet werden</li>
<li>Programminstallation über Paketmanagement</li>
<li>Schlankes Linux statt neuer Hardware (Web-Server schon mit 600 Mhz und 512 MB Ram bei 13 Watt)<a class="lit" title="Literatur" href="lit.html#l_13">[13]</a></li>
<li>Weitgehender Verzicht auf Treiberinstallationen</li>
<li>Liste installierter Programme kann gespeichert werden. Mit einem einzigen Befehl können bei einer neuen Installation alle diese Programme automatisch installiert werden</li>
<li>Startmenü stets automatisch aufgeräumt. Neue Programme erscheinen in der richtigen Kategorie</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Kosten</td>
<td>
<ul>
<li>Keine Lizenzkosten für Linux und nur in Ausnahmefällen Kosten für unter Linux verwendete Programme</li>
<li>Kostenloser Support durch altruistische Communities</li>
<li>Keine Kosten für Virenschutzprogramme</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstiges</td>
<td>
<ul>
<li>Alle Linux-Varianten können als Live-Medium eingesetzt, also z.B. direkt von DVD oder USB-Stick gestartet werden</li>
<li>Grafische Oberfläche insgesamt und Widget-System deutlich durchdachter und vielseitiger konfigurierbar als bei Windows (v.a. bei KDE)</li>
<li>Lebendige Communities und ethisch positiv zu bewertende Gesamtentwicklung im Softwarebereich</li>
<li>Interoperabilität: Bei Linux und Linux-Programmen wird stets großen Wert auf Interoperabilität gelegt (also die Kompatibilität zu anderen Softwaresystemen)</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/1.html" target="_top">http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/1.html</a></p>
<p>Von : <a title="Weitere Artikel von Christopher Stark" href="http://www.heise.de/tp/autor/christopherstark/default.html">Christopher Stark</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;      <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/politik/default.html">Politik</a> &gt;    <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/mein/default.html">Meinung</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Photoshop-Manipulationen machen aus einem Foto ein geistiges Konzept</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/01/photoshop-manipulationen-machen-aus-einem-foto-ein-geistiges-konzept/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 13:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Medien-News]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Und das Konzept oder die Idee kann durch ein anderes, irgendwie ähnliches Foto als geistiges Eigentum verletzt werden, urteilte ein britischer Richter <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/photoshop-manipulationen-machen-aus-einem-foto-ein-geistiges-konzept/">Weiderliesen: Photoshop-Manipulationen machen aus einem Foto ein geistiges Konzept</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Eine interessante Entscheidung zum Thema Urheberrecht hat am 12. Januar  der Patents County Court in London getroffen. Gegenstand waren  Fotografien, die mit Photoshop auf ähnliche Weise verändert wurden.  Der  Fall wurde von der Zeitschrift Amateur Photographer aufgegriffen. Dort <a rel="external" href="http://www.amateurphotographer.co.uk/news/photographers_face_copyright_threat_after_shock_ruling__news_311191.html" target="_blank">spricht</a> von einem &#8220;schockierenden Urteil&#8221;.</p></blockquote>
<p>Der Souvenirhersteller <a rel="external" href="http://www.templeisland.com/" target="_blank">Temple Island Collection</a> konnte sich gegen die Teefirma <a rel="external" href="http://www.newenglishteas.com/index.php" target="_blank">New English Teas</a> durchsetzen, weil auch hier auf einer schwarz-weißen Fotografie ein  knallig roter Bus auf der Westminster Bridge vor dem Hintergrund von Big  Ben und der Houses of Parliament dargestellt wurde. Das Bild wurde auf  Verpackungen verwendet. Es handelt sich, wie man <a rel="external" href="http://www.swanturton.com/multimedia/docs/Temple%20Island%20v%20New%20English%20photographs.pdf" target="_blank">hier</a> sehen kann, um ansonsten unterschiedliche Fotos von unterschiedlichen  Orten mit einer unterschiedlichen Perspektive und unterschiedlichen  Aufnahmen eines Busses.</p>
<div id="attachment_1203" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-1203" title="151307_0" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/02/151307_0.jpeg" alt="" width="400" height="124" /><p class="wp-caption-text">Der rote Bus als Original und als Plagiat. Bild aus dem Urteil des Gerichts </p></div>
<p>Justin Fielder von Temple Island Collection bezichtigte die andere  Firma, sie habe sich unrechtmäßig  das &#8220;Produktkonzept&#8221; des Bildes  angeeignet, gab sich aber konziliant, da er als derjenige, der das  bekannte <a rel="external" href="http://www.templeisland.com/view_gallery.asp?Range_ID=19" target="_blank">Rote-Bus-Bild</a> geschaffen habe, der Firma die Möglichkeit angeboten habe, das Bild zu  lizenzieren. Weil diese das ablehnte, zog er vor Gericht.</p>
<p>Der Richter strich in seinem <a rel="external" href="http://www.swanturton.com/multimedia/docs/Temple%20Island%20v%20New%20English%20photographs.pdf" target="_blank">Urteil</a> das Konzept und die mühsame Arbeit an der Manipulation des Fotos  heraus, also dass das Rot des Busses verstärkt, der Himmel entfernt, bis  auf den Bus alles schwarz-weiß gemacht, einige Personen entfernt und  das Bild gedehnt wurde. Und der Richter betont, dass für das Bild der  Teefirma keine Form der Kopie verwendet wurde, sondern neue Fotos  gemacht und entsprechend bearbeitet wurden. Da beide Firmen schon zuvor  wegen des Roten-Bus-Bildes aneinandergeraten waren, hatte die Teefirma  säuberlich vermieden, direkt etwas zu reproduzieren und erklärt, das  Urheberrecht könne nicht beansprucht werden, um ein Monopol auf ein  SW-Bild von den Houses of Parliament mit einem roten Bus davor zu  erlangen.</p>
<p>Nach einer länglichen Darlegung des Falls und des Urheberrechts kam  der Richter zu dem Urteil, dass es sich bei allen Bedenken um eine  Urheberverletzung handelt. Fielder habe mit seinem Bild nämlich eine  eigenständige &#8220;ästhetische Qualität&#8221; durch seine Arbeit geschaffen, die  eine geistige Schöpfung darstelle. So gebe der leere Himmel dem ganzen  Bild ein &#8220;dramatisches Aussehen&#8221;, wodurch auch der rote Bus mehr  hervorsteche. Dieser Effekt sei reproduziert worden. Auch sei der Bus  ähnlich in Bezug auf die Architektur gestellt worden etc.  Wichtiger  aber war dem Richter, dass das Bild von Fielder eben keine bloße  Fotografie sei, sondern das Produkt von bewussten Entscheidungen und  Manipulationen. Letztlich ist der Vorwurf, man habe den Effekt des  Bildes reproduzieren wollen, weil es so &#8220;attraktiv&#8221; ist &#8211; und das  scheint dann das Urheberrecht zu verletzen.</p>
