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	<title>Daisymupp &#187; Internet</title>
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	<description>In all affairs it’s a healthy thing now and then to hang a question mark on the things you have long taken for granted. -- Bertrand Russell</description>
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		<title>SOPA &amp; PIPA: Das Internet streikt und die Piraten schließen sich an</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 11:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Am 18. Januar werden viele Webseiten freiwillig streiken [1], um auf die Gefahren durch SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (PROTECT-IP Act) hinzuweisen. Die vorgeschlagenen Gesetzestexte schränken die Meinungsfreiheit ein, haben negative wirtschaftliche Auswirkungen[Nachweis fehlt] und rufen erhebliche Sicherheitsbedenken hervor.</p>
<p>Die Teilnahme an der Onlinedemonstration wurde unter anderem durch Wikipedia [2], Reddit, Mozilla und die Free <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/sopa-pipa-das-internet-streikt-und-die-piraten-schliesen-sich-an/">Weiderliesen: SOPA &#038; PIPA: Das Internet streikt und die Piraten schließen sich an</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18. Januar werden viele Webseiten freiwillig streiken [1], um auf die Gefahren durch SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (PROTECT-IP Act) hinzuweisen. <span id="more-1182"></span>Die vorgeschlagenen Gesetzestexte schränken die Meinungsfreiheit ein, haben negative wirtschaftliche Auswirkungen[Nachweis fehlt] und rufen erhebliche Sicherheitsbedenken hervor.</p>
<p>Die Teilnahme an der Onlinedemonstration wurde unter anderem durch Wikipedia [2], Reddit, Mozilla und die Free Software Foundation bestätigt. Auch Google, Facebook und Twitter haben die vorgeschlagenen Gesetze kritisiert [3].</p>
<p>Das Gesetz wurde auf Bestrebungen der Lobbyorganisation Motion Picture Association of America (MPAA) hin ausgearbeitet, die Teile der amerikanischen Filmindustrie vertritt. Es soll dem Online-Filesharing und den damit verbundenen angeblichen Urheberrechtsverletzungen einen Riegel vorschieben. Tatsächlich werden aber Millionen von unbescholtenen Bürgern kriminalisiert und demokratische Rechte abgebaut. So soll es ermöglicht werden, Seiten einfach abzuschalten, sobald sie auch nur ansatzweise Links auf Seiten mit durch die MPAA nicht erwünschten Inhalten beinhalten. Des Weiteren sollen Inserenten verpflichtet werden, ihre Anzeigen nicht mehr auf Seiten zu schalten, die sich angeblicher Urheberrechtsverletzungen schuldig machen.<br />
Um die geforderten Maßnahmen umzusetzen, müssten Kommunikationsdienstleister ihre Kunden und deren Kommunikation in einem Umfang kontrollieren, der nicht mit freiheitlich-demokratischen Werten vereinbar ist. Freier Informationsaustausch im Internet wird damit effektiv unterbunden. Die MPAA widerspricht diesen anti-demokratischen Tendenzen gar nicht erst, sondern weist vielmehr darauf hin, dass sich der von ihr vorgeschlagene Überwachungs- und Filtermechanismus schon in Ländern wie China, dem Iran oder Syrien bewährt habe [5], welche für ihre Unterdrückung der freien Rede und Zensur bekannt sind.</p>
<p>Die Piratenparteien nehmen an der Onlinedemonstration teil und protestieren damit ebenfalls durch die Abschaltung ihrer Webseiten am 18.1. gegen die Einschränkungen der Meinungsfreiheit weltweit. Sie stellen sich gegen diesen Gesetzentwurf, da er die Rechte jedes Internetnutzers rund um den Globus ernsthaft gefährdet. Die PIRATEN sind grundsätzlich gegen jedes Gesetzesvorhaben, welches das Recht am &#8220;geistigen Eigentum&#8221; weiter verschärft. Das aktuelle Vorhaben der USA geht sogar weit über ein Verbot von File-Sharing {Dateien-Tausch} im Internet hinaus. Das Gesetz schränkt die Möglichkeit, am Gedankenaustausch im Internet, der weltweiten Kommunikation und der Teilhabe am Kulturgut Sprache und Medien derart ein, dass für Jedermann<br />
