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	<title>Daisymupp</title>
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	<description>In all affairs it’s a healthy thing now and then to hang a question mark on the things you have long taken for granted. -- Bertrand Russell</description>
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		<title>Selbst ein Bein gestellt</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 15:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[GEMA]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer der zwölf von der GEMA im YouTube-Prozess vorgelegten Titel facht die Debatte um Verteilungsgerechtigkeit an <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/05/selbst-ein-bein-gestellt/">Weiderliesen: Selbst ein Bein gestellt</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Weil die GEMA vom Streamingportal YouTube für dort von der  Musikindustrie, von Bands und von Privatnutzern eingestellte Stücke  Summen sehen will, die nach Ansicht von Googles weit jenseits jeder  Rentabilität liegen, hat die deutsche Musikverwertungsgesellschaft den  amerikanischen Konzern verklagt. Zur Begründung dieser <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36809/1.html" target="_blank">Klage</a> legte sie eine Liste mit zwölf Musiktiteln vor.</p></blockquote>
<p>Eines dieser Stücke ist <em>Rivers of Babylon</em>. Dem Musiker und Kneipier <a href="https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Duesenberg" target="_blank">Johannes Thon</a>, der im Landesvorstand der rheinland-pfälzischen Piratenpartei sitzt, <a href="https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Duesenberg/Plagiat" target="_blank">fiel nun auf</a>, dass in der <a href="https://online.gema.de/werke/searchArea.do;jsessionid=7E8563F753D316A8186F1BC8B640BE01" target="_blank">Datenbank</a> der GEMA nicht nur die jamaikanischen Musiker <a href="http://www.independent.co.uk/news/obituaries/brent-dowe-465304.html" target="_blank">Brent Dowe</a> und <a href="http://www.themelodians.net/Bio.html" target="_blank">Trevor McNaughton</a> als Komponisten und Textdichter des Stücks aufgelistet sind, sondern auch der Boney-M.-Produzent <a href="http://www.echopop.de/der_echo/die_preistraeger?eid=9" target="_blank">Frank Farian</a> sowie dessen Mitarbeiter Hans-Jörg Mayer (der sich hinter dem Pseudonym  &#8220;George Reyam&#8221; verbirgt). Außerdem wird noch ein ominöser &#8220;DP&#8221; als  Textdichter genannt.<a name="l_1"></a><a title="Literatur" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36901/lit.html#l_1" target="_blank">[1]</a></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1382" title="36901_1" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/05/36901_1.jpg" alt="" width="280" height="278" /></p>
<p>Farian hatte das Stück 1978 in einer langsamen <a title="YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=J2j0MUCf6_E" target="_blank">Disco-Version</a> veröffentlicht und damit sehr viel mehr Erfolg als Brent Dowe und  Trevor McNaughton mit ihrer 1969 aufgenommenen Rocksteady-Version, für  deren Betextung sie auf die Psalmen 137,1-9 und 19,14 zurückgriffen. Die  beiden Versionen lassen sich zwar auseinanderhalten, aber was genau die  deutlich jüngere Boney-M.-Einspielung zur kompositorischen  Eigenleistung erheben soll, bleibt offen. Auch deshalb, weil die GEMA  für kleine Veränderungen an Stücken die spezielle Kategorie &#8220;Bearbeiter&#8221;  hat, in der aber nur Farians Arrangeur Stefan Klinkhammer eingeordnet  ist.</p>
<p>Auf dieses Rätsel angesprochen meint man bei der GEMA gegenüber Telepolis, es handele sich bei dem Boney-M-Titel <em>Rivers Of Babylon</em> um kein &#8220;Plagiat&#8221;, sondern um eine &#8220;Gemeinschaftskomposition des Autorengespanns von <em>Boney-M.</em> mit dem Autorengespann von <em>The Melodians</em>&#8220;.  So etwas sei &#8220;keine Ausnahme, sondern der Regelfall&#8221; und könne sich  ergeben, wenn Personen im Team komponieren oder wenn ein Musikwerk  nachträglich bearbeitet wird. Unbeantwortet lässt man Fragen danach,  welchen Anteil aus den Tantiemen Farian und Mayer bekommen und welchen  die Jamaikaner.</p>
<p>Es scheint deshalb nicht ausgeschlossen, dass ein findiger  Urheberrechtsanwalt eine Menge Geld verdienen könnte, wenn er die  Adressen von Trevor McNaughton und ein paar Erben in Jamaika ausfindig  macht und diese Personen kontaktiert. Die Übervorteilung von Musikern  aus einfachen Verhältnissen wäre bei der GEMA auf jeden Fall kein Novum:  Vor einigen Jahren kam heraus, dass der ehemalige GEMA-Aufsichtsrat  Egon Frauenberger sich unberechtigt als Bearbeiter des <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/30/30789/1.html" target="_blank">Kufsteinliedes</a> eintrug, wodurch ihm erhebliche Tantiemen aus den regelmäßig auf Volks-  und Vereinsfesten gespielten Schlagers zuflossen. Als die Erben  misstrauisch wurden, reagierte die Verwertungsgesellschaft, in der der  mittlerweile verstorbene Musikverleger unter anderem im  Beschwerdeausschuss saß, nicht auf deren Briefe und versuchte die  Zuständigkeit von sich zu weisen.</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36901/1.html" target="_top">http://www.heise.de/tp/artikel/36/36901/1.html</a></p>
<p>Von : <a title="Weitere Artikel von Peter Mühlbauer" href="http://www.heise.de/tp/autor/petermhlbauer/default.html">Peter Mühlbauer</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;      <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/politik/default.html">Politik</a> &gt;    <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/copy/default.html">Copyright</a></p>
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		<title>Eine weitere liberale Partei?</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 14:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Déi Greng]]></category>
		<category><![CDATA[DP]]></category>
		<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Kommentar zur möglichen Entwicklung der Piraten. <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/04/eine-weitere-liberale-partei/">Weiderliesen: Eine weitere liberale Partei?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="blocon">
<p>Für eine Partei, die gerade mal in zwei Landtagen sitzt, war das Medieninteresse beim <a rel="external" href="http://www.piratenpartei.de/" target="_blank">Parteitag der Piraten</a> am Wochenende in Neumünster enorm. Der vor allem in Umfragen  prognostizierte Höhenflug, der die Partei zur drittstärksten aufsteigen  ließ, war sicher ein Grund für das große Aufgebot an Journalisten.</p>
<p>Doch das Hauptproblem der jungen Partei ist zur Zeit die eigene Perspektive. Die scheidende Geschäftsführerin <a rel="external" href="http://www.marinaslied.de/" target="_blank">Marina Weisband</a>,  die schon heute den Status als Petra Kelly der Piraten besitzt, hat das  Problem in eine Frage gefasst: &#8220;Wohin geht die Piratenpartei? Ich weiß  es nicht, und niemand hier weiß es.&#8221;</p>
<p>Die nächsten Wahlen werden zeigen, ob die Partei nur eine medial  aufgeheizte Frühjahrsblase war oder ob sich im Zuge der digitalen  Revolution &#8211; vermutlich &#8211; eine weitere liberale Partei neben der FDP und  den Grünen in Deutschland etabliert.  Die Piraten sind die Partei für  jene Liberalen, denen die FDP zu altmodisch am klassischen Handwerker  orientiert und die Grünen zu ökologisch und politisch korrekt ist. Die  Schwäche der FDP war bisher einer der Hauptgründe für den  Umfragehöhenflug der Piraten. Deswegen werden zur Zeit zwischen den drei  liberalen Formationen auch die heftigsten Kämpfe ausgefochten. Grüne  und FDP haben natürlich wenig Interesse, eine weitere Partei in ihrem  Revier grasen zu lassen. Umgekehrt sind die neuen Liberalen  interessiert, ihre Version als die zeitgemäße Variante des Liberalismus  erscheinen zu lassen.</p>
<p>Daher ist es auch mehr als politische Koketterie, dass bei den  Landtagswahlen in Schleswig Holstein Kandidaten ihre ehemalige  FDP-Mitgliedschaft werbewirksam ins Feld führen. Eher versteckt dagegen  wird <a rel="external" href="http://www.angelika-beer.de" target="_blank">Angelika Beer</a>,  die Anfang der 90er Jahre als Linksgrüne ihre Karriere begonnen hat und  unter Rot-Grün die Bundeswehr lieben lernte. Das tat sie mit einer  solchen Vehemenz, dass es den Grünen zu viel wurde und ihr trotz  mehrerer  Bemühungen eine erneute Kandidatur für die Europawahl nicht  gelang. Danach hatte sie nach eigenem <a rel="external" href="http://www.barmstedter-zeitung.de/nachrichten/norddeutschland/artikeldetail/article/1751/angelika-beer-will-endlich-alles-anders-machen.html" target="_blank">Bekunden</a> genug von Intrigen und Hinterzimmerpolitik und hofft auf die  Fortsetzung ihrer politische Karriere als Piraten-Landtagsabgeordnete  von Schleswig Holstein.</p>
<p>Mit dem neuen  Parteivorsitzenden <a rel="external" href="http://vorstand.piratenpartei.de/vorstand/bernd-schlomer/" target="_blank">Bernd Schlömer</a> dürfte Beer in dieser Frage keine Probleme haben. Der verbeamtete  Regierungsdirektor im Bundesverteidigungsministerium befürwortet  ebenfalls die Bundeswehreinsätze in Kosovo und Afghanistan, hätte  allerdings nach eigenen Bekunden auch keine Probleme, das Gegenteil zu  vertreten, wenn es die Piratenbasis so entscheidet. Als Kompromiss  könnte dann wie bei den anderen Liberalen herauskommen,  Bundeswehreinsätze dann abzulehnen, wenn sie nicht im wirtschaftlichen  und geopolitischen Interesse Deutschlands sind.</p>