<p>Cory Doctorow <a rel="external" href="http://boingboing.net/2012/01/25/insane-english-copyright-rulin.html" target="_blank">bezeichnet</a> das Urteil als &#8220;verrückt&#8221;, schließlich sei zu erwarten, dass jeder, der  eine große Sammlung an Fotografien hat, mal schnell alle durchschaut,  dann nach anderen Fotos sucht, die ähnliche Motive haben, und zu klagen  beginnt: &#8220;Wir haben das Copyright auf &#8220;zwei Typen trinken Bier und  richten den Boden ihrer Gläser gen Himmel!&#8221; Doctorow kann sich kaum  halten: &#8220;It&#8217;s an apocalyptically bad ruling, and an utter disaster in  the making.&#8221;</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/151307" target="_top">http://www.heise.de/tp/blogs/6/151307</a></p>
<p>Von : <a title="Weitere Artikel von Florian Rötzer" href="http://www.heise.de/tp/autor/florianrtzer/default.html">Florian Rötzer</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;    <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/news/knews">Kultur und Medien-News</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Internetnutzer wollen gar nicht kriminell sein</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/01/internetnutzer-wollen-gar-nicht-kriminell-sein/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 13:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik-News]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.daisymupp.net/?p=1207</guid>
		<description><![CDATA[Die aktuelle Diskussion um die Verschärfungen des Copyright-Schutzes zum Anlass nehmend hat ein amerikanischer Think-Tank das Downloadverhalten von Internetnutzern untersucht und ist dabei zu einigen überraschenden Resultaten gekommen <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/internetnutzer-wollen-gar-nicht-kriminell-sein/">Weiderliesen: Internetnutzer wollen gar nicht kriminell sein</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dass die Unterstützung für SOPA und den Protect-IP-Act zumindest in  ihrer aktuellen Form selbst in der US-amerikanischen Legislative  nachlässt (inzwischen sind nicht nur die Abstimmungen auf unbestimmte  Zeit verschoben, es rudern auch mehrere der ursprünglichen Antragsteller  <a href="https://torrentfreak.com/pipa-sopa-co-sponsors-drop-like-flies-120118/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Torrentfreak+%28Torrentfreak%29" target="_blank">zurück</a>)  hat nicht zuletzt mit dem öffentlichkeitswirksamen massiven Lobbying  von Internetfirmen zu tun. Zu Recht sehen sich diese in ihren  Geschäftsmodellen bedroht, die nun einmal ganz wesentlich auf einem  möglichst freien Verkehr aller möglichen, auch urheberrechtsgeschützten,  Daten beruhen. Die ganz prinzipielle Notwendigkeit einer Ausweitung,  respektive Neuanpassung von Copyright-Regelungen wird dabei eher selten  in Frage gestellt. Die Idee, dass &#8220;geistiges Eigentum&#8221; eines besonderen  Schutzes zu seiner kommerziellen Verwertung bedarf, begründet sich dabei  in einer auf den ersten Blick plausiblen Annahme: Wenn eine Ware (zum  Beispiel Musik) kostenlos zur Verfügung stünde, würde niemand willens  sein, für den Genuss selbiger zu bezahlen.</p></blockquote>
<p>Selbst wenn man den vorausgesetzten Warencharakter von  Kunst und Kultur und die pauschale Unterstellung der kriminellen Energie  breiter Bevölkerungsschichten nicht in Frage stellen möchte, ist  bereits mehrfach <a href="http://www.slate.com/articles/business/small_business/2012/01/sopa_stopping_online_piracy_would_be_a_social_and_economic_disaster_.html" target="_blank">angemerkt</a> worden, dass diese Rechnung nur zur Hälfte aufgeht. Genauso plausibel  lässt sich nämlich vermuten, dass ein illegal kopiertes Lied nicht  zuallererst ein finanzieller Verlust für den Erzeuger ist, sondern eine  höhere Reichweite des Kunstwerkes bedeutet. Menschen, die sich heute ein  Album auf der Pirate Bay besorgen, hätten selbiges unter anderen  Umständen nicht unbedingt gekauft, sondern in den meisten Fällen  schlicht nicht gehört. Die durch illegale Downloads verursachten  finanziellen Einbußen der Künstler und der Musikindustrie dürften sich  demzufolge auf einem weitaus niedrigeren Niveau, als dem immer wieder  kolportierten, bewegen.</p>
<p>Ein weiteres, den Nutzen des verschärften Urheberrechts  in Frage stellendes Argument ist die Annahme, dass Konsumenten von  Kulturprodukten auch in Zeiten des Internet durchaus willens seien, für  Musik, Filme und dergleichen zu bezahlen, solange es nur funktionale,  niedrigschwellig zugängliche, zuverlässige und möglichst umfassende  Angebote gibt, die nicht völlig überteuert wirken. Eine indirekte  Bestätigung findet diese Annahme im Erfolg des iTunes-Store, der  Amazon-Downloadabteilung und diverser Film- und Musikstreamingdienste.  Obwohl die dortigen Angebote in weiten Teilen auch kostenlos zu haben  wären, bezahlen Millionen für den legalen Zugang. Dass das kein Zufall  ist, ist das erste Ergebnis einer <a title="PDF" href="http://piracy.ssrc.org/wp-content/uploads/2011/11/AA-Research-Note-Infringement-and-Enforcement-November-2011.pdf" target="_blank">Studie</a> des US-amerikanischen Think-Tanks <a href="http://americanassembly.org/" target="_blank">American Assembly</a>.</p>
<div>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Durchgeführt vom unabhängigen Institut &#8220;Princeton Survey  Research Associates International&#8221; kommt die Studie in einer vorab  veröffentlichten Zusammenfassung für den amerikanischen Teil der  Untersuchung unter anderem zu dem Ergebnis, dass mit dem besseren Zugang  zu legalen Streamingdiensten gut 40% der früheren Filesharer und  Downloader inzwischen eher auf diese zurückgreifen. Interessant ist  dabei auch, dass sich nur rund 30% der Befragten überhaupt in  nennenswertem Umfang Musik und Filme auf nicht legalen Wegen besorgen  und dies wiederum nur 1-2% in &#8220;hohem Maße&#8221; (mehr als 1000 Musiktitel  und/oder 100 Filme) tun. Von einer zerstörerischen Epidemie der  Piraterie kann überhaupt nicht die Rede sein.</p>
<p>Zu möglichen strafrechtlichen Folgen illegalen  Filesharings und dergleichen gibt die Mehrheit der Befragten Antworten,  die Anti-SOPA-Lobbyisten ein Fest sein dürften. Bereits die nicht weiter  spezifizierte allgemeine Forderung nach Bestrafung findet nur eine sehr  knappe Mehrheit. Über Verwarnungen und Geldstrafen hinausgehende  Optionen für das Strafmaß schneiden erwartungsgemäß schlecht ab:  Gefängnisstrafen (20% Unterstützung), Sperrung des Netzzugangs (26%),  eingeschränkter Netzzugang (46%). Außerdem glauben rund 70% der  Befragten, dass die angemessene Strafzahlung für den illegalen Download  eines Musiktitels maximal 100 Dollar betragen sollte, die knappe Hälfte  davon setzt das Limit sogar bei 10 Dollar an. Beides sind Summen, die  sich in gänzlich anderen Sphären bewegen, als die üblicherweise  angesetzten astronomischen Schadensersatzforderungen der Musikindustrie.</p>