drastische Einschränkungen zu erwarten sind.</p>
<p>Die Piratenparteien fordern alle Webseitenbetreiber auf, sich dem Streik am 18. Januar anzuschließen.<br />
Folgende Piratenparteien werden ihre Webseiten am 18. Januar abschalten:</p>
<p>Piratenpartei</p>
<p>* Australien<br />
* Belgien<br />
* Deutschland und Junge Piraten Deutschland<br />
* Frankreich<br />
* Griechenland<br />
* Großbritannien<br />
* Italien<br />
* Kanada<br />
* Kasachstan<br />
* Katalonien<br />
* Luxemburg<br />
* Massachusetts und Georgia<br />
* Niederlande<br />
* Russland<br />
* Slowakei<br />
* Spanien<br />
* Schweiz<br />
* Schweden<br />
* Türkei<br />
* Tschechische Republik<br />
* Ukraine<br />
* Pirate Parties International</p>
<p>===<br />
Pressekontakte:<br />
(+352) 661 86 04 01 (Jerry Weyer)<br />
(+352) 621 632 118 (Sven Clement)<br />
===<br />
Über die Piratenpartei Luxemburg</p>
<p>Die Piratenpartei Luxemburg setzt sich seit ihrer Gründung im Oktober 2009 für den Schutz der Bürgerrechte, insbesondere den Schutz der Privatsphäre und einen erhöhten Datenschutz, ein. Die Piratenpartei fordert außerdem eine größere Transparenz des Staatsapparates, sowie den freien Zugang zu öffentlichen Informationen und Bildungsmaterialien. Darüber hinaus fordert die Piratenpartei eine grundlegende Reform des Urheberrechts und des Patentwesens.</p>
<p>Als Mitglied einer internationalen Bewegung nimmt die Piratenpartei Luxemburg aktiv an internationalen Konferenzen und Aktionen teil. Grundlegendes Prinzip ist die Basisdemokratie, die es jedem Mitglied der Partei erlaubt ihre Zukunft mit zu gestalten.</p>
<p>Piratepartei Lëtzebuerg<br />
1, Sonnestrooss,<br />
L-5683 Dalheim</p>
<p><a href="http://www.piratepartei.lu/">www.piratepartei.lu</a><br />
<a href="mailto:ahoi@piratepartei.lu">ahoi@piratepartei.lu</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wünsch Dir was!</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2012/01/wunsch-dir-was/</link>
		<comments>http://www.daisymupp.net/2012/01/wunsch-dir-was/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 08:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik-News]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Europas Digital-Kommissarin den gestürzten Minister zu Guttenberg engagierte <p><a href="http://www.daisymupp.net/2012/01/wunsch-dir-was/">Weiderliesen: Wünsch Dir was!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/1525&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=DE&amp;guiLanguage=de" target="_blank">Comeback</a> von Karl-Theodor zu Guttenberg als &#8220;Botschafter für die Freiheit im  Internet&#8221; kam offenbar bereits kurz nach seinem unrühmlichen Abgang als  deutscher Verteidigungsminister aufgrund seiner Plagiatsaffäre zustande.  Dies belegen interne <a title="PDF" href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36252/36252_1.pdf" target="_blank">Dokumente</a> der EU-Kommission, die Telepolis vorliegen. Demnach kontaktierte ihn ein Mitarbeiter der Kommissionsvizepräsidentin <a href="http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/kroes/index_en.htm" target="_blank">Neelie Kroes</a> bereits am 20. April 2011 und signalisierte den Gesprächsbedarf seiner  Chefin. Die für die Digitale Agenda zuständige Kommissarin plane eine  politische Initiative gegen das Abschalten von  Kommunikationsinfrastrukturen im Zusammenhang mit Protesten gegen  autokratische Systeme in bestimmten Ländern. Sie wolle ihn gern daran  beteiligen und mit ihm beraten, welche Rolle ihm selbst dabei gefallen  würde.</p></blockquote>