<p>Schlömer, der eine weitere Professionalisierung der Partei  angekündigt und eine Regierungsbeteiligung ausdrücklich nicht  ausgeschlossen hat, dürfte die Entwicklung der Piraten zu einer neuen  FDP beschleunigen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat  mittlerweile auch registriert, dass sich hinter dem Freibeutersymbol  Liberale verbergen, die möglicherweise für die Interessen der  Lobbyverbände der Unternehmer ein offenes Ohr haben. Der BDI-Vorsitzende  kann sich Gespräche mit der neuen Partei über deren Programm <a rel="external" href="http://www.dradio.de/nachrichten/201204290800/3" target="_blank">vorstellen</a> und die ersten Lobbyverbände waren schon am Parteitag <a rel="external" href="http://www.taz.de/Lobbyisten-auf-dem-Piratenparteitag/%2192404/" target="_blank">anwesend</a>.  Zunächst müssen die Piraten aber liefern und das  Umfragehoch in  konkrete Wählerstimmen bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und  Nordrhein-Westfalen verwandeln.</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/151901" target="_top">http://www.heise.de/tp/blogs/8/151901</a></p>
<p>Von : <a title="Weitere Artikel von Peter Nowak" href="http://www.heise.de/tp/autor/peternowak/default.html">Peter Nowak</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;    <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/news/pnews">Politik-News</a></p>
</div>
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		<title>GEMA gegen YOUTUBE</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 12:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Kompa]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutsche Verwertungsgesellschaft pokert hoch <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/04/gema-gegen-youtube/">Weiderliesen: GEMA gegen YOUTUBE</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei mächtige, gierige und vielen verhasste Organisationen, die beide  jeweils parasitäre Geschäftsmodelle im Bereich des Urheberrechts  verfolgen, trafen am Freitag am Landgericht Hamburg aufeinander. Die  eine Organisation ist eine gigantische Datenbank, zu der auch die  Hostingplattform Youtube gehört und sich <a title="YouTube" href="https://www.youtube.com/watch?v=R7yfV6RzE30" target="_blank">für &#8220;not evil&#8221; hält</a>.  Sie betreibt eine Art kulturellen Kommunismus, in dem sie kostenlos  Informationen vermittelt, lagert und verteilt. Doch wo immer man etwas  kostenlos bekommt, ist man nicht der Kunde, sondern das Produkt: Die  Nutzer zahlen mit ihren Daten, sowie mit dem Konsum von Werbung.</p>
<p>Während die eine Organisation die Welt beschenkt und  sich beschenken lässt, verfolgt die andere Organisation den  kapitalistischen Ansatz, in dem Güter nur gegen Geld geteilt und  notfalls künstlich verknappt werden &#8211; für Musik im Zeitalter der  Digitalkopie ein anachronistisch anmutendes Konzept.</p>
<p>Um an der Nutzung von Werken wirksam zu partizipieren,  überwacht diese Organisation die gesamte Bundesrepublik. Sie sendet  Späher in Diskotheken und Tanzschulen, um deren Fläche zu vermessen,  bedient sich Denunzianten, um Veranstalter der Musiknutzung zu  überführen und beschnüffelt das Internet. Gerichte statten sie sogar mit  einer Beweislastumkehr dafür aus, dass es sich bei verwendeter Musik um  Material handelt, das zu ihrem Wahrnehmungsrepertoire gehöre.</p>
<h2>Geschenke</h2>
<p>Beide Organisationen beschenken die Urheber.</p>
<p>Die eine bietet den Künstlern eine kostenlose Plattform  für Bekanntheitsgrad, wie es traditionell Radio und TV taten. Während  früher Produzenten die DJs und Redakteure dafür schmierten, Stücke so  oft vor der Zielgruppe zu spielen und Künstler in Shows einzuladen, bis  sie Wiedererkennungs- und damit Marktwert erfuhren, kann man heute sogar  allein auf Youtube berühmt werden (wenn auch häufig <a title="YouTube" href="https://www.youtube.com/watch?v=mofPBWZ5Sfk" target="_blank">unfreiwillig</a>). Künstler wie die Berliner Sängerin <a title="YouTube" href="https://www.youtube.com/watch?v=F8UowGkdwwU&amp;feature=relmfu" target="_blank">Zoe Leela</a> versuchen diesen Ansatz. Selbst Plattenlabels bewerten das Internet als einen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Sony-Music-Das-Internet-ist-fuer-uns-ein-Segen-1441156.html" target="_blank">&#8220;Segen&#8221;</a>.</p>
<p>Die andere Organisation beschenkt die Künstler mit dem  Großteil des von ihr bei Musiknutzern abkassierten Geldes. &#8220;Schenken&#8221;  deshalb, weil die Künstler nicht für eine konkrete Dienstleistung  bezahlt werden, sondern dafür, dass jemand ihr bereits längst  geschaffenes Werk konsumiert oder weiter nutzt. Geldverdienen im Schlaf  sozusagen. Sowie das Werk kopiert werden kann, so soll auch die  Gegenleistung kopiert werden, allerdings materiell. Während  normalerweise im Wirtschaftsleben die Gegenleistung für eine Ware oder  Dienstleistung zeitnah realisiert wird und schuldrechtliche Ansprüche  nach wenigen Jahren sogar verjähren, wollen Urheber ein Leben lang und <a href="http://dejure.org/gesetze/UrhG/64.html" target="_blank">danach noch einmal 70 Jahre</a> für ihr Werk honoriert werden.</p>
<p>Für die Künstler erweist sich das Geschäftsmodell der  GEMA nur bedingt als ertragreich. Im Durchschnitt entfiel auf jeden der  ca. 64.000 GEMA-Künstler pro Jahr knapp 11.500,- € Brutto, was allein  zum Leben kaum ausreicht. Doch selbst diese Zahl erweckt einen stark  verzerrten Eindruck, denn den Löwenanteil teilen sich ohnehin nur sehr  wenige GEMA-Berechtigte, eben die Stars. Die unkreativen Geldeintreiber  der GEMA allerdings lassen sich ihren Liebesdienst üppig vergüten,  fuhren etwa 2010 <a title="PDF" href="https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Presse/Publikationen/Geschaeftsbericht/geschaeftsbericht_2010.pdf" target="_blank">für sich selbst 127 Millionen Euro ein</a> (ca. 15% des Gesamtumsatzes). Irgendwo muss ja schließlich auch das  Jahresgehalt für den unkreativen GEMA-Chef herkommen, der sich locker  mal eben <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34218/1.html" target="_blank">380.000 Euro ausbezahlt</a>.</p>
<h2>Geschacher</h2>
<p>Die GEMA möchte nun bei Youtube mitverdienen &#8211; nach Art  des Hauses parasitär. Wenn ein Konzertveranstalter an die GEMA latzt,  beteiligt sich die GEMA ja auch nicht am Risiko, ob das Konzert rentabel  verläuft &#8211; da wäre es ja noch schöner, müsste man sich etwa an den  Hostingkosten von Youtube beteiligen. Während für Radio pro abgespieltem  Titel kassiert wird, den Tausende Hörer gleichzeitig konsumieren, will  die GEMA für jeden einzelnen Abruf die Hand aufhalten.</p>
<p>Nach ihren Preisvorstellungen sollten pro Abruf 0,6 Cent  an die Verwertungsgesellschaft fließen, was bei 63,3 Millionen Abrufen  schon mal das Gehalt des GEMA-Chefs sichern würde. Dass Youtube durchaus  bereit ist, die Künstler zu beteiligen, steht außer Frage, denn in über  40 Ländern kamen Vereinbarungen mit Musikverwertungsgesellschaften  bereits zustande. Doch offenbar scheint die Gier der GEMA besonders groß  zu sein &#8211; was vermutlich kaum jemanden wundern dürfte, der jemals mit  der deutschen Musik-Wahrnehmungsgesellschaft zu tun hatte.</p>
<p>Nachdem beide Organisationen lähmend lange Verhandlungen  führten, trafen sich die Kontrahenten an dem für Immaterialgüterrechte  bizarrsten Ort der Welt &#8211; am Landgericht Hamburg. Dort fiel der Fall in  die Hände des Vorsitzenden Richters Steeneck, der im Gegensatz zu  manchem seiner Hamburger Kollegen durchaus als besonnen gilt. Das  Gericht lehnte die von der GEMA begehrte Einstufung als &#8220;Täterin&#8221; ab,  was eine Verantwortlichkeit für sämtliche urheberrechtsrelevanten  Handlungen nach sich gezogen hätte. Youtube hätte in diesem Fall sein  gesamtes Repertoire prüfen müssen, das von Fremden hochgeladen wurde.</p>
<p>Wie jedoch nicht anders zu erwarten, <a title="PDF" href="http://docs.dpaq.de/695-310_o_461-10__urteil_vom_20.04.12.pdf" target="_blank">erkannte das Gericht auf eine Störerhaftung</a>.  Wie jeder Blogbetreiber auch haftet damit Youtube ab Kenntnis  rechtswidriger Uploads, die insoweit für die Zukunft wirksam unterbunden  werden müssen. Dies geschieht bereits durch die eigens entwickelte  Content ID-Software, jedoch verlangt das Gericht zusätzlich auch  digitale Fingerprints der Musikstücke sowie den Einsatz eines  Wortfilters, der Werktitel und Interpret erkennen und blockieren soll.</p>
<p>Etliche Künstler mit identischen oder ähnlichen Namen  bzw. Werktiteln dürfen sich auf lustige Zeiten einstellen. Wer etwa den  Vornamen &#8220;Nicole&#8221; führt, dürfte künftig wegen einer Grand Prix-Sängerin  dieses Künstlernamens Probleme beim Upload bekommen. Aufgeweckte  Musikfreunde indes werden den Filter mit Fantasienamen zu umgehen  wissen, Konsumenten werden ohnehin auf Spezialsoftware zur Umgehung des  länderspezifischen Filters zurückgreifen.</p>
<p>Das Gericht verteilte an die GEMA auch weitere  Ohrfeigen. So hatte die GEMA für ihre Musterklage 12 Musikstücke  herausgesucht, die angeblich nicht schnell genug gesperrt worden seien.  Das wurde aber offenbar nur für sieben Stücke hinreichend plausibel  gemacht, während für fünf die Klage unschlüssig blieb. Verabschieden  werden wir uns also vorläufig von großen <a title="YouTube" href="http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/multimedia/Multimedia-Hintergrund-Lieder-die-YouTube-loeschen-muss;art2330,551014" target="_blank">Kulturgütern</a> wie Rolf Zuckowskis &#8220;Im Kindergarten (1994).</p>