<p>Die verschiedenen Vorschläge zum technischen Schutz der  Urheberrechte stoßen ebenfalls auf wenig Gegenliebe. Allein schon der  direkte Zugriff der Rechteinhaber wie Musik- oder Filmfirmen auf  Internetinhalte (vgl. <a title="YouTube" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neue-Wirren-um-Copyright-Filter-bei-YouTube-1397517.html" target="_blank">Universals Sperrmöglichkeit auf Youtube</a>)  findet nur 18% Unterstützer, die Filterung von Ergebnissen in  Suchmaschinen oder durch Internetprovider noch weniger. Netzsperren  allgemein finden ohnehin nur eine ganz knappe Mehrheit, werden sie in  der konkreten Frage mit dem Wort &#8220;Zensur&#8221; verbunden, schwindet selbst  diese. Wie überhaupt die Verbindung der Fragen mit Hinweisen auf  Persönlichkeitsrechte und das Recht auf freie Rede die Antworten  bezüglich staatlicher oder sonstiger Sanktionen insgesamt ablehnender  werden lässt. So wird die Frage, ob Anbieter wie Facebook und Dropbox  den Datenverkehr auf illegale Inhalte überprüfen sollten mit deutlicher  Mehrheit (61%) bejaht, wird jedoch gefragt &#8220;Sollte Ihr Internetgebrauch  zum Schutz vor Urheberrechtsverletzungen überwacht werden?&#8221;, dreht sich  das Verhältnis ins genaue Gegenteil (69% Nein).</p>
<p>Die voraussichtlich Anfang März erscheinende komplette  Studie ist auch in Deutschland durchgeführt worden. Diese Daten sind  noch nicht vollständig aufbereitet. Joe Karaganis, Vize-Präsident der  American Assembly, erklärte auf Nachfrage jedoch, dass die deutschen  Ergebnisse sich im Großen und Ganzen mit den amerikanischen decken.  Unterschiede seien dahingehend zu bemerken, dass in Deutschland  anscheinend weniger kopiert werde und die Unterstützung für Netzsperren  höher sei.</p>
<p>Für die Kampagnen gegen SOPA und das auch auf  europäischer Ebene wirksame Geheimabkommen ACTA kann eine Lehre aus der  Studie sein, dass die Bürgerrechtler eine Mehrheit des Souveräns auf  ihrer Seite haben, solange es gelingt, die Folgen der geplanten  gesetzlichen Eingriffe in den Internetverkehr und die Kriminalisierung  eines bestimmten Nutzungsverhaltens als massive Einschränkung von  Grundrechten und dem Anlass nicht angemessene Überreaktionen zu  beschreiben. Ob das aber ausreicht, die Parlamente zu überzeugen, ist  keineswegs sicher, werden ebensolche Grundrechtsbrüche und  Überreaktionen doch immer wieder gegen den Willen der Wählermehrheit  durchgesetzt, wenn es ein hinreichendes wirtschaftliches oder  ordnungspolitisches Interesse an diesen Maßnahmen gibt.</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36265/1.html" target="_top">http://www.heise.de/tp/artikel/36/36265/1.html</a></p>
<p>Von : <a title="Weitere Artikel von Daniél Kretschmar" href="http://www.heise.de/tp/autor/danilkretschmar/default.html">Daniél Kretschmar</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;      <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/politik/default.html">Politik</a> &gt;    <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/copy/default.html">Copyright</a></p>
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		<title>Médico-Datenleck: Justizminister Biltgen lässt wichtige Fragen offen</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/01/medico-datenleck-justizminister-biltgen-lasst-wichtige-fragen-offen/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 09:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In einer Pressekonferenz äußerte sich Justizminister Biltgen, stellvertretend für den betroffenen Sportminister Schneider, zum Datenleck in der Médico Datenbank. Minister Biltgen spricht von einer Anzeige gegen den &#8220;erfindungsreichen Hacker&#8221;, der ein einfaches Passwort benutzt hat um Zugang zu einer Datenbank zu erlangen und &#8220;Diebstahl&#8221; ohne überhaupt bestätigen zu können, dass Daten kopiert oder veröffentlicht wurden [1]. <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/medico-datenleck-justizminister-biltgen-lasst-wichtige-fragen-offen/">Weiderliesen: Médico-Datenleck: Justizminister Biltgen lässt wichtige Fragen offen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Pressekonferenz äußerte sich Justizminister Biltgen, stellvertretend für den betroffenen Sportminister Schneider, zum Datenleck in der Médico Datenbank. <span id="more-1199"></span>Minister Biltgen spricht von einer Anzeige gegen den &#8220;erfindungsreichen Hacker&#8221;, der ein einfaches Passwort benutzt hat um Zugang zu einer Datenbank zu erlangen und &#8220;Diebstahl&#8221; ohne überhaupt bestätigen zu können, dass Daten kopiert oder veröffentlicht wurden [1]. Verwirrung herrscht auch darüber wie das Ministerium die Panne bemerkt hatte; wegen der Arbeit des eigenen Service Technique oder wegen der umgehenden Meldung an den CIRCL (Computer Incident Response Center Luxembourg) seitens der Person, die das Leck entdeckt hat.</p>
<p>Die Piratenpartei sieht eine Anzeige als falsches Signal. Medienberichten zufolge benachrichtigte die Person den CIRCL umgehend nach der Bestätigung des Datenlecks. Sollte sich bestätigen, dass keine Daten veröffentlicht worden sind, sieht die Piratenpartei keinen Schaden und fordert Minister Biltgen auf sich den wahren Problemen, nämlich der unseriösen Sicherheitsstandards der Datenbank, zu widmen. Außerdem fordert die Piratenpartei ein Gesetz, das Personen vor strafrechtlicher Verfolgung schützt wenn sie Sicherheitslücken erkennen und, wie in diesem Fall, umgehend melden und die Lücke nicht ausnützen um Daten zu veröffentlichen.</p>
<p>Die Ankündigung Kurse für einen sicheren Umgang mit Passwörtern anzubieten ist zwar prinzipiell nichts Negatives, geht im Zusammenhang mit diesem Datenleck aber komplett am eigentlichen Problem vorbei. Die Daten unterlagen keinem besonderen Schutz; das Problem ist somit nicht das verlorene Passwort, sondern die unverantwortlichen Planung der Datenbank.</p>
<p>Ungeklärt ist weiterhin ob die Médico Datenbank aktuellen Datenschutzgesetzen entspricht. Es bleibt auch zu klären inwiefern die Datenschutzkommission CNPD die Datenbank in dieser Form bewilligt hat bzw. überhaupt zu einem Gutachten gebeten wurde. Auf die offene Frage, ob denn auch andere Datenbanken einem derart niedrigen Sicherheitsstandard entsprechen wurde auch nicht eingegangen.</p>
<p>Außer einem kurzen &#8220;wir müssen mehr machen&#8221; konnte Minister Biltgen nichts zu einer zukünftigen, dringend notwendigen Kursänderung in Sachen Datenschutz und Datensparsamkeit vortragen.</p>
<p>&#8220;Minister Biltgen bedauert die Panne. Wir bedauern, dass eine Datenbank mit persönlichen Daten ohne weitere Sicherheitsmaßnahmen außer einem Passwort geplant wurde. Es bleiben viele offene Fragen &#8211; ein Passwort ändern und Sicherheitskurse machen wird das Problem nicht lösen!&#8221; so Sven Clement, Präsident der Piratenpartei.</p>
<p>Die Piratenpartei begrüßt die Vorschläge der Grünen und DP u.a. in Kommissionssitzungen das Thema Datenschutz und Datensparsamkeit zu diskutieren. Diese Kommissionssitzungen sollten dann natürlich auch, wie z.B. schon bei den Sitzungen rund um das Projekt &#8220;Léiweng&#8221;, per LiveStream zu verfolgen sein.</p>
<p>[1] <a href="http://www.wort.lu/wort/web/letzebuerg/artikel/2012/01/173671/biltgen-bedauert-datenpanne.php" target="_blank">http://www.wort.lu/wort/web/letzebuerg/artikel/2012/01/173671/biltgen-bedauert-datenpanne.php</a><br />
===<br />
Pressekontakte:<br />
(+352) 661 86 04 01 (Jerry Weyer)<br />
(+352) 621 632 118 (Sven Clement)<br />
===<br />
Über die Piratenpartei Luxemburg</p>