<div id="attachment_1191" class="wp-caption alignright" style="width: 390px"><img class="size-full wp-image-1191" title="Neelie Kroes, Vice-President of the EC in charge of Digital Agenda and Karl-Theodor zu Guttenberg, member of the Center for Strategic and International Studies ( CSIS) give a press conference on the launch of the &quot; No Disconnect Strategy &quot; .." src="http://www.daisymupp.net/wp-content/uploads/2012/01/36252_1.jpg" alt="" width="380" height="534" /><p class="wp-caption-text">Karl-Theodor zu Guttenberg und Kommissarin Neelie Kroes während der Pressekonferenz am 12.12.2011 zum Start der No Disconnect Strategy. Bild: EU</p></div>
<p>Zu diesem Zeitpunkt hatte das Ermittlungsverfahren der  Staatsanwaltschaft Bayreuth wegen des Verdachts der vorsätzlichen  Urheberrechtsverletzung gegen zu Guttenberg, das letztlich gegen Zahlung  einer hohen Geldbuße eingestellt wurde, gerade erst begonnen. Die  Absicht der Kommissarin zur Beschäftigung zu Guttenbergs sollte dann  auch über lange Zeit vertraulich behandelt werden, heißt es in einem  internen Dokument der Kommission.</p>
<p>Nun soll Kommissarin Kroes, die <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/11/873&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=EN&amp;guiLanguage=en" target="_blank">erklärte</a>,  sie habe &#8220;Talent, aber keinen Heiligen gesucht&#8221;,  im Europäischen  Parlament Rede und Antwort zur Personalie Guttenberg stehen. Jan Phillip  Albrecht, der für die Grünen im EU-Parlament sitzt, hat bereits am Tag  der Pressekonferenz mit zu Guttenberg <a href="http://gruen-digital.de/2011/12/guttenberg-auftritt-bei-neelie-kroes-absurdes-schauspiel-der-eu-kommissarin-zur-netzfreiheit/" target="_blank">zwölf Fragen</a> an Kommissarin Kroes zu ihrer &#8220;No Disconect Strategy&#8221; und der  Beteiligung zu Guttenbergs daran eingereicht. Albrecht will wissen, wie  sich die Einbeziehung zu Guttenbergs mit der Diffamierung des Blogs  guttenplag.de im Zuge seiner Plagiatsaffäre und mit der Tatsache  vereinbaren lässt, dass er in seiner Amtszeit als Wirtschaftsminister  einem umstrittenen Gesetz zur Sperrung von Webseiten zugestimmt habe.</p>
<p>Die Antworten auch auf die Fragen nach dem Mehrwehrt,  den sich die Kommissarin vom Engagement Guttenbergs verspricht, dürften  indessen schwerfallen. Schon die Umstände, wie es zu der Beteiligung  Guttenbergs kam, sind höchst merkwürdig. Einen inhaltlichen Beitrag zur  Erarbeitung der Strategie hat der Ex-Minister ausweislich der  vorliegenden Korrespondenz nicht geleistet. Vielmehr fragte er den Stab  von Kroes, was er in seinem Statement vor der Presse am 12. Dezember  sagen solle. Was man auf die all die zu erwartenden Fragen antworten  soll, warum ausgerechnet er die Rolle des &#8220;Speziellen Beraters&#8221; spielen  soll, weiß der auch nach seinem unfreiwilligen Rückzug selbstbewusste  Guttenberg natürlich: Seine Erfahrungen in der Außen- und  Sicherheitspolitik sollen dafür herhalten.</p>
<p>Für diesen Politikbereich ist auf EU-Ebene eigentlich  nicht Kroes, sondern die Hohe Vertreterin für Außen- und  Sicherheitspolitik und Kommissionsvizepräsidentin <a href="http://www.ec.europa.eu/commission_2010-2014/ashton/" target="_blank">Catherine Ashton</a> zuständig. Konsequenterweise fragt der Abgeordnete Albrecht auch  danach, ob sich die &#8220;no disconnect&#8221;-Strategie nur an Staaten außerhalb  der EU richte oder ob die Kommission auch darauf hinwirken werde, dass  Menschenrechte und Grundfreiheiten auch innerhalb der EU sowohl online  als auch offline gewahrt werden. Ob zu Guttenberg auch dabei eine Rolle  spielen soll, will der Parlamentarier wissen.</p>