<p>Zu den Blindgängern der Klage gehört immerhin &#8220;Rivers of Babylon&#8221; von Boney M. (1978), wobei der Filter offenbar <a title="YouTube" href="https://www.youtube.com/results?hl=de&amp;rlz=1G1GGLQ_DEDE273&amp;q=Rivers+of+Babylon&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;tab=w1" target="_blank">gerade Wochenende hat</a> und daher die Klage bei entsprechendem Vortrag und Beweisangebot  eigentlich schlüssig hätte sein müssen. Auch der Mirelle Mathieu-Titel  &#8220;Akropolis adieu&#8221;, den Christian Bruhn komponierte, ist <a title="YouTube" href="https://www.youtube.com/results?search_query=%E2%80%9EAkropolis+adieu%E2%80%9C&amp;oq=%E2%80%9EAkropolis+adieu%E2%80%9C&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;gs_nf=1&amp;gs_l=youtube-psuggest.3...111554.111554.0.111755.1.1.0.0.0.0.180.180.0j1.1.0." target="_blank">aktuell noch sicht- und hörbar</a> (wenn man das wirklich will &#8230;).</p>
<p>Komponist Bruhn dürfte zu den handverlesenen Künstlern gehören, die sich über die GEMA kaum beklagen werden, saß er doch <a href="http://www.vvb.de/autoren/B/8345/reportAutor" target="_blank">ab 1982 in deren Aufsichtsrat</a>. System verstanden! Hoffentlich verrät Bruhn niemand, dass sein <a title="YouTube" href="https://www.youtube.com/watch?v=dcjhpETolG0" target="_blank">vermutlich bestes Werk</a> ebenfalls noch auf Youtube zu finden ist. Es wäre doch schade, wenn  kommende Generationen das Werk nicht mehr kennen lernen, nur weil die  zugehörige Zeichentrickserie aufgrund anspruchsvollerer Sehgewohnheiten  nicht mehr im TV zu sehen sein wird.</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36809/1.html" target="_top">http://www.heise.de/tp/artikel/36/36809/1.html</a></p>
<p>Von <a title="Weitere Artikel von Markus Kompa" href="http://www.heise.de/tp/autor/markuskompa/default.html">Markus Kompa</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;      <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/medien/default.html">Medien</a></p>
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		<item>
		<title>Piraten aus allen Ländern der Welt treffen sich zur Konferenz der &#8216;Pirate Parties International&#8217; 2012 in Prag</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/04/piraten-aus-allen-landern-der-welt-treffen-sich-zur-konferenz-der-pirate-parties-international-2012-in-prag/</link>
		<comments>http://www.daisymupp.net/2012/04/piraten-aus-allen-landern-der-welt-treffen-sich-zur-konferenz-der-pirate-parties-international-2012-in-prag/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 09:43:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.daisymupp.net/?p=1379</guid>
		<description><![CDATA[<p>Von 14. bis 15. April verwandelt sich Prag in die Hauptstadt der Piratenparteien. Vertreter aus mehr als 20 Ländern treffen sich zur Generalversammlung der Dachorganisation der Piratenparteien (PPI) in der tschechischen Republik.</p>
<p>Sven Clement und Jerry Weyer werden die Piratenpartei Luxemburg in Prag vertreten. Jerry Weyer, Co-Vorsitzender der PPI von 2010 bis 2011 dazu: &#8220;Die Piraten sind <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/04/piraten-aus-allen-landern-der-welt-treffen-sich-zur-konferenz-der-pirate-parties-international-2012-in-prag/">Weiderliesen: Piraten aus allen Ländern der Welt treffen sich zur Konferenz der &#8216;Pirate Parties International&#8217; 2012 in Prag</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von 14. bis 15. April verwandelt sich Prag in die Hauptstadt der Piratenparteien. Vertreter aus mehr als 20 Ländern treffen sich zur Generalversammlung der Dachorganisation der Piratenparteien (PPI) in der tschechischen Republik.</p>
<p>Sven Clement und Jerry Weyer werden die Piratenpartei Luxemburg in Prag vertreten. Jerry Weyer, Co-Vorsitzender der PPI von 2010 bis 2011 dazu: &#8220;Die Piraten sind eine internationale Bewegung. Die Pirate Parties International Konferenz beweist, dass es weltweit ein Verlangen nach mehr Demokratie, Bürgerbeteiligung, Transparenz und dem Austausch von Wissen und Kultur gibt.&#8221;</p>
<p>Die Luxemburger Piraten werden sich an der zweitägigen Konferenz vor allem mit den Themen einer europäischen Piratenpartei und der weltweiten Vernetzung der Kampagnen gegen ACTA beschäftigen.</p>
<p>-</p>
<p>Komplette Pressemitteilung der Pirate Parties International:</p>
<p>Von 14. bis 15. April verwandelt sich Prag in die Hauptstadt der Piratenparteien. Vertreter aus mehr als 20 Ländern treffen sich zur Generalversammlung der Dachorganisation der Piratenparteien (PPI) in der tschechischen Republik.</p>
<p>Während dieser Konferenz wird die Generalversammlung &#8211; höchstes Organ der PPI &#8211; über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheiden, einen neuen Vorstand wählen sowie Statutenänderungen diskutieren und abstimmen. Zusätzlich werden parallel Diskussionen und Planungen über das Entstehen einer europäischen Piratenpartei stattfinden.</p>
<p>Ivan Bartos, Vorsitzender der organisierenden tschechischen Piratenpartei, sagt: &#8220;Dieses Treffen ist eines der wichtigsten im ganzen Jahr. Wir sind stolz darauf, dass wir es in Prag organisieren dürfen. Piraten von überall auf der Erde wird es möglich sein die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzusprechen  für die andere politische Parteien die nur in der analogen Welt leben keine Antworten finden würden.&#8221;</p>
<p>Die Highlights der Konferenz sind die Reden von<br />
Amelia Andersdotter (Mitglied des europäischen Parlaments für die schwedische Piratenpartei),<br />
Laurence Vandewalle (Politische Beraterin im europäischen Parlament für die Grünen/EFA Fraktion),<br />
Cory Doctorow (Schriftsteller, Blogger, Journalist, Mitherausgeber von Boing Boing und bekannter Urheberrechtskritiker,<br />
Fabio Reinhardt (Vertreter der deutschen Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus),<br />
Rick Falkvinge (Gründer der ersten Piratenpartei in Schweden).</p>
<p>&#8220;Die Piratenbewegung wächst rasant &#8211; derzeit existieren Piratenparteien in fast 50 Ländern weltweit. Die Piratenparteien sind mehr als nur nationale politische Akteure, wir sind eine globale, politische und soziale Bewegung!&#8221;, sagt Lola Voronina, Geschäftsführerin der PPI. &#8220;Die PPI Konferenz 2012 ist die perfekte Möglichkeit um zukünftige internationale Kampagnen vorzubereiten und piratische Ideen auszutauschen. Nicht umsonst heißt es &#8211; &#8216;Sharing is caring!&#8221;</p>
<p>Für Interessierte gibt es die Möglichkeit die PPI Konferenz via Livestream zu verfolgen: <a href="http://www.pirate-streaming.net/?page_id=93&amp;id=206">http://www.pirate-streaming.net/?page_id=93&amp;id=206</a></p>
<p>Pressemitarbeiter sind herzlichst dazu eingeladen an der Konferenz teilzunehmen. Bitte melden Sie sich unter folgendem Link an (unter Gliederung bitte &#8220;Presse&#8221; angeben): <a href="https://ppiga.pirati.cz/de:start">https://ppiga.pirati.cz/de:start</a> Der Zeitplan und nähere Informationen über die Konferenz befinden sich hier: <a href="http://int.piratenpartei.de/PPI_Conference_2012">http://int.piratenpartei.de/PPI_Conference_2012</a></p>
<p>Für weitere Fragen über die PPI Konferenz 2012 kontaktieren Sie bitte:<br />
Lola Voronina, Geschäftsführerin, Piratenpartei International, +420 608 504 570<br />
Mikulas Ferjencik, Vize-Präsident, Tschechische Piratenpartei, +420 737 943 770</p>
<p>-<br />
Die Piratenpartei International (PPI) ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), welche sich das Ziel gesetzt hat ein Netz zwischen den einzelnen Piratenparteien zu spannen, um besseren Austausch, schnelle Hilfeleistungen und gemeinsame Aktionen zu ermöglichen. Offiziell gegründet wurde die PPI während der Konferenz in Brüssel (16.-18. April 2010).</p>
<p><a href="http://www.pp-international.net/">http://www.pp-international.net/</a></p>
<p>===<br />
Pressekontakte:<br />
(+352) 661 86 04 01 (Jerry Weyer)<br />
(+352) 621 632 118 (Sven Clement)<br />
===<br />
Über die Piratenpartei Luxemburg</p>
<p>Die Piratenpartei Luxemburg setzt sich seit ihrer Gründung im Oktober 2009 für den Schutz der Bürgerrechte, insbesondere den Schutz der Privatsphäre und einen erhöhten Datenschutz, ein. Die Piratenpartei fordert außerdem eine größere Transparenz des Staatsapparates, sowie den freien Zugang zu öffentlichen Informationen und Bildungsmaterialien. Darüber hinaus fordert die Piratenpartei eine grundlegende Reform des Urheberrechts und des Patentwesens.</p>
<p>Als Mitglied einer internationalen Bewegung nimmt die Piratenpartei Luxemburg aktiv an internationalen Konferenzen und Aktionen teil. Grundlegendes Prinzip ist die Basisdemokratie, die es jedem Mitglied der Partei erlaubt ihre Zukunft mit zu gestalten.</p>
<p>Piratepartei Lëtzebuerg<br />
1, Sonnestrooss,<br />
L-5683 Dalheim</p>
<p><a href="http://www.piratepartei.lu">www.piratepartei.lu</a><br />
<a href="mailto:ahoi@piratepartei.lu">ahoi@piratepartei.lu</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		<title>La recette gagnante d&#8217;un jardin slow</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/04/la-recette-gagnante-dun-jardin-slow/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 07:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Farming]]></category>
		<category><![CDATA[Ecologie]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Slowfood]]></category>

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		<description><![CDATA[Les enseignements du projet Mille jardins en Afrique en dix étapes… <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/04/la-recette-gagnante-dun-jardin-slow/">Weiderliesen: La recette gagnante d&#8217;un jardin slow</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1330" title="PAO_0942" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/04/PAO_0942.jpg" alt="" width="250" height="180" />Les enseignements du projet Mille jardins en Afrique en dix étapes…</p>