<p>Die Piratenpartei Luxemburg setzt sich seit ihrer Gründung im Oktober 2009 für den Schutz der Bürgerrechte, insbesondere den Schutz der Privatsphäre und einen erhöhten Datenschutz, ein. Die Piratenpartei fordert außerdem eine größere Transparenz des Staatsapparates, sowie den freien Zugang zu öffentlichen Informationen und Bildungsmaterialien. Darüber hinaus fordert die Piratenpartei eine grundlegende Reform des Urheberrechts und des Patentwesens.</p>
<p>Als Mitglied einer internationalen Bewegung nimmt die Piratenpartei Luxemburg aktiv an internationalen Konferenzen und Aktionen teil. Grundlegendes Prinzip ist die Basisdemokratie, die es jedem Mitglied der Partei erlaubt ihre Zukunft mit zu gestalten.</p>
<p>Piratepartei Lëtzebuerg<br />
1, Sonnestrooss,<br />
L-5683 Dalheim</p>
<p><a href="http://www.piratepartei.lu/">www.piratepartei.lu</a><br />
<a href="mailto:ahoi@piratepartei.lu">ahoi@piratepartei.lu</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Datenleck im Sportministerium &#8211; medizinische Datensätze von 49.000 Sportlern im Internet einzusehen</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/01/datenleck-im-sportministerium-medizinische-datensatze-von-49-000-sportlern-im-internet-einzusehen/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 08:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nach Presseinformationen [1] waren die knapp 49.000 Datensätze der &#8220;Médico-sportif&#8221; Datenbank im Internet einzusehen. Die Piratenpartei kritisiert die höchst fahrlässige Planung der &#8220;Médico&#8221; Datenbank und die Kurzsichtigkeit der Regierung beim Schaffen von Datenbanken mit persönlichen Informationen, die in diesem Fall dazu führte, dass private Daten von 10% der Bevölkerung für Dritte einsehbar waren.</p>
<p>&#8220;Es ist inakzeptabel, wie <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/datenleck-im-sportministerium-medizinische-datensatze-von-49-000-sportlern-im-internet-einzusehen/">Weiderliesen: Datenleck im Sportministerium &#8211; medizinische Datensätze von 49.000 Sportlern im Internet einzusehen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Presseinformationen [1] waren die knapp 49.000 Datensätze der &#8220;Médico-sportif&#8221; Datenbank im Internet einzusehen.<span id="more-1194"></span> Die Piratenpartei kritisiert die höchst fahrlässige Planung der &#8220;Médico&#8221; Datenbank und die Kurzsichtigkeit der Regierung beim Schaffen von Datenbanken mit persönlichen Informationen, die in diesem Fall dazu führte, dass private Daten von 10% der Bevölkerung für Dritte einsehbar waren.</p>
<p>&#8220;Es ist inakzeptabel, wie fahrlässig das Sportministerium unter Leitung von Minister Schneider bei der Planung dieser Datenbank gehandelt hat.&#8221; sagt Sven Clement, Präsident der Piratenpartei. &#8220;Passwörter können immer verloren gehen oder Dritten in die Hände fallen &#8211; es ist unprofessionell und mit keinen seriösen Sicherheitsstandards vereinbar, dass ohne weitere Kontrollen nur eine simple Internetadresse und Passwort genügt, um sich Zugang zu einer Datenbank mit solch sensiblen Daten zu verschaffen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Menschliche Fehler sind nie ganz zu vermeiden; passieren Unachtsamkeiten die z.B. zur Verbreitung eines Passwortes führen, dürfen diese auf keinen Fall die Sicherheit der gesamten Datensätze kompromitieren!&#8221; so Sven Clement. Die Ausarbeitung eines seriösen Sicherheitskonzeptes muss in Zukunft oberste Priorität haben; der Zugang, besonders wenn die Datenbank über Internet zugänglich ist, darf nicht per einfacher Passwortabfrage gesichert sein sondern muss mit IP-Restriktionen oder VPN-Zugang versehen sein. Der Personenkreis, der Zugang zu den Daten erhält muss strengsten Kriterien unterliegen.</p>
<p>&#8220;Die Aussagen von Minister Schneider[1] zeigen offensichtlich, dass die Regierung die Gefahren grosser Datenbanken mit persönlichen Informationen weiter komplett unterschätzt.&#8221; so Sven Clement. &#8220;Medizinische Daten von 10% der Bevölkerung sind im Internet einsehbar und alles was der zuständige Minister zu sagen hat ist, dass Mitarbeiter besser auf ihre Passwörter aufpassen sollen. Die Kurzsichtigkeit von Minister Schneider ist höchst bedenklich! Diese Kurzsichtigkeit teilt Sportsminister Schneider auch noch mit Bildungsministerin Mady Delvaux-Stehres, die in Sachen Schülerdatenbank [2] kürzliche erklärte, dass dezentrale Datenbanken &#8220;Schwierigkeiten&#8221; mit sich bringen &#8211; angesichts der offensichtlichen Unfähigkeit der Regierung<br />
seriöse Sicherheitskonzepte zu erstellen sehr bedenkliche Aussagen!&#8221;</p>
<p>Es reicht nicht die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen &#8211; die Philosophie der Regierung in Sachen Datenschutz muss sich grundlegend ändern. Zukünftige Projekte, wie zum Beispiel die Schülerdatenbank, der e-Perso, e-Santé oder nationale und kommunale Personenregister müssen überdacht werden!</p>
<p>[1] u.a. Radio 100,7<br />
[2] <a href="http://tele.rtl.lu/waatleeft/replay/v/20120109/5/53931/" target="_blank">http://tele.rtl.lu/waatleeft/replay/v/20120109/5/53931/</a></p>
<p>===<br />
** Fuite de données au ministère des sports &#8211; données médicales de 49.000 sportifs accessibles via Internet  **</p>
<p>D&#8217;après des informations de presse l&#8217;intégralité des 49.000 blocs de données de la base de donnée &#8220;médico-sportif&#8221; ont été accessible via Internet.Le Parti Pirate critique la manière hautement négligente de conception de la base de donnée &#8220;médico&#8221; et l&#8217;imprévoyance du gouvernement dans la création de bases de données avec des informations privées qui, dans ce cas, menait à l&#8217;accessibilité de données personnelles par des tiers de 10% de la population.</p>
<p>&#8220;L&#8217;imprévoyance du ministère des Sports sous direction du ministre Schneider dans la planification de cette base de données est incroyable.&#8221; dit Sven Clement, Président du Parti Pirate. Les mots de passe peuvent toujours être perdus ou tomber dans les mais de tierces personnes &#8211; c&#8217;est contraire à tout standard de sécurité sérieux qu&#8217;une simple adresse internet et un mot de passe suffit pour avoir accès à une base de donnée avec des informations sensibles.</p>
<p>&#8220;Des erreurs ne peuvent jamais être évitées complètement; en cas de distraction qui mènent p.ex. à la diffusion du mot de passe la sécurité de toute la base de donnée ne doit jamais être discréditée!&#8221; dit Sven Clement. La sécurité de bases de données doit primer toute autre considération: l&#8217;accès, notamment pour des bases de données qui sont accessibles par Internet, ne doit pas être sécurisé qu&#8217;avec un simple mot de passe, mais doit être assortis de restrictions IP et d&#8217;accès VPN. Le groupe de personnes qui ont accès aux données doit être soumis à des critères strictes.</p>