<p>Die Telepolis vorliegende Korrespondenz mit dem  deutschen Ex-Minister gibt darüber kaum Aufschluss. Was er inhaltlich  dazu beizutragen hat, wird in der gesamten, sich über ein dreiviertel  Jahr ziehenden Korrespondenz nicht ersichtlich. Selbst der Titel, unter  dem die Beteiligung laufen sollte, bleibt bis zuletzt unklar. Noch am 2.  Dezember, wenige Tage vor Guttenbergs öffentlichem Auftritt mit der  Kommissarin, ist vom &#8220;Botschafter für Internetfreiheit&#8221; die Rede oder  von einem &#8220;Speziellen Berater der Kommissarin für die Freiheit des  Internet&#8221;. Die protokollarischen Grundlagen für den Titel müssten noch  geklärt werden. Nach alledem, was aus den vorliegenden Papieren  ersichtlich ist, soll zu Guttenberg seine Kontakte nutzen, um für die  Vorhaben der Kommissarin auf internationaler Bühne zu werben. Man kann  es aber auch so interpretieren, dass zu Guttenberg eine Rolle bekommt,  die es ihm erlaubt, auch als Privatier seine Kontakte weiter zu pflegen &#8211;  auf Kosten von Europas Steuerzahlern, die für die Spesen aufkommen.</p>
<p>Und inwieweit chinesische Blogger oder weißrussische  Internetdissidenten, die meist anonym bleiben müssen, weil ihnen  Repressionen drohen, besonderen Wert auf Treffen mit dem schillernden  Plagiator legen, ist fraglich. Dass Regierungskritiker im Internet  besser anonym bleiben, ist beileibe kein außereuropäisches Phänomen  mehr. Nach den neuen Pressegesetzen und der Verfassungsänderung ziehen  es inzwischen auch Polit-Blogger aus Ungarn vor, ihre Identität nicht  preiszugeben.</p>
<p>Mit ihrem Beharren auf der Vorratsdatenspeicherung und  Vorschlägen für Netzsperren habe sich die EU-Kommission bislang nicht  gerade als Vorreiter für die Netz-Freiheit positioniert, kritisiert der  Grüne Albrecht. Zu den von ihm seinerzeit verteidigten Sperren von  kinderpornographischen Seiten hatte zu Guttenberg gesagt, solch legitime  Beschränkungen in Staaten seien &#8220;etwas anderes als Zensur&#8221;. Dabei war  die Hauptkritik gegen das inzwischen zurückgenommene Gesetz, dass darin  dem Bundeskriminalamt weitgehende Rechte zu Sperrungsverfügungen  eingeräumt werden sollten, die kaum zu kontrollieren waren.</p>
<p>Auffällig ist auch, dass die Kommissarin den Privatmann  zu Guttenberg frühzeitig in ihre strategische Planung einbezieht und ihm  brisante, der Geheimhaltung unterliegende Dokumente der Kommission  übermittelt. Eine Erklärung zu Guttenbergs, dass er diese Informationen  vertraulich behandeln wird, findet sich nicht in der Korrespondenz. Ein  Dokument übermittelt ihr Kabinett an zu Guttenberg mit dem Hinweis, das  sei alles noch nicht innerhalb der Kommission abgestimmt und man müsse  erst &#8220;die Stimmung testen&#8221;.</p>
<p>Bis heute hält die Kommission alle an zu Guttenberg  übermittelten Dokumente unter Verschluss mit der Begründung, deren  Weitergabe könne sich negativ auf die internationalen Beziehungen  auswirken. Warum eine Privatperson wie zu Guttenberg, der seinen  Wohnsitz außerhalb der EU hat und für einen US-amerikanischen Think-Tank  arbeiten soll, solche Dokumente bekommt, wird sich Kommissarin Kroes  auch fragen lassen müssen, denn auch das findet der Abgeordnete Albrecht  nicht nachvollziehbar.</p>
<p>&#8220;Seien Sie transparent &#8211; tragen Sie sich in das  Transparenzregister der Europäischen Kommission für interessierte  Vertreter ein&#8221;, steht in der Signatur eines Kommissionsschreibens an zu  Guttenberg. In dem <a href="http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/listlobbyists.do?locale=de&amp;reset=" target="_blank">Register</a> &#8220;für Organisationen und selbstständige Einzelpersonen, die sich mit der  Gestaltung und Umsetzung von EU-Politik befassen&#8221; findet sich bis heute  weder das US-amerikanische &#8220;Center for Strategic and International  Studies&#8221;, für das zu Guttenberg verschiedenen Verlautbarungen zufolge  arbeiten soll, noch der &#8220;Botschafter der Internetfreiheit&#8221; selbst. Die  Einträge unter &#8220;G&#8221; enden mit der &#8220;Gütegemeinschaft Kulissenschalldämpfer  e.V.&#8221;, jene unter &#8220;Z&#8221; mit den &#8220;Zwiebelfreunden&#8221;. Kommissarin Kroes, die  stets für mehr Transparenz und Informationsfreiheit wirbt, hat also  noch einen Baustelle vor der eigenen Haustür.</p>