<p>L&#8217;ambitieux projet de créer 1000 jardins en Afrique a dépassé la  mi-parcours : les jardins sont déjà 567 et leur nombre ne cesse  d&#8217;augmenter !<br />
Voici dix règles qui permettent de réaliser un jardin bon, propre et  juste dans n&#8217;importe quel endroit du monde. Il s&#8217;agit de règles simples,  élaborées grâce à l&#8217;expérience et aux compétences de celles et ceux qui  travaillent sur le terrain.</p>
<p><strong>1. Réunir l&#8217;équipe idéale</strong><br />
La première chose à faire pour réaliser un jardin communautaire qui  fonctionne est d&#8217;y faire participer la communauté, en faisant appel aux  capacités de chacun. En effet, la communauté est une réserve infinie de  savoirs et de savoir-faire.<br />
Souvent, les personnes âgées possèdent de précieuses connaissances  relatives aux aliments traditionnels, ils savent comment combattre les  insectes nocifs par des méthodes naturelles et ainsi de suite. Dans l&#8217;un  des jardins de Guinée Bissau, par exemple, un vieil homme a indiqué aux  coordinateurs du projet une plante autochtone capable de protéger le  jardin contre les termites. Personne parmi les jeunes ou les experts ne  connaissait ce remède.<br />
Les paysans savent comment cultiver et travailler leur terre du mieux  possible en fonction de leur climat. Les enseignants peuvent contribuer à  l&#8217;élaboration d&#8217;activités éducatives complémentaires. Les médias locaux  peuvent raconter l&#8217;histoire du projet. Les agronomes sont capables de  fournir des explications scientifiques et une assistance technique. Les  jeunes ont l&#8217;énergie et l&#8217;esprit d&#8217;initiative pour agir.</p>
<p><strong>2. Observer avant de faire</strong><br />
Apprendre de l&#8217;histoire et d&#8217;autres expériences positives. Visitez les  jardins scolaires et communautaires des environs pour apprendre de leurs  réussites et de leurs erreurs. Observez attentivement votre territoire  pour découvrir les variétés locales, sauvages et cultivées. Prenez part à  des programmes et à des organisations qui mènent des projets  alimentaires durables.</p>
<p><strong>3. Repérez un terrain disponible</strong><br />
Il ne doit pas forcément s&#8217;agir d&#8217;une surface très importante. Au  Sénégal, la Mbao High School a réalisé un jardin dans le terrain compris  dans le périmètre de l&#8217;école, créant ainsi une longue parcelle en forme  de L. Observez cet espace avec un œil créatif et repérez le terrain qui  peut être cultivé (un toit ? une ruelle ?). Vous pouvez aussi demander  conseil ou vous adresser aux institutions de la commune, susceptibles de  mettre des terrains à disposition.</p>
<p><strong>4. Protégez le jardin</strong><br />
Avant de mettre les mains dans la terre, développez un projet qui  définisse les zones réservées aux plates-bandes, aux allées, au dépôt  des outils, etc. Les paysans et les agronomes de l&#8217;équipe apporteront  une précieuse contribution lors de cette phase, puisqu&#8217;ils savent où  chaque espèce pourra pousser au mieux et quelles plantes il est  préférable de planter ensemble.</p>
<p><strong>5. Choisissez quoi cultiver</strong><br />
Privilégiez les variétés traditionnelles, plus adaptées au climat et au  terrain car elles s&#8217;y sont acclimatées au cours des siècles grâce à la  sélection opérée par l&#8217;homme. Les variétés traditionnelles préservent la  biodiversité, sont plus résistantes et nécessitent moins d&#8217;engrais et  de pesticides. Par conséquent, elles sont plus durables du point de vue  écologique et économique. Si vous ne savez pas comment vous les procurer  (les paysans ne les cultivent parfois plus), tentez de vous adresser  aux sociétés horticoles et aux groupes qui s&#8217;occupent de la conservation  des graines.</p>
<p><strong>6. Procurez-vous les semences</strong><br />
Si les pépinières locales ne disposent pas de variétés locales ou  traditionnelles, de nombreux endroits vous permettront de récupérer des  semences : banques de graines, instituts de recherche ou paysans  eux-mêmes. L&#8217;un des principaux objectifs du jardin est de produire de  manière autonome ses propres graines, en atteignant petit à petit le  statut d&#8217;autosuffisance. Les graines peuvent aussi être produites par  les jardins voisins et échangées, au sein de la communauté ou avec les  communautés voisines. En Ouganda, par exemple, l&#8217;école maternelle de  Buiga Sun Rise a commencé à produire des graines il y a quelques années,  mais elle en récoltait toujours plus que nécessaire à la récolte  suivante. La solution ? Elle donne ses excédents de graines aux écoles  voisines qui n&#8217;en disposent pas, et qui complètent l&#8217;échange la saison  suivante sous forme de graines différentes.<br />
<strong><br />
7. Procurez-vous les outils</strong><br />
Faites une liste des outils essentiels à débuter les travaux et des  objets que vous voudrez acheter ensuite. De cette manière, la récolte  des fonds nécessaires au jardin pourra advenir en plusieurs phases  successives. Demandez conseil aux entreprises locales. Utilisez au mieux  ce que vous avez déjà, demandez aux membres de la communauté de  chercher au fond de leurs débarras. En République Démocratique du Congo,  par exemple, les paysans de Kinshasa amènent souvent leurs propres  râteaux, pelles ou arrosoirs avec eux lorsque c&#8217;est nécessaire, et  mettent leur argent en commun pour acheter le reste.</p>
<p><strong>8. Utilisez des méthodes durables</strong><br />
Les substances naturelles pour améliorer la fertilité du sol et  combattre les insectes nocifs et les maladies sont efficaces si elles  s&#8217;inscrivent dans un système complet, qui prévoit aussi la rotation des  cultures (en évitant de cultiver la même espèce dans la même section du  jardin pendant plusieurs années consécutives : planter des tomates là où  poussaient des tomates, par exemple) et les cultures associées (où les  plantes sont capables de s&#8217;aider mutuellement).</p>
<p><strong>9. Faites du jardin une salle de classe en plein air</strong><br />
Les jardins sont une excellente possibilité de faire découvrir aux  adultes et aux enfants les variétés végétales autochtones, les méthodes  de culture écologiques et l&#8217;importance d&#8217;un régime alimentaire varié.  Grâce à leur caractère inter-disciplinaire, ils permettent d&#8217;étudier  plusieurs matières à la fois : l&#8217;histoire, grâce aux traditions  culturelles et aux plantations ; la géographie, en partant de l&#8217;origine  des produits ; les mathématiques et la géométrie, lors de la  planification du jardin et du calcul de la valeur prévisionnelle de la  récolte. Les étudiants d&#8217;un jardin en Afrique du Sud, par exemple, ont  étudié en classe le cycle de vie des papillons avant d&#8217;aller dans un  champ pour observer les larves et les cocons. En outre, les jardins  offrent aux enfants la possibilité d&#8217;étudier des thèmes qui ne seraient  autrement pas abordés en classe, comme les traditions alimentaires et la  nutrition correcte.</p>
<p><strong>10. Amusez-vous !</strong><br />
Selon la philosophie de Slow Food, la responsabilité doit aller de pair  avec le plaisir. Que serait un jardin bon, propre et juste sans une  bonne dose de plaisir ? Les jardins peuvent renforcer les communautés,  transmettre un sentiment d&#8217;appartenance à ses membres et réunir les  générations et les groupes sociaux. Ils créent des moments de  convivialité, de solidarité et d&#8217;amitié.<br />
En Ouganda, par exemple, le convivium de Mukono organise chaque année la  fête des fruits et des jus : les enfants de l&#8217;école locale préparent  des jus de fruits frais et mangent les fruits ramassés dans les jardins  de l&#8217;école en profitant de cette journée avec leurs parents, les  enseignants et les dirigeants locaux.</p>
<p><strong>Qu&#8217;attendez-vous ? Suivez nos amis du projet, de la Tunisie à l&#8217;Afrique du Sud, relevez vos manches et commencez à semer !</strong></p>
<p><strong>Pour soutenir le projet Mille Jardins en Afrique ou pour adopter un jardin, rendez-vous sur le site <a href="http://fondazioneslowfood.com/pagine/ita/orti/cerca.lasso?-id_pg=30" target="_blank">www.slowfoodfoundation.org</a> </strong></p>
<p><strong>Pour des directives détaillées relatives à la création d&#8217;un jardin, <a href="http://www.slowfoodfoundation.com/pagine/eng/orti/pagina.lasso?-id_pg=33" target="_blank">consultez le </a><a href="http://www.slowfoodfoundation.com/pagine/eng/orti/pagina.lasso?-id_pg=33" target="_blank">vademecum des Mille Jardins en Afrique</a></strong></p>
<p><strong>Découvrez ici les <a href="http://www.terramadre.org/pagine/attivita/www.slowfood.com/education%20%3Cbr%3Ehttp://www.slowfood.com/education/pagine/eng/pagina.lasso?-id_pg=4&amp;-session=terramadre:D587F4140a0fc1713DSs59CCC36A" target="_blank">activités d&#8217;éducation Slow Food </a></strong></p>
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		<title>[Pressemitteilung Piratenpartei] Medicoleak: hilflose Reaktion des Sportministeriums auf strukturelle Probleme</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 09:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Jerry Weyer, Vize-Präsident der Piratenpartei kommentiert die Hausdurchsuchungen im Fall &#8220;Medicoleaks&#8221;:

&#8220;Wir können bestätigen, dass Ermittlungen gegen Sven Clement, Präsident der Piratenpartei, aufgenommen wurden. Details zu diesen Ermittlungen können wir aufgrund des laufenden Verfahrens nicht kommentieren. Beunruhigend ist jedoch, dass drei Monate nach den Vorfällen die Ressourcen vorhanden sind, Strafverfahren einzuleiten, die Medico-Datenbank allerdings aufgrund der Uneinsichtigkeit <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/04/pressemitteilung-piratenpartei-medicoleak-hilflose-reaktion-des-sportministeriums-auf-strukturelle-probleme/">Weiderliesen: [Pressemitteilung Piratenpartei] Medicoleak: hilflose Reaktion des Sportministeriums auf strukturelle Probleme</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jerry Weyer, Vize-Präsident der Piratenpartei kommentiert die Hausdurchsuchungen im Fall &#8220;Medicoleaks&#8221;:<br />
<span id="more-1377"></span><br />
&#8220;Wir können bestätigen, dass Ermittlungen gegen Sven Clement, Präsident der Piratenpartei, aufgenommen wurden. Details zu diesen Ermittlungen können wir aufgrund des laufenden Verfahrens nicht kommentieren. Beunruhigend ist jedoch, dass drei Monate nach den Vorfällen die Ressourcen vorhanden sind, Strafverfahren einzuleiten, die Medico-Datenbank allerdings aufgrund der Uneinsichtigkeit von Sportminister Schneider weiterhin nicht sicherer geschützt ist. Passwörter ändern und Kurse zum besseren Verhalten von Passwörtern sind eine hilflose Reaktion auf die Fahrlässigkeit der Regierung in Planung und Verwaltung einer Datenbank. Die strafrechtliche Verfolgung der mutmaßlichen Überbringer der schlechten Nachricht ist ein Schritt in<br />
die falsche Richtung und wird am Kern des Problems nichts ändern.&#8221;</p>
<p>===<br />
Pressekontakte:<br />
(+352) 661 86 04 01 (Jerry Weyer)<br />
(+352) 621 632 118 (Sven Clement)<br />
===<br />
Über die Piratenpartei Luxemburg</p>
<p>Die Piratenpartei Luxemburg setzt sich seit ihrer Gründung im Oktober 2009 für den Schutz der Bürgerrechte, insbesondere den Schutz der Privatsphäre und einen erhöhten Datenschutz, ein. Die Piratenpartei fordert außerdem eine größere Transparenz des Staatsapparates, sowie den freien Zugang zu öffentlichen Informationen und Bildungsmaterialien. Darüber hinaus fordert die Piratenpartei eine grundlegende Reform des Urheberrechts und des Patentwesens.</p>
<p>Als Mitglied einer internationalen Bewegung nimmt die Piratenpartei Luxemburg aktiv an internationalen Konferenzen und Aktionen teil. Grundlegendes Prinzip ist die Basisdemokratie, die es jedem Mitglied der Partei erlaubt ihre Zukunft mit zu gestalten.</p>
<p>Piratepartei Lëtzebuerg<br />
1, Sonnestrooss,<br />
L-5683 Dalheim</p>
<p><a href="http://www.piratepartei.lu">www.piratepartei.lu</a><br />
<a href="mailto:ahoi@piratepartei.lu">ahoi@piratepartei.lu</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		<title>Phase 3</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:29:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Kompa]]></category>
		<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Piratenpartei wird bekämpft <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/04/phase-3/">Weiderliesen: Phase 3</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ein Gespenst geht um in Europa &#8211; doch es ist nicht das <a href="https://de.wikisource.org/wiki/Manifest_der_Kommunistischen_Partei_%281848%29" target="_blank">Gespenst von 1848</a>, das eine Revolution wollte, sondern eine Art <a title="YouTube" href="https://www.youtube.com/watch?v=M3D0JvYJkGc" target="_blank">Pac-Man-Geist</a>,  der dem Urheberrecht und der Demokratie in einer Evolution ein Update  verpassen möchte. Statt Manifest und Diktatur bietet er Liquid Democracy  und Basisdemokratie. Doch inzwischen hat der unersättliche Pac-Man der  Verwertungsindustrie die Kraftpille gefressen und jagt umgekehrt die nun  von ihm einfarbig gemachten Schreckgespenster.</p></blockquote>
<h3>&#8220;Zuerst ignorieren sie dich, &#8230;&#8221;</h3>
<p>Die bevorstehende Wahl in NRW, der Signalwirkung für die  Bundestagswahl beigemessen wird, stellt für die Piratenpartei in  mehrfacher Hinsicht die bislang größte Herausforderung dar. 2009 konnte  man sie bei der Europawahl und Bundestagswahl als Kleinpartei abtun und  in der Wahlkampfberichterstattung ignorieren. Bei der NRW-Wahl von 2010  ließ sich das Anliegen der daher kaum wahrgenommenen &#8220;Internet-Partei&#8221;  mit dem Label &#8220;Kinderpornograhie&#8221; diskreditieren &#8211; eine Strategie die  nach der parteiübergreifenden Abkehr von den aberwitzigen  Internetsperren heute nicht mehr ziehen würde.</p>
<h3>&#8220;&#8230; dann lachen sie über dich, &#8230;&#8221;</h3>
<p>Dampfplauderer Ulrich Wickert, der von Urheberrecht in etwa so viel Ahnung hat wie <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/posse-um-cdu-politiker-heveling-wie-boese-ist-das-internet-1.1271331" target="_blank">Ansgar Heveling vom Internet</a>, hielt 2009 die Vision, die Piratenpartei bekäme 5,1 %, für <a title="YouTube" href="https://www.youtube.com/watch?v=1bNUtsTf3Yo" target="_blank">&#8220;kabarettistisch&#8221;</a> &#8211; nahm den politischen Mitbewerber jedoch wenigstens wahr. Jede Stimme für die Piraten sei <a title="YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&amp;v=aC4phBkladQ#t=46" target="_blank">im Gulli</a>,  tönte ein Politiker, dessen Partei der Berliner Gulli prompt aus dem  Abgeordnetenhaus verwies. Nunmehr hat die Piratenpartei nicht nur den  Einzug in zwei Landesparlamente geschafft, sondern bringt es als erste  nicht im Bundestag vertretene Partei <a href="http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend1506.html" target="_blank">im &#8220;Deutschlandtrend&#8221; auf zweistellige Zustimmungswerte</a>. Der Einzug ins Düsseldorfer Parlament ist nunmehr Pflicht.</p>
<p>Inzwischen nehmen die Medien &#8211; genauer: die Printmedien &#8211;  die Partei nicht nur ernst, sondern auch auseinander und geben sie &#8211;  durch erstaunlich schwachen Journalismus &#8211; nicht selten der  Lächerlichkeit preis. Etliche Piraten sind bereits <a href="http://www.christopherlauer.de/2012/04/08/falschzitat/" target="_blank">in die Interview-Falle getappt</a>. Beispiele gefällig?</p>
<p>Dem NRW-Vorsitzenden legte DER WESTEN die Behauptung in den Mund, die Partei fordere eine <a href="http://www.marsching.de/2012/03/21/ueber-shitstorms-halbzitate-und-menschliche-schwaechen/" target="_blank">Diätenerhöhung</a>. Dem NRW-Spitzenkandidat schob DER SPIEGEL gerade unter, er habe entgegen dem Bundesvorsitzenden <a href="http://www.vordenker.de/blog/?p=516" target="_blank">bezahlte Vorstände gefordert</a>. BILD bauscht eine unterschiedliche Ansicht zwischen einem Berliner Piraten und dem Bundesvorsitzenden <a href="http://www.bild.de/politik/inland/piratenpartei/meuterei-bei-den-piraten-23497050.bild.html" target="_blank">zur &#8220;Meuterei&#8221; auf</a> und deutet jede unterschiedliche Meinung <a href="http://www.bild.de/politik/inland/piratenpartei/versenken-sich-die-piraten-selbst-23426658.bild.html" target="_blank">als Chaos</a>. DER SPIEGEL lässt Urpirat Jens Seipenbusch <a href="https://nanuk.wordpress.com/2012/04/07/heute-ein-arschloch/" target="_blank">als intriganten Karrieristen erscheinen</a>,  obwohl der frühestens 2014 wieder für etwas kandidieren will. CICERO  sieht in Christopher Lauer einen machtaffinen Joschka Fischer (kein Link  auf das Blatt aus hygienischen Gründen). Und hätte die politische  Geschäftsführerin Marina Weisband nicht angekündigt, <a href="http://www.marinaslied.de/?p=693" target="_blank">nicht erneut zu kandidieren</a>, hätte man für sie zweifellos ein ähnliches <a title="YouTube" href="https://www.youtube.com/watch?v=FmBvUjVaPyw" target="_blank">Etikett gefunden</a>.</p>
<p>Die Piratenpolitiker sind medienunerfahrene Amateure.  Sie geben lange Interviews, ohne zu ahnen, dass sich Journalisten  vorzugsweise nur die negativen Aspekte herauspicken, denn vor allem die  haben Nachrichtenwert. Sie sprechen mit Journalisten &#8220;off the record&#8221;,  ohne sich Vertraulichkeit zusichern zu lassen. Sie geben Interviews,  ohne sich diese zur Autorisierung vorlegen zu lassen (Missverständnisse  sind in Interviews der Normalfall). Journalisten picken aus der  digitalen Kommunikation der nunmehr über 24.000 Parteimitglieder  Einzelmeinungen heraus, die skandalisiert werden. Während kein Mensch  auf die Idee käme, Pöbelei von 8jährigen auf irgendeinem Bolzplatz dem  DFB zuzuschreiben, verfügen die Piraten anscheinend über 24.000  Repräsentanten. Letztes Wochenende entdeckte man sogar ein <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/151759" target="_blank">Sexismus-Problem</a> &#8211; das es so oder ähnlich leider in allen Parteien und Gruppierungen  gibt, insbesondere da, wo anonyme Kommunikation erlaubt ist. Wie viele  weibliche Chefredakteure haben denn eigentlich die namhaften Zeitungen  geboten? Und sind die Witze, die männliche Journalisten der  Qualitätsmedien nach dem zweiten Bier reißen, durchgängig political  correct?</p>
<p>Ironischerweise könnten solch negative Schlagzeilen der  Piratenpartei bei Wählern und bislang überzeugten Nichtwählern, die von  den glatten PR-Inszenierungen der konventionellen Wahlstimmen-Anbiederer  abgestoßen wurden, sogar Sympathien einbringen. So peinlich diese in  der Öffentlichkeit ausgetragenen Parteiinterna auch sein mögen, sie  kommunizieren Transparenz und Ehrlichkeit &#8211; ein erklärtes  Piratenanliegen.</p>
<h3>&#8220;&#8230; dann bekämpfen sie dich &#8230;&#8221;</h3>