<p>&#8220;Les commentaires du ministre Schneider [1] montrent clairement que le gouvernement sous-estime encore les dangers de bases de données avec des informations privées.&#8221; dit Sven Clement. &#8220;Les données médicales de 10% de la population sont accessibles sur Internet et tout ce que le ministre responsable propose c&#8217;est que les employées doivent faire plus attention à ne pas perdre les mots de passe. Le refus de ministre Schneider d&#8217;accepter la problématique est inquiétant! Cette vision négligente du ministre Schneider est partagée par la ministre de l&#8217;éducation Mady Delvaux-Stehres, qui dans le dossier de la base de donnée des étudiants disais que des bases de données décentrales poseraient des &#8220;problèmes&#8221; supplémentaires [2] -<br />
considérant l&#8217;inaptitude du gouvernement de développer des concepts de sécurité sérieux des déclarations inquiétantes!&#8221;</p>
<p>Augmenter les précautions et la sécurité n&#8217;est pas assez &#8211; il faut un changement de philosophie fondamental dans le domaine de la protection des données! Les projets actuels comme par exemple la base de donnée des étudiants, la carte d&#8217;identité ou de santé électronique, et les registres communaux et nationaux doivent être révisés!</p>
<p>[1] e.a. Radio 100,7<br />
[2] <a href="http://tele.rtl.lu/waatleeft/replay/v/20120109/5/53931/" target="_blank">http://tele.rtl.lu/waatleeft/replay/v/20120109/5/53931/</a></p>
<p>===<br />
Pressekontakte:<br />
(+352) 661 86 04 01 (Jerry Weyer)<br />
(+352) 621 632 118 (Sven Clement)<br />
===<br />
Über die Piratenpartei Luxemburg</p>
<p>Die Piratenpartei Luxemburg setzt sich seit ihrer Gründung im Oktober 2009 für den Schutz der Bürgerrechte, insbesondere den Schutz der Privatsphäre und einen erhöhten Datenschutz, ein. Die Piratenpartei fordert außerdem eine größere Transparenz des Staatsapparates, sowie den freien Zugang zu öffentlichen Informationen und Bildungsmaterialien. Darüber hinaus fordert die Piratenpartei eine grundlegende Reform des Urheberrechts und des Patentwesens.</p>
<p>Als Mitglied einer internationalen Bewegung nimmt die Piratenpartei Luxemburg aktiv an internationalen Konferenzen und Aktionen teil. Grundlegendes Prinzip ist die Basisdemokratie, die es jedem Mitglied der Partei erlaubt ihre Zukunft mit zu gestalten.</p>
<p>Piratepartei Lëtzebuerg<br />
1, Sonnestrooss,<br />
L-5683 Dalheim</p>
<p><a href="http://www.piratepartei.lu/">www.piratepartei.lu</a><br />
<a href="mailto:ahoi@piratepartei.lu">ahoi@piratepartei.lu</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Warum erzielen Frauen weniger Spitzenleistungen in der Mathematik?</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/01/warum-erzielen-frauen-weniger-spitzenleistungen-in-der-mathematik/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 08:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Science News]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenquote]]></category>

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		<description><![CDATA[Erklärt wird dies gerne durch die Existenz des Vorurteils, dass Frauen schlechter in Mathe seien als Männer. Für diese populäre Theorie gibt es aber nach einer aktuellen Studie keine Belege <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/warum-erzielen-frauen-weniger-spitzenleistungen-in-der-mathematik/">Weiderliesen: Warum erzielen Frauen weniger Spitzenleistungen in der Mathematik?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein lange gehegtes Vorurteil ist, dass sich Frauen mit Mathematik  schwerer tun und daher auch von ihr nicht angezogen werden sowie  schlechter abschneiden. Dass Männer besser in Mathe seien als Frauen,  ist auch das Selbstverständnis mancher Frauen. Dass diese zumindest in  geringerem Maße herausragende mathematische Leistungen erbringen,  scheint der Umstand zu belegen, dass es kaum Spitzenmathematikerinnen  gibt und dieses Feld <a rel="external" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,629727,00.html" target="_blank">von Männern beherrscht wird</a>. Aber warum ist dies so?</p>
<p>Zwar erreichen Männer und Frauen in den meisten Bereichen der Mathematik vergleichbare Leistungen (<a rel="external" href="http://www.heise.de/tp/artikel/28/28408/1.html" target="_blank">Frauen können Mathe, Männer auch</a>),  allerdings bleibt die empirische Tatsache, dass sich mehr Männer als  Frauen im Spitzenbereich der Mathematik befinden. Gerne wird dieser  Unterschied mit der 1999 geprägten <a rel="external" href="http://citation.allacademic.com//meta/p_mla_apa_research_citation/1/1/2/8/8/pages112882/p112882-1.php" target="_blank">Theorie des &#8220;stereotype threat&#8221;</a> (Bedrohung durch ein Stereotyp) erklärt, also dass eben die Existenz  des Vorurteils bei Frauen dazu führt, dass sie sich als mathematisch  eher unbegabt einschätzen und deswegen auch schlechtere Ergebnisse  erzielen. Belegt wurde die Hypothese durch Tests, bei denen Frauen und  Männer vor der Lösung einer visuellen räumlichen Aufgabe daran erinnert  wurden, dass sie Frauen und Männer sind. Während Männer daraufhin nicht  schlechter abschnitten, war dies aber bei den Frauen so.</p>
<p>Nach den Psychologen  David Geary von der University of Missouri und  Gijsbert Stoet von der University of Leeds  haben andere Studien die  Ergebnisse, auf die sich die Theorie stützt, nur teilweise wiederholen   können. Die Psychologen haben eine in der Zeitschrift Review of General  Psychology vorab online veröffentlichte <a rel="external" href="http://psycnet.apa.org/psycinfo/2012-00560-001/" target="_blank">Metastudie</a> durchgeführt und dabei herausgefunden, dass Studien, die angeblich  nachgewiesen haben, dass Männer in Mathematik aufgrund des  Geschlechtsvorurteils besser sind, methodische Fehler wie das Fehlen  einer männlichen Kontrollgruppe aufweisen und/oder ungeeignete  statistische Verfahren eingesetzt haben. Zudem werde in vielen Studien  überhaupt kein wissenschaftlicher Beweis für das Stereotyp angeboten.  Zwar könne das Stereotyp manche Frauen beeinflussen, konzedieren sie,  der Unterschied in den mathematischen Hochleistungen könne damit aber  wissenschaftlich nicht erklärt werden.</p>
<p>Für die Autoren hat die Theorie  des &#8220;stereotype threat&#8221; daher  unbegründet so viel Erfolg bei Wissenschaftlern und Politikern gefunden,  die glaubten, dass der Geschlechterunterschied verschwinden werde, wenn  das Vorurteil bekämpft wird. &#8220;Selbst mit vielen Programmen, die  eingerichtet wurden, um dieses Problem zu lösen&#8221;, so David Geary, &#8220;blieb  es weiterhin bestehen. Wir glauben nun, dass das falsche Problem  angegangen wird.&#8221; Wenn man Versuchspersonen vor einem Test nahelegt,  dass Angehörige einer Gruppe, zu der sie gehören, gewöhnlich bei einem  solchem Test schlechter abschneiden, dann sei es nicht überraschend,  dass sie dann auch tatsächlich schlechtere Ergebnisse produzieren. Das  würde bei Männern genauso geschehen. Nach einer statistischen  Überprüfung hätten sie jedenfalls bei den 20 untersuchten Studien keine  signifikanten Wirkungen im Sinne der Theorie vom prägenden Vorurteil  bemerken können.</p>