<p>Source : <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36252/1.html" target="_top">http://www.heise.de/tp/artikel/36/36252/1.html</a></p>
<p>Von : <a title="Weitere Artikel von Tim Gerber" href="http://www.heise.de/tp/autor/timgerber/default.html">Tim Gerber</a> in <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a> &gt;      <a rel="v:url" href="http://www.heise.de/tp/inhalt/politik/default.html">Politik</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>[Piratenpartei Pressemitteilung] Facebook missachtet europäisches Datenschutzrecht!</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2011/10/piratenpartei-pressemitteilung-facebook-missachtet-europaisches-datenschutzrecht/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 13:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mehrere Mitglieder der Piratenpartei Luxemburg sind dem Aufruf der Initiative &#8220;Europe vs. Facebook&#8221; [1] gefolgt und haben ihre Daten bei Facebook angefordert. Unter ihnen auch Präsident Sven Clement und Schatzmeister Claude Feltgen, welche ihre Anfragen jeweils am 22. August 2011 gestellt, allerdings keine fristgerechte Antwort seitens Facebook erhalten haben.</p>
<p>Sven Clement erklärt: &#8220;Laut Irischem Datenschutzgesetz hatte Facebook <p><a href="http://www.daisymupp.net/2011/10/piratenpartei-pressemitteilung-facebook-missachtet-europaisches-datenschutzrecht/">Weiderliesen: [Piratenpartei Pressemitteilung] Facebook missachtet europäisches Datenschutzrecht!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehrere Mitglieder der Piratenpartei Luxemburg sind dem Aufruf der Initiative &#8220;Europe vs. Facebook&#8221; [1] gefolgt und haben ihre Daten bei Facebook angefordert.<span id="more-1009"></span> Unter ihnen auch Präsident Sven Clement und Schatzmeister Claude Feltgen, welche ihre Anfragen jeweils am 22. August 2011 gestellt, allerdings keine fristgerechte Antwort seitens Facebook erhalten haben.</p>
<p>Sven Clement erklärt: &#8220;Laut Irischem Datenschutzgesetz hatte Facebook 40 Tage, also bis zum 1. Oktober Zeit, um unserer Anfrage nachzukommen. Dies ist allerdings nicht geschehen.&#8221; Als Folge dessen haben er und Claude Feltgen beim Irischen Datenschutzbeauftragten, welcher für die europäische Zweigstelle &#8216;Facebook Ireland Limited&#8217; zuständig ist, eine Beschwerde eingereicht. Da diese Facebook Zweigstelle in Irland ansässig ist muss sie sich an das europäische Datenschutzrecht halten, was die Herausgabe der Daten auf Nachfrage der Kunden vorsieht.</p>
<p>Anders als manche Politiker gerne anmerken ist das Internet kein &#8220;rechtsfreier Raum&#8221;. Wie in diesem Fall mangelt es den Datenschutzbeauftragten allerdings am Durchsetzungsvermögen die geltenden Gesetze auch anzuwenden.  &#8220;Wir möchten ein Zeichen setzen, und Facebook daran erinnern, dass sie nicht außerhalb des Gesetzes stehen!&#8221; erklären Clement und Feltgen abschließend.</p>
<p>[1] <a href="http://www.europe-v-facebook.org/">http://www.europe-v-facebook.org/</a><br />
===<br />
Pressekontakte:<br />
(+352) 691 804 033 (Jerry Weyer)<br />
(+352) 621 632 118 (Sven Clement)<br />
===<br />
Über die Piratenpartei Luxemburg</p>