<p>In diesen Wochen nun ist definitiv &#8220;Phase 3&#8243; des berühmten Gandhi-Zitats angelaufen. Waffentragende Journalisten <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36660/1.html" target="_blank">nehmen die Maske ab</a>, Verkäufer von bedrucktem Papier <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/151743" target="_blank">erklären offen die Feindschaft</a>, das Hausblatt industrieller Krämerseelen schickt <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/151756" target="_blank">eine Hundertschaft vorgebliche Kronzeugen geprellter Urheber</a> ins Feld, nachdem dort 51 kriminell schlecht informierte Tatort-Autoren beim digitalen Schusswechsel <a href="http://ccc.de/updates/2012/drehbuchautoren" target="_blank">ausgeschaltet wurden</a>, ganz zu schweigen vom unglücklichen Sven Regener, der <a href="https://11k2.wordpress.com/2012/03/22/sven-regener-du-erzahlst-unsinn-und-ich-erklar-dir-warum/" target="_blank">gegen den Wind pinkelte</a>.</p>
<p>Die Möchtegern-Enthüllungsreporter des Cicero, die sogar <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/detektive-im-netz-jasmine-oder-jasmin-11705643.html" target="_blank">mit googeln überfordert</a> sind, weigern sich hartnäckig, eine verlangte und von Gesetzes wegen  geschuldete Gegendarstellung für ihr Totalversagen anzubieten &#8211; pikant,  denn ursprünglich hatte Cicero einer Piratin am Zeug geflickt,  ausgerechnet ihre digitalen Spuren zu verwischen, versteckt selbst aber  seine halbherzige wie unvollständige redaktionelle Richtigstellung auf  Seite 3, die eine Woche nach dem versuchten Rufmord ohnehin keiner mehr  anklicken wird.</p>
<p>Doch in Wirklichkeit geht es der Printesse gar nicht um die Auseinandersetzung <a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachwandel/2012-04-06/offener-brief-an-die-contentindustrie" target="_blank">in der Sache</a>.  Auch diese Leute sind nicht so naiv, wie sie sich geben, sondern wissen  selbstverständlich ganz genau, dass es den Begriff &#8220;geistiges Eigentum&#8221;  im deutschen Recht gar nicht gibt. Sie wissen auch, dass die Piraten  das Urheberrecht keineswegs abschaffen wollen.</p>
<p>Die 51 Tatort-Schreiberlinge werden über die ARD und  damit die GEZ besoldet, Downloads von Tatort-Drehbüchern sind bislang  nicht beobachtet worden. Auch die in Los Angeles lebende Franka Potente,  die ihr Regie-Debut 2006 gar nicht nicht an der Kinokasse, sondern aus  öffentlichen Mitteln realisierte, kann nicht wirklich so gnadenlos dumm  sein, dass sie kontrollierte Plattformen wie &#8220;Youtube&#8221; für eine  Bedrohung der Urheberrechte hält. Auf der Klaviatur der Angst spielt  auch der bayrische Innenminister, der jüngst die Piraten (denen ein  ehemaliger CDU-Mann vorsteht) als <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/151760" target="_blank">&#8220;extrem linksalternativ</a> ausruft, was dem braven Bürger einen gewaltigen Schrecken einjagen muss, an dem McCarthy seine Freude hätte.</p>
<p>Tatsächlich zielen solche Kampagnen also nicht etwa auf  ein intellektuelles Publikum ab, sondern sollen bei uninformierten  Massen eine Stimmung der Angst erzeugen. Die Piraten sollen als Feinde  der beliebten Künstler wahrgenommen werden, die es zu behüten gilt. Dass  das Urheberrecht der Gegenwart in erster Linie die Interessen  unkreativer Verwerter schützt, welche die Urheber regelmäßig über den  Tisch ziehen, fällt dreist unter den Tisch. Soweit der Wahlkampf also in  den Printmedien stattfindet, muss zur Kenntnis genommen werden, dass  dieser Kampfplatz partiell sabotiert ist. Politik ist nun einmal ein  schmutziges Geschäft.</p>
<p>Doch völlig ausgeliefert sind auch die Piraten solchen  Gegnern nicht. Als den Berliner Piraten im Wahlkampf um den Senat  bewusst wurde, dass gewisse Medien trotz intensiver Kommunikation  vornehmlich Blödsinn schrieben, schnitten die Piraten zurück, indem sie  diesen Blättern keine Interviews mehr gaben. Ohne O-Töne oder Exklusiv-  und Hintergrund-Informationen verlieren politische Journalisten einen  gewichtigen Teil ihrer Funktion und Autorität. Agenturmaterial  durchreichen, Pressetexte altklug kommentieren und googeln kann jeder  (außer vielleicht die Redaktion vom Cicero &#8230;).</p>
<h3>&#8220;&#8230; und dann gewinnst du.&#8221;</h3>
<p>&#8220;Wir haben das Geld einer 0,2-Prozent-Partei, Programm  und Struktur einer 2-Prozent-Partei &#8211; aber an uns werden die Erwartungen  einer 12-Prozent-Partei gestellt&#8221;, resümierte jüngst die  Bundesgeschäftsführerin der Newcomer.</p>
<p>Gegen die 4.000 NRW-Piraten steht eine Armada von  wahlkampferprobten 8.600 NRW-Linken, 12.500 NRW-Grünen, 16.000  NRW-FDPlern, 134.500 SPDlern und 154.000 CDUlern &#8211; Flottenverhältnis  1:100. Doch auch die historische Armada war letztlich ein Schlag ins  Wasser. Sollte es den NRW-Piraten gelingen, trotz unterirdischer  PR-Kampagnen in den Düsseldorfer Landtag einzuziehen, so wäre dies auch  ein Indiz dafür, dass sich die angestammte publizistische Macht der  Zeitungsverlage, die eine enge Symbiose mit den etablierten Parteien und  Wirtschaftsleuten pflegen, dank Internet entscheidend relativiert  hätte. Allein das mögliche Signal, dass sich die  Informationsgesellschaft nicht mehr länger mit medialer Propaganda  abspeisen ließe, wäre der Mühe wert.</p>
<blockquote><p><strong>Hinweis:</strong> Der Autor ist <a href="https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Markus_Kompa">unabhängig und überparteilich</a>.</p></blockquote>
<p>Aufgrund von Leserzuschriften weisen wir darauf hin, dass es sich  beim Hinweis &#8220;unabhängig und überparteilich&#8221; um eine selbstironische  Anspielung auf den Slogan der BILD-Zeitung handelt, die sich spätestens  beim Anklicken hätte erschließen sollen.</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36728/1.html" target="_top">http://www.heise.de/tp/artikel/36/36728/1.html</a></p>
<p>Von <a title="Weitere Artikel von Markus Kompa" href="http://www.heise.de/tp/autor/markuskompa/default.html">Markus Kompa</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;      <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/politik/default.html">Politik</a> &gt;    <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/mein/default.html">Meinung</a></p>
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		<title>GEMA verschlimmbessert ihr Tarifsystem</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 13:58:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Kompa]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Professionelle Veranstalter werden drastisch zur Kasse gebeten <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/04/gema-verschlimmbessert-ihr-tarifsystem/">Weiderliesen: GEMA verschlimmbessert ihr Tarifsystem</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische  Vervielfältigungsrechte (GEMA) will ab kommendem Jahr ihr Tarifsystem  für Veranstalter vereinfachen. Die Nutzungskosten für Gastronomen,  Discotheken, Tanzschulen, Partys, Stadtfeste usw. berechnete die GEMA  bisher nach der zu beschallenden Fläche, Dauer und einem <a rel="external" href="https://www.gema.de/musiknutzer/lizenzieren/meine-lizenz/gesamtvertragspartner/tarife-im-ueberblick.html" target="_blank">branchenspezifischen Tarif</a>.  Für Veranstaltungen, bei denen (außerhalb von konventionellen  Konzerten) Live-Musik und solche aus der Konserve genutzt werden, will  die GEMA ab dem 01.01.2013 ihre bislang elf ausdifferenzierten Tarife  auf ganze zwei eindampfen. Die GEMA orientiert sich künftig an den  beiden Faktoren &#8220;Größe einer Veranstaltung&#8221; in linearen 100  Quadratmeter-Schritten und &#8220;Eintrittsgeldern&#8221; in Ein-Euro-Schritten. Wie  bisher auch ist die Nutzung <a rel="external" href="https://www.gema.de/musiknutzer/lizenzieren/meine-lizenz/veranstalter-von-events-konzerten-und-theaterauffuehrungen.html" target="_blank">vorher anzumelden</a>.</p>
<p>Während die GEMA ihre Tarifänderung <a rel="external" href="https://www.gema.de/presse/bildmaterial-audio-video/pressekonferenz-tariflinealisierung.html" target="_blank">als großen Wurf verkauft</a> und die Orientierung am Eintrittsgeld kaufmännisch durchaus Sinn macht,  hat die Sache einen Haken: Es wird für etliche Nutzer dramatisch  teurer. Veranstalter von Straßenfesten können sich locker auf die <a rel="external" href="http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/geldern/nachrichten/gema-schock-fuer-party-macher-1.2781843" target="_blank">doppelten GEMA-Kosten einstellen</a>. Betreiber von Diskotheken fürchten gar eine <a rel="external" href="http://www.handelsblatt.com/panorama/kultur-literatur/neue-gema-preispolitik-diskotheken-fuerchten-siebenmal-hoehere-gebuehren/6472822.html" target="_blank">Versiebenfachung der Kostenlast</a>.  Da im Discothekenbereich beim Eintritt die finanzielle Schmerzgrenze  der Kids bereits als ausgereizt gilt, dürften etliche Unternehmungen  unwirtschaftlich werden. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband <a rel="external" href="http://www.dehoga-bundesverband.de/presse/pressemitteilungen/gema-verliert-augenmaa-2012-04-02-748/" target="_blank">spuckt Blut</a>.</p>
<p>GEMA-freie Musik wie Werke <a rel="external" href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/BJNR012730965.html#BJNR012730965BJNG001401377" target="_blank">längst verstorbener Künstler</a> oder von solchen, die bewusst auf eine GEMA-Mitgliedschaft verzichten,  dürfte für professionelle Veranstalter künftig deutlich attraktiver  werden. Eine andere Alternative wäre die Gründung einer konkurrierenden  Musikverwertungsgesellschaft, die das Repertoire ihrer Künstler zu  moderateren Tarifen anbietet. Entgegen einer landläufigen  Fehlvorstellung ist die GEMA keine staatliche oder mit einem staatlichen  Monopol beliehene Institution, vielmehr könnten sich gewitzte Musiker  und Unternehmer zusammentun und nach dem <a rel="external" href="http://dejure.org/gesetze/UrhWG" target="_blank">Urheberrechtswahrnehmungsgesetz</a> eine alternative Wahrnehmungsgesellschaft gründen. Dies würde auch dem  Prinzip der sozialen Marktwirtschaft entsprechen, in dem das faktische  Monopol ein Fremdkörper ist und die Bildung von Tarifen dem Markt  überlassen wird.</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/151754" target="_top">http://www.heise.de/tp/blogs/6/151754</a></p>