<p>Vermutlich würden Versuche, auf der Grundlage der Theorie das  Vorurteil bekämpfen, das Problem nur verschlimmern, weil man wichtige  Ressourcen für ein nicht existierendes Problem einsetze, während es  weiterhin ein &#8220;unverhältnismäßig große Gruppe von Männern an der Spitze  von Wissenschaft, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik&#8221; gebe. Das  müsse sich ändern. Fragt sich nur wie? Die Autoren <a rel="external" href="http://www.leeds.ac.uk/forstaff/news/article/2833/poor_self-image_cannot_explain_maths_gender_gap" target="_blank">fordern</a>,  dass eine wirkliche Erklärung für den Geschlechterunterschied in dieser  Hinsicht gefunden werden müsse, um Veränderungen zu bewirken.</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/10/151244" target="_top">http://www.heise.de/tp/blogs/10/151244</a></p>
<p>Von : <a title="Weitere Artikel von Florian Rötzer" href="http://www.heise.de/tp/autor/florianrtzer/default.html">Florian Rötzer</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;    <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/news/snews">Science-News</a></p>
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		<title>SOPA &amp; PIPA: Das Internet streikt und die Piraten schließen sich an</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 11:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Am 18. Januar werden viele Webseiten freiwillig streiken [1], um auf die Gefahren durch SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (PROTECT-IP Act) hinzuweisen. Die vorgeschlagenen Gesetzestexte schränken die Meinungsfreiheit ein, haben negative wirtschaftliche Auswirkungen[Nachweis fehlt] und rufen erhebliche Sicherheitsbedenken hervor.</p>
<p>Die Teilnahme an der Onlinedemonstration wurde unter anderem durch Wikipedia [2], Reddit, Mozilla und die Free <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/sopa-pipa-das-internet-streikt-und-die-piraten-schliesen-sich-an/">Weiderliesen: SOPA &#038; PIPA: Das Internet streikt und die Piraten schließen sich an</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18. Januar werden viele Webseiten freiwillig streiken [1], um auf die Gefahren durch SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (PROTECT-IP Act) hinzuweisen. <span id="more-1182"></span>Die vorgeschlagenen Gesetzestexte schränken die Meinungsfreiheit ein, haben negative wirtschaftliche Auswirkungen[Nachweis fehlt] und rufen erhebliche Sicherheitsbedenken hervor.</p>
<p>Die Teilnahme an der Onlinedemonstration wurde unter anderem durch Wikipedia [2], Reddit, Mozilla und die Free Software Foundation bestätigt. Auch Google, Facebook und Twitter haben die vorgeschlagenen Gesetze kritisiert [3].</p>
<p>Das Gesetz wurde auf Bestrebungen der Lobbyorganisation Motion Picture Association of America (MPAA) hin ausgearbeitet, die Teile der amerikanischen Filmindustrie vertritt. Es soll dem Online-Filesharing und den damit verbundenen angeblichen Urheberrechtsverletzungen einen Riegel vorschieben. Tatsächlich werden aber Millionen von unbescholtenen Bürgern kriminalisiert und demokratische Rechte abgebaut. So soll es ermöglicht werden, Seiten einfach abzuschalten, sobald sie auch nur ansatzweise Links auf Seiten mit durch die MPAA nicht erwünschten Inhalten beinhalten. Des Weiteren sollen Inserenten verpflichtet werden, ihre Anzeigen nicht mehr auf Seiten zu schalten, die sich angeblicher Urheberrechtsverletzungen schuldig machen.<br />
Um die geforderten Maßnahmen umzusetzen, müssten Kommunikationsdienstleister ihre Kunden und deren Kommunikation in einem Umfang kontrollieren, der nicht mit freiheitlich-demokratischen Werten vereinbar ist. Freier Informationsaustausch im Internet wird damit effektiv unterbunden. Die MPAA widerspricht diesen anti-demokratischen Tendenzen gar nicht erst, sondern weist vielmehr darauf hin, dass sich der von ihr vorgeschlagene Überwachungs- und Filtermechanismus schon in Ländern wie China, dem Iran oder Syrien bewährt habe [5], welche für ihre Unterdrückung der freien Rede und Zensur bekannt sind.</p>
<p>Die Piratenparteien nehmen an der Onlinedemonstration teil und protestieren damit ebenfalls durch die Abschaltung ihrer Webseiten am 18.1. gegen die Einschränkungen der Meinungsfreiheit weltweit. Sie stellen sich gegen diesen Gesetzentwurf, da er die Rechte jedes Internetnutzers rund um den Globus ernsthaft gefährdet. Die PIRATEN sind grundsätzlich gegen jedes Gesetzesvorhaben, welches das Recht am &#8220;geistigen Eigentum&#8221; weiter verschärft. Das aktuelle Vorhaben der USA geht sogar weit über ein Verbot von File-Sharing {Dateien-Tausch} im Internet hinaus. Das Gesetz schränkt die Möglichkeit, am Gedankenaustausch im Internet, der weltweiten Kommunikation und der Teilhabe am Kulturgut Sprache und Medien derart ein, dass für Jedermann<br />
drastische Einschränkungen zu erwarten sind.</p>
<p>Die Piratenparteien fordern alle Webseitenbetreiber auf, sich dem Streik am 18. Januar anzuschließen.<br />
Folgende Piratenparteien werden ihre Webseiten am 18. Januar abschalten:</p>
<p>Piratenpartei</p>
<p>* Australien<br />
* Belgien<br />
* Deutschland und Junge Piraten Deutschland<br />
* Frankreich<br />
* Griechenland<br />
* Großbritannien<br />
* Italien<br />
* Kanada<br />
* Kasachstan<br />
* Katalonien<br />
* Luxemburg<br />
* Massachusetts und Georgia<br />
* Niederlande<br />
* Russland<br />
* Slowakei<br />
* Spanien<br />
* Schweiz<br />
* Schweden<br />
* Türkei<br />
* Tschechische Republik<br />
* Ukraine<br />
* Pirate Parties International</p>
<p>===<br />
Pressekontakte:<br />
(+352) 661 86 04 01 (Jerry Weyer)<br />
(+352) 621 632 118 (Sven Clement)<br />
===<br />
Über die Piratenpartei Luxemburg</p>
<p>Die Piratenpartei Luxemburg setzt sich seit ihrer Gründung im Oktober 2009 für den Schutz der Bürgerrechte, insbesondere den Schutz der Privatsphäre und einen erhöhten Datenschutz, ein. Die Piratenpartei fordert außerdem eine größere Transparenz des Staatsapparates, sowie den freien Zugang zu öffentlichen Informationen und Bildungsmaterialien. Darüber hinaus fordert die Piratenpartei eine grundlegende Reform des Urheberrechts und des Patentwesens.</p>
<p>Als Mitglied einer internationalen Bewegung nimmt die Piratenpartei Luxemburg aktiv an internationalen Konferenzen und Aktionen teil. Grundlegendes Prinzip ist die Basisdemokratie, die es jedem Mitglied der Partei erlaubt ihre Zukunft mit zu gestalten.</p>
<p>Piratepartei Lëtzebuerg<br />
1, Sonnestrooss,<br />
L-5683 Dalheim</p>
<p><a href="http://www.piratepartei.lu/">www.piratepartei.lu</a><br />