<p>Die Piratenpartei Luxemburg setzt sich seit ihrer Gründung im Oktober 2009 für den Schutz der Bürgerrechte, insbesondere den Schutz der Privatsphäre und einen erhöhten Datenschutz, ein. Die Piratenpartei fordert außerdem eine größere Transparenz des Staatsapparates, sowie den freien Zugang zu öffentlichen Informationen und Bildungsmaterialien. Darüber hinaus fordert die Piratenpartei eine grundlegende Reform des Urheberrechts und des Patentwesens.</p>
<p>Als Mitglied einer internationalen Bewegung nimmt die Piratenpartei Luxemburg aktiv an internationalen Konferenzen und Aktionen teil. Grundlegendes Prinzip ist die Basisdemokratie, die es jedem Mitglied der Partei erlaubt ihre Zukunft mit zu gestalten.</p>
<p>Piratepartei Lëtzebuerg<br />
1, Sonnestrooss,<br />
L-5683 Dalheim</p>
<p><a href="http://www.piratepartei.lu/">www.piratepartei.lu</a><br />
<a href="mailto:ahoi@piratepartei.lu">ahoi@piratepartei.lu</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vorratsdatenspeicherung: Datenschutzgesetze außer Kraft gesetzt?</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2011/04/vorratsdatenspeicherung-datenschutzgesetze-auser-kraft-gesetzt/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 13:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratepartei]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.daisymupp.net/?p=597</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie das &#8220;Luxemburger Wort&#8221; heute berichtet weigern sich luxemburgische Telekommunikationsanbieter die von ihnen gesammelten persönlichen Daten im Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung an ihre Kunden herauszugeben. Auch eine derartige Anfrage vom Präsidenten der Piratenpartei blieb unbeantwortet. Neben den offensichtlichen Verletzungen der Privatsphäre und der Unschuldsvermutung verstößt die Vorratsdatenspeicherung somit außerdem gegen geltendes Datenschutzrecht.
&#8220;Die Zeit&#8221; zeigte auf wie <p><a href="http://www.daisymupp.net/2011/04/vorratsdatenspeicherung-datenschutzgesetze-auser-kraft-gesetzt/">Weiderliesen: Vorratsdatenspeicherung: Datenschutzgesetze außer Kraft gesetzt?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie das &#8220;Luxemburger Wort&#8221; heute berichtet weigern sich luxemburgische Telekommunikationsanbieter die von ihnen gesammelten persönlichen Daten im Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung an ihre Kunden herauszugeben. Auch eine derartige Anfrage vom Präsidenten der Piratenpartei blieb unbeantwortet. <span id="more-597"></span>Neben den offensichtlichen Verletzungen der Privatsphäre und der Unschuldsvermutung verstößt die Vorratsdatenspeicherung somit außerdem gegen geltendes Datenschutzrecht.<br />
&#8220;Die Zeit&#8221; zeigte auf wie die per Vorratsdatenspeicherung, ohne konkreten Verdacht gespeicherten, persönlichen Kommunikationsdaten dazu genutzt werden können Bewegungsprofile zu erstellen [1]. &#8220;Meine Anfrage vom 1. März 2011 an &#8220;Orange&#8221; die von mir gespeicherten, persönlichen Daten auszuhändigen blieb bis heute unbeantwortet&#8221;, sagt Sven Clement, Präsident der Piratenpartei. &#8220;Mir wurde lediglich mitgeteilt, dass man die Sache unter die Lupe nimmt.&#8221; Laut Artikel 28 des Datenschutzgesetzes vom 2. August 2002 [6] hat jeder Bürger das Recht die über ihn gespeicherten, persönlichen Daten einzusehen. Mit der Verweigerung seine Daten an den &#8220;Wort&#8221; Journalisten zu übergeben scheint Orange zu dem Entschluss gekommen zu sein, die Ausnahmen<br />
von Artikel 29 der Datenschutzrichtlinie anzuwenden. Die Piratenpartei unterstützt die CNPD in ihrer Ansicht, dass diese Ausnahmen im Fall der gesammelten Daten im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung nicht zulässig sind.<br />
