Auch der Gang in die Realpolitik schadet den Grünen nicht

Auch der Gang in die Realpolitik schadet den Grünen nicht

Auch nach dem neuesten stern-RTL-Wahltrend klettern die Grünen weiter nach oben und scheinen sich allmählich als zweigrößte Partei neben der Union zu etablieren. Sie kommen nun auf 28 Prozent, die Union liegt nur bei 31 Prozent. Da könnte sogar ein Überholen noch drin sein. Schließlich haben selbst Regierungsbeteiligungen in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz der Popularität der Grünen (noch) nicht geschadet.

In Baden-Württemberg, wo die Grünen den Ministerpräsidenten stellen und die SPD zum wenn auch knapp kleineren Koalitionspartner wurde, hätten die Grünen in einer stern-Umfrage von Forsa sogar noch weiter gepunktet und würden jetzt auf 30 Prozent kommen, fast 6 Prozent mehr als bei der Wahl. Alle anderen Parteien hätten Einbußen erlitten, die FDP hätte nicht in den Landtag einziehen können.

SPD, Linke und FDP machen hingegen auch bundesweit einen kläglichen Eindruck. Die Linken haben nicht nur Pech mit ihrem Personal, es scheinen ihnen auch die Themen auszugehen, mit denen sie die Menschen erreichen können. Sie verlieren um einen Punkt und erzielen nur noch auf 8 Prozent, Tendenz vorerst weiter nach unten. Der SPD hilft das nicht, sie rutscht auf 21 Prozent zurück. Ebenso wie bei der FDP gelingt den Sozialdemokraten weder personell noch thematisch eine Neuaufstellung. Das Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin endete entsprechend. Die Forderung nach Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und Weiterführung des Anti-Terror-Pakets sendet auch das falsche Signal. Der FDP scheint nichts mehr zu helfen, obgleich Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger beeindruckend und mutig die Tradition als Bürgerrechtspartei fortzusetzen sucht, aber die Partei wird geprägt von der politisch schwachen, nur wirtschaftsliberalen Westerwelle-Riege, der Austausch von Westerwelle durch Rösler ändert daran nichts.
Florian Rötzer
Source : http://www.heise.de/tp/blogs/8/149784

Sonndesfro am Tageblatt: LSAP und DP verlieren im Osten

Sonndesfro am Tageblatt: LSAP und DP verlieren im Osten

Welche Partei ist beliebt, welche nicht? (Illustration: Tageblatt-Archiv)

Wenn am Sonntag Wahlen wären, würde im Wahlbezirk Osten die LSAP und die DP an Boden verlieren. Das geht aus der jüngsten Sonndesfro-Umfrage von TNS Ilres im Auftrag des Tageblatts hervor.

Im Osten, dem kleinsten Wahlbezirk, wo sieben Abgeordnete gewählt werden, heißt schon zum zweiten Mal der große Gewinner „déi gréng“. Die Partei kann im Vergleich zu der letzten „Sonndesfro“ noch einmal zwei Prozentpunkte zulegen und kann 18,1 Prozent für sich verbuchen. Im Vergleich zu den Wahlen 2009 gewinnt die Partei um Spitzenkandidat Henri Kox gar vier Prozent. Mit diesem Resultat wären „déi gréng“ die zweitstärkste Kraft im Osten, hinter der CSV, die trotz leichter Verluste (-0,9 Prozent) mit 40,6 Prozent die stärkste Partei im Ostbezirk bleibt.
Die „Sonndesfro“-Erhebung erfolgt alle sechs Monate. Tageblatt-Grafiken geben Aufschluss darüber, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber den Parteien seit dem Urnengang vom 7. Juni 2009 entwickelt hat. Für stärkere Emotionen bei den Politikern sorgt in der Regel die zweite Umfrage, die vom Tageblatt eine Woche später veröffentlicht wird: das Politbarometer. Hier konnten die Wähler darüber entscheiden, welcher der genannten Politiker in Zukunft ein größere Rolle spielen soll.

Die Verlierer

Die großen Verlierer der Dezember-Umfrage 2010  sind die LSAP und die DP. Die Sozialisten würden nur noch 14,5 Prozent (-1,73 % im Vergleich zu den Wahlen 2009) und die DP lediglich 14,2 Prozent (-1,22) erhalten.

Die ADR kann ihren negativen Trend stoppen und kommt auf 8,5 Prozent. Das ist aber immer noch ein Prozent weniger als das Wahlresultat von 2009.

Sitzverteilung: Alles bleibt beim Alten

An der Sitzverteilung im Osten würde sich bei diesem Resultat jedoch nichts ändern. Die CSV würde vier und  die LSAP, die DP und „déi gréng“ je einen Sitz erhalten. Die ADR würde leer ausgehen.

Die ausfühtrlichen Resultate der neusten „Sonndesfro“ sind ab dem 8. Dezember im Tageblatt nachzulesen. Angefangen wird traditionell mit dem Bezirk Osten. Am Donnerstag werden die Resultate des Bezirks Norden vorgestellt, am Freitag und am Samstag das Zentrum und der Süden.

Source : tageblatt.lu am 07/12/2010 17:31:00