<a href="mailto:ahoi@piratepartei.lu">ahoi@piratepartei.lu</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wünsch Dir was!</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 08:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik-News]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Europas Digital-Kommissarin den gestürzten Minister zu Guttenberg engagierte <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/wunsch-dir-was/">Weiderliesen: Wünsch Dir was!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/1525&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=DE&amp;guiLanguage=de" target="_blank">Comeback</a> von Karl-Theodor zu Guttenberg als &#8220;Botschafter für die Freiheit im  Internet&#8221; kam offenbar bereits kurz nach seinem unrühmlichen Abgang als  deutscher Verteidigungsminister aufgrund seiner Plagiatsaffäre zustande.  Dies belegen interne <a title="PDF" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36252/36252_1.pdf" target="_blank">Dokumente</a> der EU-Kommission, die Telepolis vorliegen. Demnach kontaktierte ihn ein Mitarbeiter der Kommissionsvizepräsidentin <a href="http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/kroes/index_en.htm" target="_blank">Neelie Kroes</a> bereits am 20. April 2011 und signalisierte den Gesprächsbedarf seiner  Chefin. Die für die Digitale Agenda zuständige Kommissarin plane eine  politische Initiative gegen das Abschalten von  Kommunikationsinfrastrukturen im Zusammenhang mit Protesten gegen  autokratische Systeme in bestimmten Ländern. Sie wolle ihn gern daran  beteiligen und mit ihm beraten, welche Rolle ihm selbst dabei gefallen  würde.</p></blockquote>
<div id="attachment_1191" class="wp-caption alignright" style="width: 390px"><img class="size-full wp-image-1191" title="Neelie Kroes, Vice-President of the EC in charge of Digital Agenda and Karl-Theodor zu Guttenberg, member of the Center for Strategic and International Studies ( CSIS) give a press conference on the launch of the &quot; No Disconnect Strategy &quot; .." src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/01/36252_1.jpg" alt="" width="380" height="534" /><p class="wp-caption-text">Karl-Theodor zu Guttenberg und Kommissarin Neelie Kroes während der Pressekonferenz am 12.12.2011 zum Start der No Disconnect Strategy. Bild: EU</p></div>
<p>Zu diesem Zeitpunkt hatte das Ermittlungsverfahren der  Staatsanwaltschaft Bayreuth wegen des Verdachts der vorsätzlichen  Urheberrechtsverletzung gegen zu Guttenberg, das letztlich gegen Zahlung  einer hohen Geldbuße eingestellt wurde, gerade erst begonnen. Die  Absicht der Kommissarin zur Beschäftigung zu Guttenbergs sollte dann  auch über lange Zeit vertraulich behandelt werden, heißt es in einem  internen Dokument der Kommission.</p>
<p>Nun soll Kommissarin Kroes, die <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/11/873&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=EN&amp;guiLanguage=en" target="_blank">erklärte</a>,  sie habe &#8220;Talent, aber keinen Heiligen gesucht&#8221;,  im Europäischen  Parlament Rede und Antwort zur Personalie Guttenberg stehen. Jan Phillip  Albrecht, der für die Grünen im EU-Parlament sitzt, hat bereits am Tag  der Pressekonferenz mit zu Guttenberg <a href="http://gruen-digital.de/2011/12/guttenberg-auftritt-bei-neelie-kroes-absurdes-schauspiel-der-eu-kommissarin-zur-netzfreiheit/" target="_blank">zwölf Fragen</a> an Kommissarin Kroes zu ihrer &#8220;No Disconect Strategy&#8221; und der  Beteiligung zu Guttenbergs daran eingereicht. Albrecht will wissen, wie  sich die Einbeziehung zu Guttenbergs mit der Diffamierung des Blogs  guttenplag.de im Zuge seiner Plagiatsaffäre und mit der Tatsache  vereinbaren lässt, dass er in seiner Amtszeit als Wirtschaftsminister  einem umstrittenen Gesetz zur Sperrung von Webseiten zugestimmt habe.</p>
<p>Die Antworten auch auf die Fragen nach dem Mehrwehrt,  den sich die Kommissarin vom Engagement Guttenbergs verspricht, dürften  indessen schwerfallen. Schon die Umstände, wie es zu der Beteiligung  Guttenbergs kam, sind höchst merkwürdig. Einen inhaltlichen Beitrag zur  Erarbeitung der Strategie hat der Ex-Minister ausweislich der  vorliegenden Korrespondenz nicht geleistet. Vielmehr fragte er den Stab  von Kroes, was er in seinem Statement vor der Presse am 12. Dezember  sagen solle. Was man auf die all die zu erwartenden Fragen antworten  soll, warum ausgerechnet er die Rolle des &#8220;Speziellen Beraters&#8221; spielen  soll, weiß der auch nach seinem unfreiwilligen Rückzug selbstbewusste  Guttenberg natürlich: Seine Erfahrungen in der Außen- und  Sicherheitspolitik sollen dafür herhalten.</p>
<p>Für diesen Politikbereich ist auf EU-Ebene eigentlich  nicht Kroes, sondern die Hohe Vertreterin für Außen- und  Sicherheitspolitik und Kommissionsvizepräsidentin <a href="http://www.ec.europa.eu/commission_2010-2014/ashton/" target="_blank">Catherine Ashton</a> zuständig. Konsequenterweise fragt der Abgeordnete Albrecht auch  danach, ob sich die &#8220;no disconnect&#8221;-Strategie nur an Staaten außerhalb  der EU richte oder ob die Kommission auch darauf hinwirken werde, dass  Menschenrechte und Grundfreiheiten auch innerhalb der EU sowohl online  als auch offline gewahrt werden. Ob zu Guttenberg auch dabei eine Rolle  spielen soll, will der Parlamentarier wissen.</p>
<p>Die Telepolis vorliegende Korrespondenz mit dem  deutschen Ex-Minister gibt darüber kaum Aufschluss. Was er inhaltlich  dazu beizutragen hat, wird in der gesamten, sich über ein dreiviertel  Jahr ziehenden Korrespondenz nicht ersichtlich. Selbst der Titel, unter  dem die Beteiligung laufen sollte, bleibt bis zuletzt unklar. Noch am 2.  Dezember, wenige Tage vor Guttenbergs öffentlichem Auftritt mit der  Kommissarin, ist vom &#8220;Botschafter für Internetfreiheit&#8221; die Rede oder  von einem &#8220;Speziellen Berater der Kommissarin für die Freiheit des  Internet&#8221;. Die protokollarischen Grundlagen für den Titel müssten noch  geklärt werden. Nach alledem, was aus den vorliegenden Papieren  ersichtlich ist, soll zu Guttenberg seine Kontakte nutzen, um für die  Vorhaben der Kommissarin auf internationaler Bühne zu werben. Man kann  es aber auch so interpretieren, dass zu Guttenberg eine Rolle bekommt,  die es ihm erlaubt, auch als Privatier seine Kontakte weiter zu pflegen &#8211;  auf Kosten von Europas Steuerzahlern, die für die Spesen aufkommen.</p>
<p>Und inwieweit chinesische Blogger oder weißrussische  Internetdissidenten, die meist anonym bleiben müssen, weil ihnen  Repressionen drohen, besonderen Wert auf Treffen mit dem schillernden  Plagiator legen, ist fraglich. Dass Regierungskritiker im Internet  besser anonym bleiben, ist beileibe kein außereuropäisches Phänomen  mehr. Nach den neuen Pressegesetzen und der Verfassungsänderung ziehen  es inzwischen auch Polit-Blogger aus Ungarn vor, ihre Identität nicht  preiszugeben.</p>
<p>Mit ihrem Beharren auf der Vorratsdatenspeicherung und  Vorschlägen für Netzsperren habe sich die EU-Kommission bislang nicht  gerade als Vorreiter für die Netz-Freiheit positioniert, kritisiert der  Grüne Albrecht. Zu den von ihm seinerzeit verteidigten Sperren von  kinderpornographischen Seiten hatte zu Guttenberg gesagt, solch legitime  Beschränkungen in Staaten seien &#8220;etwas anderes als Zensur&#8221;. Dabei war  die Hauptkritik gegen das inzwischen zurückgenommene Gesetz, dass darin  dem Bundeskriminalamt weitgehende Rechte zu Sperrungsverfügungen  eingeräumt werden sollten, die kaum zu kontrollieren waren.</p>