Doch nicht nur wegen mangelndem Datenschutzes muss die Vorratsdatenspeicherung aufs Schärfste kritisiert werden. Die verdachtsunabhängige Speicherung aller Kommunikationsdaten jedes EU-Bürgers verstößt gegen die Unschuldsvermutung und das Recht auf Privatsphäre. Beispiele aus dem Ausland (z.B. Frankreich wo sogar Passwörter gespeichert werden [4]) zeigen, wie weit die Vorratsdatenspeicherung in die Privatsphäre der Bürger eintaucht. Die gesammelten Daten dürfen benutzt werden um Straftaten zu verfolgen, die mit einem Jahr Gefängnis oder mehr bestraft werden [2]. In Luxemburg trifft das neben dem im &#8220;Wort&#8221; Artikel genannten Beispiel [7] u.a. auch auf Urheberrechtsverletzungen [5] zu. Die Vorratsdatenspeicherung wird also<br />
keinesfalls nur zur Verfolgung schwerwiegender Straftaten oder gar nur zur Terrorbekämpfung angewandt.<br />
Vor einem Monat noch hat das tschechische Verfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung für verfassungswirdrig erklärt, und ist damit der Einschätzung der Verfassungsrichter aus Zypern, Bulgarien, Rumänien und Deutschland gefolgt [3]. In Luxemburg wurde unverständlicherweise noch 2010 die Vorratsdatenspeicherung ausgeweitet, mit nur 10 Gegenstimmen. &#8220;Nicht nur nach den Urteilen der Verfassungsrichter im Ausland ist offensichtlich, dass die Vorratsdatenspeicherung in ihrer aktuellen Fassung auch in Luxemburg gegen das Recht auf Privatsphäre, Datenschutz und die Unschuldsvermutung, und somit gegen die luxemburgische Verfassung sowie die EU Grundrechtscharta verstößt&#8221; sagt Jerry Weyer, Vize-Präsident der Piratenpartei. &#8220;Es wird auch<br />
in Luxemburg endlich Zeit die verdachtsunabhängigen Überwachung aller Bürger einzustellen!&#8221;<br />
==<br />
[1] <a href="http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten">http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten</a> ; <a href="http://www.zeit.de/online/2009/35/vorratsdaten-spitz-telekom?page=1">http://www.zeit.de/online/2009/35/vorratsdaten-spitz-telekom?page=1</a><br />
[2] Art. 5 paragraphe (1) (a) loi modifiée du 30 mai 2005: <a href="http://www.legilux.public.lu/leg/a/archives/2010/0122/2010A2060A.html">http://www.legilux.public.lu/leg/a/archives/2010/0122/2010A2060A.html</a><br />
[3] <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/vorratsdatenspeicherung-in-tschechien-verfassungswidrig/">http://www.netzpolitik.org/2011/vorratsdatenspeicherung-in-tschechien-verfassungswidrig/</a><br />
[4] <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-03/Passwoerter-Frankreich-speichern">http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-03/Passwoerter-Frankreich-speichern</a><br />
[5] Art. 85  loi du 18 avril 2001 sur les droits d’auteur<br />
[6] <a href="http://www.legilux.public.lu/leg/a/archives/2007/0131/2007A2339A.html">http://www.legilux.public.lu/leg/a/archives/2007/0131/2007A2339A.html</a><br />
[7] &#8220;Einem Abgeordneten eine Ohrfeige geben&#8221;.<br />
===<br />
Pressekontakte:<br />
(+352) 691 804 033 (Jerry Weyer)<br />
(+352) 621 632 118 (Sven Clement)<br />
===<br />
Über die Piratenpartei Luxemburg<br />
Die Piratenpartei Luxemburg setzt sich seit ihrer Gründung im Oktober 2009 für den Schutz der Bürgerrechte, insbesondere den Schutz der Privatsphäre und einen erhöhten Datenschutz, ein. Die Piratenpartei fordert außerdem eine größere Transparenz des Staatsapparates, sowie den freien Zugang zu öffentlichen Informationen und Bildungsmaterialien. Darüber hinaus fordert die Piratenpartei eine grundlegende Reform des Urheberrechts und des Patentwesens.<br />
Als Mitglied einer internationalen Bewegung nimmt die Piratenpartei Luxemburg aktiv an internationalen Konferenzen und Aktionen teil. Grundlegendes Prinzip ist die Basisdemokratie, die es jedem Mitglied der Partei erlaubt ihre Zukunft mit zu gestalten.<br />