<p>Von <a title="Weitere Artikel von Markus Kompa" href="http://www.heise.de/tp/autor/markuskompa/default.html">Markus Kompa</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;    <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/news/knews">Kultur und Medien-News</a></p>
<p>Photo : ddp/Michael Gottschalk</p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		<title>Andocken und ausspannen</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/04/andocken-und-ausspannen/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 12:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Commuting]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Ecologie]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilité]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Mühlbauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Das in Bremen entwickelte Fahrzeug EO smart connecting car verspricht die Verbindung der Vorteile von ÖPNV und Individualverkehr <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/04/andocken-und-ausspannen/">Weiderliesen: Andocken und ausspannen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am <a href="http://robotik.dfki-bremen.de/de/willkommen/aktuelles/article/65/elektromobil.html" target="_blank">DFKI Robotics Innovation Center in Bremen</a> wird derzeit im Rahmen des Projekts &#8220;Neue Mobilität im ländlichen Raum&#8221;  das selbststeuernde Elektro-Automobil EO entwickelt, das sich mit  anderen zu einem RoadTrain zusammenschließen und so nicht nur Energie,  sondern auch Aufmerksamkeit sparen kann. Telepolis sprach mit <a href="http://robotik.dfki-bremen.de/de/ueber-uns/mitarbeiter/listenansicht.html?tx_wecstaffdirectory_pi1[curstaff]=90&amp;cHash=2ba8c3d48abbf640eba73c12bd741c1e" target="_blank">Timo Birnschein</a>, der die IT für das System entwickelt.</p>
<dl>
<dt>Herr Birnschein – was unterscheidet den EO von anderen  Selbstfahrer-Autos wie sie beispielsweise von Google, Audi oder BMW  entwickelt werden?</dt>
<dd><strong>Timo Birnschein:</strong> Oh,  sehr vieles eigentlich. Praktisch sämtliche Autos mit Autopiloten  basieren auf normalen benzin- oder dieselgetriebenen Modellen mit  Automatikgetriebe. Dann wird der Wagen über eine Mechanik oder (wenn  vorhanden) über Ansprechen des CAN Busses des Fahrzeuges gesteuert. Es  kann also sein, dass da &#8220;robotische Beine&#8221; wirklich Gas und Bremse  betätigen.</dd>
<dd>Unser Auto ist voll elektrisch, hat vier Antriebe in den Rädern und ist komplett <em>drive by wire</em> fahrbar. Es gibt also keine mechanische Verbindung zum Fahrzeug mehr &#8211;  abgesehen von der Bremse selbst. Die ist für Notfälle. Normalerweise  wird über die Antriebe gebremst, indem man die Bremsenergie  zurückgewinnt. Hinzu kommt, dass wir sowohl vorne als auch hinten lenken  können &#8211; eigentlich könnte man das als Hauptmerkmal bezeichnen. Dadurch  sind wir in der Lage, auf der Stelle zu wenden, oder so sogar seitwärts  zu fahren. Und sollte die Parklücke zu klein sein, falten wir den Wagen  einfach um 50 cm zusammen</dd>
<dd>Insgesamt ist unser Auto keinem bisher gebauten  technisch wirklich ähnlich. Selbst normale, kommerzielle E-Autos  besitzen einen Zentralmotor, ein Getriebe und Differenziale &#8211; und eben  auch Achsen. All das fällt bei uns weg und spart damit schon gut 500 kg  Gewicht ein. Unser Auto wiegt also nur rund 700 kg und ist entsprechend  mobil und effizient.</dd>
<dt>
<div id="attachment_1342" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><img class="size-full wp-image-1342" title="36710_1" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/04/36710_1.jpg" alt="" width="366" height="366" /><p class="wp-caption-text">EO. Copyright Bild: DFKI GmbH</p></div>
<p>Wie weit ist die Fahrautomatik schon entwickelt? Kommt der Wagen schon mit Rasern, Dränglern und spontanen Spurwechslern zurecht?</p>
</dt>
<dd><strong>Timo Birnschein:</strong> Nein, die Automatik ist derzeit in der Entwicklung. Wir arbeiten zunächst in der Simulationsumgebung und bringen so die Algorithmen erst einmal auf ein Niveau, dass man es auf der realen Maschine testen kann. Das bedeutet, dass wir EO smart connecting car dazu nutzen werden, um den in der Simulation entwickelten Autopiloten in realer Umgebung zu testen.</dd>
<dd>Derzeit hat das Auto also noch keine Sensoren an Bord, diese Dinge werden dann im Nachfolger umgesetzt, an dem wir derzeit arbeiten. Die Fälle, die Sie beschreiben, werden dabei natürlich später auch beachtet.</dd>
<dd>Unser derzeitiges Ziel ist erst einmal die Entwicklung eines Autopiloten für Umgebungen wie Parkplätze, da das Docking im Vordergrund steht. Wir möchten gerne dem Wagen sagen können, dass er sich automatisch an die nächste Ladesäule andocken soll. Oder mich mitten im Regen vom Eingang meines Büros abholt, beziehungsweise auch autonom an das vor mir fahrende Fahrzeug andockt, um einen RoadTrain zu realisieren.</dd>
<dd>Anschließend, also innerhalb eines RoadTrains, übernimmt das vordere Fahrzeug die komplette Kontrolle über alle folgenden Fahrzeuge. Das nennen wir assistiertes Fahren im Verband.</dd>
<dt>Wie funktioniert das Docking genau?</dt>
<dd><strong>Timo Birnschein:</strong> Derzeit entwickeln wir eine elektromechanische Schnittstelle. Diese Schnittstelle kann sowohl Kraft als auch Energie und Daten übertragen. Die Schnittstelle ist dann mit visuellen Markern und Kameras ausgestattet und ermöglicht so den autonomen Dockingvorgang.</dd>
<dd>Wenn nun zwei Autos mit dieser Schnittstelle sich auf der Straße begegnen &#8211; das funktioniert, weil wir die Routenplanung über das Internet zentral berechnen &#8211; kann der Fahrer des hinteren Fahrzeuges auf seinem Touchscreen im Auto auf das vordere Fahrzeug tippen und dann die Hände in den Schoß legen. Das Auto übernimmt dann die Kontrolle über sich selbst und fährt &#8211; vergleichbar mit Anwendungen und Entwicklungen im Weltraum &#8211; automatisch an den Vordermann heran und dockt. Aber natürlich nur, sofern dieser das auch wünscht.</dd>
<dd>Wir gehen allerdings davon aus, dass Fahrer solcher Autos sich zum Energiesparen entschieden haben und daher sehr gerne in Kolonne als RoadTrain fahren. Die gleiche Schnittstelle befindet sich an allen Fahrzeugen und Erweiterungsmodulen vorne und hinten und ist zusätzlich geschlechtslos. Wir arbeiten daran, diese Schnittstelle zu standardisieren um sie auf diese Weise auch anderen Automobilherstellern zur Verfügung stellen zu können. </dd>
<dt>Ist das RoadTrain-Ankoppeln zum Energiesparen bislang nur Theorie, oder klappt das schon mit mehreren Prototypen?</dt>
<dd><strong>Timo Birnschein:</strong> Derzeit gibt es nur einen Prototypen. Wir haben hier ein neues Mobilitätskonzept entwickelt und nutzen das Fahrzeug als Demonstrationsobjekt dafür. Es geht uns hier vor allem um zwei Dinge: Sehr viel Energie zu sparen und den Menschen das Leben zu erleichtern. Denn nur das führende Fahrzeug erzeugt Luftwiderstand und alle anderen Fahrzeuge rollen lediglich. Das heißt, sie treiben zwar mit an, haben aber keinen Windwiderstand.</dd>
<dt>
<div id="attachment_1343" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><img class="size-full wp-image-1343" title="36710_2" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/04/36710_2.jpg" alt="" width="366" height="229" /><p class="wp-caption-text">Im RoadTrain kann der EO auch leere Batterien wiederaufladen. Copyright Bild: DFKI GmbH.</p></div>
<p>Wie schnell fährt der EO?</p>
</dt>
<dd><strong>Timo Birnschein:</strong> Der Wagen fährt derzeit 55 km/h bei circa 100 km Reichweite</dd>
<dt>Ist das tatsächlich für eine &#8220;neue Mobilität im ländlichen Raum&#8221; geeignet, wie das Projekt heißt, in dessen Rahmen er entwickelt wird?</dt>
<dd><strong>Timo Birnschein:</strong> Ja, denn wir können den Wagen funktional erweitern, indem wir zum Beispiel Erweiterungsmodule andocken. Diese Module können zum Beispiel Range Extender sein, mit denen sich die Reichweite drastisch erweitern lässt. Darin können Akkus, dieselelektrische Generatoren oder auch Brennstoffzellen verbaut sein. Außerdem entwickeln wir Passagier- und PickUp-Module, mit denen mehr Personen und Nutzlasten transportiert werden können. Jedes Modul bringt eine eigene Antriebsachse und eine Energieversorgung mit. Die Antriebsachse ist genauso voll beweglich, wie die baugleichen am Auto.</dd>
<dd>So können wir aus einem Auto und einem Erweiterungsmodul ganz einfach ein &#8220;größeres Auto&#8221; machen. Denn die Steuerungssoftware regelt die Lenkung auf eine Weise, dass man den Wagen dann beispielsweise wie einen Kleinbus fährt, nicht aber wie ein Auto mit Anhänger! Das ist ein sehr wichtiger Aspekt.</dd>
<dt>Was meinen Sie – wie viel wird der EO oder sein Nachfolger einmal kosten?</dt>
<dd><strong>Timo Birnschein:</strong> Wir möchten gerne in drei bis fünf Jahren eine Kleinserie realisieren. Mit der vollen Serienreife rechnen wir in etwa 10 Jahren. Der Wagen soll für den normalen Bürger erschwinglich sein. Also dürfte der Preis am Ende irgendwo zwischen 15- und 25.000 Euro liegen.</dd>
<dt>Könnte es Probleme mit der Zulassung geben, weil der Wagen so viel Neues enthält? Oder zeigen sich die Behörden eher aufgeschlossen?</dt>
<dd><strong>Timo Birnschein:</strong> Nein, die Käufer der Kleinserie sind Großunternehmen wie Flughäfen oder Messegeländebetreiber. Wir möchten dort zunächst die Zuverlässigkeit der Autopiloten und RoadTrain Bildung demonstrieren. Allerdings hatten wir auf der CeBIT Besuch durch eine Versicherungsgesellschaft, die sehr aufgeschlossen und interessiert an der Einstufung des Fahrzeuges waren. Unsere Gespräche mit dem TÜV sind bisher ebenfalls sehr positiv verlaufen.</dd>