<p>Auffällig ist auch, dass die Kommissarin den Privatmann  zu Guttenberg frühzeitig in ihre strategische Planung einbezieht und ihm  brisante, der Geheimhaltung unterliegende Dokumente der Kommission  übermittelt. Eine Erklärung zu Guttenbergs, dass er diese Informationen  vertraulich behandeln wird, findet sich nicht in der Korrespondenz. Ein  Dokument übermittelt ihr Kabinett an zu Guttenberg mit dem Hinweis, das  sei alles noch nicht innerhalb der Kommission abgestimmt und man müsse  erst &#8220;die Stimmung testen&#8221;.</p>
<p>Bis heute hält die Kommission alle an zu Guttenberg  übermittelten Dokumente unter Verschluss mit der Begründung, deren  Weitergabe könne sich negativ auf die internationalen Beziehungen  auswirken. Warum eine Privatperson wie zu Guttenberg, der seinen  Wohnsitz außerhalb der EU hat und für einen US-amerikanischen Think-Tank  arbeiten soll, solche Dokumente bekommt, wird sich Kommissarin Kroes  auch fragen lassen müssen, denn auch das findet der Abgeordnete Albrecht  nicht nachvollziehbar.</p>
<p>&#8220;Seien Sie transparent &#8211; tragen Sie sich in das  Transparenzregister der Europäischen Kommission für interessierte  Vertreter ein&#8221;, steht in der Signatur eines Kommissionsschreibens an zu  Guttenberg. In dem <a href="http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/listlobbyists.do?locale=de&amp;reset=" target="_blank">Register</a> &#8220;für Organisationen und selbstständige Einzelpersonen, die sich mit der  Gestaltung und Umsetzung von EU-Politik befassen&#8221; findet sich bis heute  weder das US-amerikanische &#8220;Center for Strategic and International  Studies&#8221;, für das zu Guttenberg verschiedenen Verlautbarungen zufolge  arbeiten soll, noch der &#8220;Botschafter der Internetfreiheit&#8221; selbst. Die  Einträge unter &#8220;G&#8221; enden mit der &#8220;Gütegemeinschaft Kulissenschalldämpfer  e.V.&#8221;, jene unter &#8220;Z&#8221; mit den &#8220;Zwiebelfreunden&#8221;. Kommissarin Kroes, die  stets für mehr Transparenz und Informationsfreiheit wirbt, hat also  noch einen Baustelle vor der eigenen Haustür.</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36252/1.html" target="_top">http://www.heise.de/tp/artikel/36/36252/1.html</a></p>
<p>Von : <a title="Weitere Artikel von Tim Gerber" href="http://www.heise.de/tp/autor/timgerber/default.html">Tim Gerber</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;      <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/politik/default.html">Politik</a></p>
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		<title>[Piratenpartei Pressemitteilung] Videoüberwachung verhindert (mal wieder) keine Straftat!</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/01/piratenpartei-pressemitteilung-videouberwachung-verhindert-mal-wieder-keine-straftat/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 16:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>
		<category><![CDATA[Commuting]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heute veröffentlichte die Polizei ein Video, das einen Überall auf der Zugstrecke Luxemburg-Stadt – Rodange vom 14. Dezember 2011 zeigt. Die Veröffentlichung belegt sowohl die Sinnlosigkeit von Kameras als Präventionsmaßnahme wie auch die Schwierigkeit mit vorhandenem Videomaterial Täter zu identifizieren. Die Piraten erhoffen sich eine bessere Präventionspolitik damit das Mittel einer solchen öffentlichen Fahndung nicht zum <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/piratenpartei-pressemitteilung-videouberwachung-verhindert-mal-wieder-keine-straftat/">Weiderliesen: [Piratenpartei Pressemitteilung] Videoüberwachung verhindert (mal wieder) keine Straftat!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute veröffentlichte die Polizei ein Video, das einen Überall auf der Zugstrecke Luxemburg-Stadt – Rodange vom 14. Dezember 2011 zeigt.<span id="more-1178"></span> Die Veröffentlichung belegt sowohl die Sinnlosigkeit von Kameras als Präventionsmaßnahme wie auch die Schwierigkeit mit vorhandenem Videomaterial Täter zu identifizieren. Die Piraten erhoffen sich eine bessere Präventionspolitik damit das Mittel einer solchen öffentlichen Fahndung nicht zum Alltag wird.</p>
<p>Besonders bei Gewaltverbrechen dienen Videokameras nicht als Abschreckungsmaßnahme, das gilt auch für Übergriffe im öffentlichen Personenverkehr wie Bus und Bahn. &#8220;Jede Sicherheitspolitik muss Prävention von Straftaten als oberstes Ziel haben.&#8221; so Sven Clement, Präsident der Piratenpartei. Sicherheitspersonal und Polizei müssen mehr Präsenz vor Ort zeigen um gegebenenfalls Übergriffe verhindern zu können. Das Missverständnis, das hinter den Monitoren Menschen sitzen die bei Übergriffen eingreifen können ist noch immer weit verbreitet. &#8220;Kameras vermitteln ein falsches Gefühl der Sicherheit. Was wir aber brauchen ist Zivilcourage anstatt Überwachung!&#8221; so Sven Clement weiter.</p>
<p>Die Veröffentlichung des Videos zeigt weiterhin, dass Videoüberwachung auch bei der Überführung der Täter oftmals nicht ausreicht. Bleibt auch der Vorteil einer einfacheren Identifizierung der Täter aus ist die Überwachung öffentlicher Transportmittel nicht mehr zu rechtfertigen.</p>
<p>&#8220;Gibt es verwertbares Videomaterial eines Übergriffes lehnen wir die Benutzung zur Ermittlung von Tätern auf keinen Fall kategorisch ab.&#8221; erklärt Sven Clement. Allerdings müssen die Verantwortlichen von CFL und Transportministerium offen diskutieren ob eine Videoüberwachung das geeignete Mittel ist um Straftaten zu verhindern.</p>
<p>Öffentliche Fahndungen, mit Video oder Fotos, über soziale Netzwerke und die Presse müssen die Ausnahme bleiben. &#8220;Solche Aufnahmen stellen ein grosses Risiko für die Unschuldsvermutung und die Privatsphäre der Beteiligten, Opfer und Täter, sowie unbeteiligter Dritte, wie Familie der Täter und Opfer, dar.&#8221; so Sven Clement abschliessend. &#8220;Wir lehnen diese Art der Ermittlung nicht kategorisch ab, warnen aber vor den Konsequenzen einer regelmässigen Veröffentlichung von solchen Überwachungsvideos.&#8221;<br />
===<br />
Pressekontakte:<br />
(+352) 661 86 04 01 (Jerry Weyer)<br />
(+352) 621 632 118 (Sven Clement)<br />
===<br />
Über die Piratenpartei Luxemburg</p>
<p>Die Piratenpartei Luxemburg setzt sich seit ihrer Gründung im Oktober 2009 für den Schutz der Bürgerrechte, insbesondere den Schutz der Privatsphäre und einen erhöhten Datenschutz, ein. Die Piratenpartei fordert außerdem eine größere Transparenz des Staatsapparates, sowie den freien Zugang zu öffentlichen Informationen und Bildungsmaterialien. Darüber hinaus fordert die Piratenpartei eine grundlegende Reform des Urheberrechts und des Patentwesens.</p>
<p>Als Mitglied einer internationalen Bewegung nimmt die Piratenpartei Luxemburg aktiv an internationalen Konferenzen und Aktionen teil. Grundlegendes Prinzip ist die Basisdemokratie, die es jedem Mitglied der Partei erlaubt ihre Zukunft mit zu gestalten.</p>
<p>Piratepartei Lëtzebuerg<br />
1, Sonnestrooss,<br />
L-5683 Dalheim</p>
<p><a href="http://www.piratepartei.lu/">www.piratepartei.lu</a><br />
<a href="mailto:ahoi@piratepartei.lu">ahoi@piratepartei.lu</a></p>
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