<dt>Kann man sich als EO-Testfahrer bewerben?</dt>
<dd><strong>Timo Birnschein:</strong>Die Liste ist lang.</dd>
</dl>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36710/1.html" target="_top">http://www.heise.de/tp/artikel/36/36710/1.html</a></p>
<p>Von : <a title="Weitere Artikel von Peter Mühlbauer" href="http://www.heise.de/tp/autor/petermhlbauer/default.html">Peter Mühlbauer</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;      <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/energie/default.html">Energie</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		<title>Zukunftsmodell Tempo 20?</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/04/zukunftsmodell-tempo-20/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 14:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Commuting]]></category>
		<category><![CDATA[Mam Velo op d'Schaff]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilité]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Mühlbauer]]></category>
		<category><![CDATA[Vélo]]></category>

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		<description><![CDATA[Philipp Poll über Geschwindigkeitsbegrenzungen aus Radfahrersicht <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/04/zukunftsmodell-tempo-20/">Weiderliesen: Zukunftsmodell Tempo 20?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>In Berlin werden derzeit neue &#8220;Begegnungszonen&#8221; erprobt, in denen eine  Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern herrscht. In manchen  Teilen der Stadt liegt die Höchstgeschwindigkeit aber schon jetzt  deutlich niedriger. Wir befragten dazu Philipp Poll, den Berliner  Landesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutscher Fahrrad-Clubs (ADFC).</p></blockquote>
<dl>
<dt>Herr Poll, in <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/tempolimit-berlin-tritt-auf-die-bremse/4427346.html" target="_blank">Berlin</a> gibt es Straßen, in denen eine Höchstgeschwindigkeit von zehn und  teilweise sogar von sieben Stundenkilometern gilt. Kann man mit einem  Fahrrad so langsam fahren, ohne umzufallen?</dt>
<dd><strong>Philipp Poll</strong>:  Sie  sprechen auf den verkehrsberuhigten Bereich an, der landläufig als  Spielstraße bezeichnet wird. Sinn dieses Bereichs ist es, dass sich dort  Personen auf der Straße aufhalten können und dürfen. Und dass  &#8220;Schrittgeschwindigkeit&#8221; gefahren wird. Das sind nicht genau sieben  Kilometer in der Stunde, aber ungefähr. Dass der Gesetzgeber  &#8220;Schrittgeschwindigkeit&#8221; definiert hat, zeigt, dass es hier nicht um  einen oder zwei Kilometer in der Stunde geht, sondern darum, dass  Personen auf der Fahrbahn nicht gefährdet werden und ein kurzfristiges  Bremsen möglich ist. </dd>
<dd> </dd>
<dd>Es wird von Radfahrern nicht erwartet, dass sie  einen Geschwindigkeitsmesser besitzen, sondern dass sie langsam,  bremsbereit und vorausschauend fahren. Die Geschwindigkeit ist aber  tatsächlich grenzwertig. Viele Radfahrer werden unter 10 km/h in ihren  Bewegungen unsicher. </dd>
<dd> </dd>
<dt> <img class="aligncenter size-full wp-image-1353" title="36697_1" src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/04/36697_1.jpg" alt="" width="160" height="160" /><br />
Gab es schon Fälle, in denen Radfahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit Bußgelder aufgebrummt bekamen?</dt>
<dd><strong>Philipp Poll</strong>:  In  verkehrsberuhigten Bereichen? Ist mir noch nicht zu Ohren gekommen, das  muss aber nicht heißen, dass das nicht passiert. Schauen wir uns mal den  erwähnten Kiez Klausener Platz an: Dieser Bereich ist in den 80er  Jahren verkehrsberuhigt worden. Ziel der Anordnung der Spielstraße war  nicht, dass hier eine Spielstraße im dörflichen Sinne gewünscht war. Es  gab schlichtweg in den 1980er Jahren noch keine Möglichkeit in der  Straßenverkehrsordnung einen Bereich mit Tempo 30 oder Tempo 20 zu  beschildern. Man hat sich also einer Maßnahme bedient, die stringenter  war, als das, was man wollte, weil alles andere Tempo 50 bedeutet hätte.  Die Straßengestaltung entspricht aber keiner Spielstraße im  eigentlichen Sinne und die meisten Verkehrsteilnehmer fahren dort  schneller als Schrittgeschwindigkeit. Ich weiß, dass viele sich hier  eine Tempo-20-Zone besser vorstellen könnten.</dd>
<dt>Sollten Politik und Verwaltung darüber nachdenken, alte Spielstraßen zu Tempo-20-Zonen zu machen?</dt>
<dd><strong>Philipp Poll</strong>:  Das  muss vom Einzelfall abhängig gemacht werden. Für eine Spielstraße kommen  eigentlich nur Bereiche infrage, die eine geringe verkehrliche  Bedeutung haben. In dicht bebauten Bereichen mit 5-stöckigen  Mietshäusern ist die kritische Masse durch die Anwohner meist schon  überschritten. Wenn dann die Straße nicht durchgepflastert ist, sondern  noch die klassische Verkehrstrennung in Fahrbahn und Bürgersteig  aufweist, ist eine Spielstraße meist nicht die richtige Lösung. Wir  setzen uns für eine Lösung nach dem Vorbild der Schweizer Begegnungszone  ein.</dd>
<dt>Wie sieht diese schweizerische Lösung konkret aus?</dt>
<dd><strong>Philipp Poll</strong>:  Ich  erläutere das einmal im Vergleich mit der deutschen Spielstraße: Bei der  Begegnungszone gilt kein Fahrzeugvorrang mehr. Hier haben Fußgänger  Vorrang. Außerdem dürfen Fahrzeuge Tempo 20 fahren, wenn sie freie Fahrt  haben.</dd>
<dt>Entsprechen diese Begegnungszonen dem Pilotprojekt, das man gerade in einigen Straßen in Berlin durchführt?</dt>
<dd><strong>Philipp Poll</strong>:  Das  ist das Ziel, wo man hin möchte. Leider haben wir ein ähnliches Problem  wie die Planer in den 1980er Jahren. Die Begegnungszone nach Schweizer  Vorbild ist in der Straßenverkehrsordnung nicht vorgesehen. Das heißt,  die Ämter können Tempo 20 anordnen, aber den Fahrzeugvorrang nicht  aufheben. Eine mögliche Sondergenehmigung scheitert am derzeitigen  Verkehrsminister.</dd>
<dt>Und warum ist der dagegen?</dt>
<dd><strong>Philipp Poll</strong>:  Das  kann ich Ihnen nicht sagen. Ich wüsste nicht, dass er sich öffentlich  dazu geäußert hat. Die Berliner Verwaltung würde gerne, hat aber keine  positive Rückmeldung vom BMVBS -soweit ich weiß.</dd>
<dt>Sind niedrige Geschwindigkeiten für alle  Verkehrsteilnehmer sinnvoll, wenn Radfahrer teilweise unsicher werden?  Oder wären verschiedene Geschwindigkeitsgrenzen für verschiedene  Fahrzeugtypen angemessener?</dt>
<dd><strong>Philipp Poll</strong>:  Aus  verkehrlicher Perspektive ist eine einheitliche Geschwindigkeit für alle  anzustreben, weil dadurch gefährliche Überholvorgänge unterbleiben. Aus  Radfahrer-Perspektive ist Tempo 20 bis Tempo 30 die sinnvollste  Geschwindigkeit. Ende letzten Jahres hat sich die EU bekanntlich zu der  Kompromissgeschwindigkeit Tempo 30 in Wohngebieten geäußert.</dd>
<dd>Wir erwarten, dass langfristig in Städten Tempo 30  angeordnet wird, mit Ausnahme bestimmter Hauptverkehrsstraßen. Das hat  neben Verkehrssicherheit auch Gründe der Luftreinhaltung, des  Lärmschutzes und des Flächenverbrauchs.</dd>
<dt>Gegen den Widerstand der Autofahrer?</dt>
<dd><strong>Philipp Poll</strong>:   Widerstände gibt es immer aus bestimmten Interessengruppen. Hier gilt es  für die Allgemeinheit, abzuwägen. Wir wissen heute, dass es falsch war,  die Stadt an den KFZ-Verkehr anzupassen zu versuchen, weil der  KFZ-Verkehr die Stadt erodiert. Die Kehrtwende ist eingeschlagen. Es  wird wieder vermehrt an Fußgänger und Radfahrer gedacht. In der Berliner  Innenstadt werden 80% der Wege nicht mit dem KFZ gemacht. Trotzdem  werden an allen Hauptverkehrsstraßen die Grenzwerte für Stickoxide und  oft auch für Feinstaub überschritten. Das muss sich ändern.</dd>
<dt>Was meinen Sie &#8211; wird das Pilotprojekt mit den  Begegnungszonen in Berlin ein Erfolg? Und welchen Prozentsatz der  Stadtfläche könnte oder sollte man zu solchen Tempo-20-Zonen machen?</dt>
<dd><strong>Philipp Poll</strong>:  Im  Großteil des Stadtgebiets ist bereits Tempo 30 oder weniger angeordnet.  Mit den Begegnungszonen könnten man den Flickenteppich vereinheitlichen  und viele erodierenden Einkaufstraßen wieder attraktiv machen. Davon  würden neben den Verkehrsteilnehmern und Anwohnern auch Wirtschaft und  Gastronomie profitieren. Die Unfallzahlen würden wieder sinken. Es wird  aber immer Hauptverkehrsstraßen geben, die nicht in diese Bereiche  fallen.</dd>
<dt>Aber was macht ein Fahrradfahrer, der keinen Tacho hat  in einer Tempo-20-Zone? Dort geht es ja nicht mehr um  &#8220;Schrittgeschwindigkeit&#8221;, sondern um eine konkrete Grenze.  Vorsichtshalber absteigen und schieben? </dt>
<dd><strong>Philipp Poll</strong>:   Radfahrer haben generell ein recht gutes Gefühl für Geschwindigkeit,  denn sie sind ja nicht vom Verkehrsgeschehen durch eine Karosserie  abgekapselt und müssen sich ihr Tempo selbst erstrampeln. Und Sie kennen  ihr Risiko, wenn sie mal kurzfristig bremsen müssen. Ich gehe davon  aus, dass 90% der Radfahrer wissen, wann sie schneller als Tempo 20  fahren.</dd>
</dl>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36697/1.html" target="_top">http://www.heise.de/tp/artikel/36/36697/1.html</a></p>
<p>Von <a title="Weitere Artikel von Peter Mühlbauer" href="http://www.heise.de/tp/autor/petermhlbauer/default.html">Peter Mühlbauer</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;      <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/energie/default.html">Energie</a></p>
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