Piratepartei Lëtzebuerg<br />
1, Sonnestrooss,<br />
L-5683 Dalheim<br />
<a href="http://www.piratepartei.lu/">www.piratepartei.lu</a><br />
<a href="mailto:ahoi@piratepartei.lu">ahoi@piratepartei.lu</a></p>
<div class='wp_fbs_bottom'></div>]]></content:encoded>
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		<title>Snap a photo of a bill, then click to pay</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 09:25:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Online payments may be easier to make than their offline counterparts  in general, but there&#8217;s still at least some pain involved in entering  account numbers and other information. Aiming to push the convenience up  another notch, Danish Danske Bank now lets consumers snap a photo of their bill and then simply click to <p><a href="http://www.daisymupp.net/2011/03/snap-a-photo-of-a-bill-then-click-to-pay/">Weiderliesen: Snap a photo of a bill, then click to pay</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Online payments may be easier to make than their offline counterparts  in general, but there&#8217;s still at least some pain involved in entering  account numbers and other information. <span id="more-575"></span>Aiming to push the convenience up  another notch, Danish <a href="http://www.danskebank.se/sv-se/privat/Hembanken/Tjanster-i-hembanken/Pages/mobilbank.aspx" target="_blank">Danske Bank</a> now lets consumers snap a photo of their bill and then simply click to pay.</p>
<p>Danske Bank customers begin by downloading the bank&#8217;s mobile app,  which is available for Android, iPhone, iPod Touch and iPad. Even those  who are not customers of the bank can use some of the app&#8217;s features,  which include funds transfer and bill payments. For the latter,  customers can use their phone&#8217;s built-in camera to avoid having to enter  key details such as the account number and payment amount. Instructions  for doing so are provided on Danske Bank&#8217;s site, but essentially all  customers need do is photograph the relevant section of their bill and  then click to pay it.</p>
<p>Danske Bank&#8217;s app is free, requiring only that users pay for data  traffic. How can your brand tap mobile technology to make customers&#8217;  lives easier? (Related: <a href="http://www.springwise.com/automotive/bilpriser" target="_blank">App instantly prices cars from a photo of their number plate</a> — <a href="http://www.springwise.com/food_beverage/wagamama/" target="_blank">Restaurant&#8217;s iPhone app lets users order and pay for food</a> — <a href="http://www.springwise.com/financial_services/statefarm/" target="_blank">iPhone app helps State Farm users submit a claim</a>.)</p>
<p>Website: <a href="http://www.danskebank.se/sv-se/privat/Hembanken/Tjanster-i-hembanken/Pages/mobilbank.aspx" target="_blank">www.danskebank.se/sv-se/privat/Hembanken/Tjanster-i-hembanken/Pages/mobilbank.aspx</a><br />
Contact: <a href="http://www.danskebank.se/sv-se/Kundservice/Pages/Kundservice.aspx" target="_blank">www.danskebank.se/sv-se/Kundservice/Pages/Kundservice.aspx</a></p>
<p>Spotted by: Johan Lofmark</p>
<p>Source : <a href="http://www.springwise.com/financial_services/danskebank/" target="_blank">www.springwise.com</a></p>
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		<title>LOPPSI: Censure administrative du Net adoptée, les pédophiles sont tranquilles</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 08:22:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Paris, 15 décembre 2010 &#8212; L&#8217;Assemblée nationale a adopté  l&#8217;article 4 de la LOPPSI mettant en place le filtrage administratif  d&#8217;Internet, via le cheval de Troie de la protection de l&#8217;enfance. Un tel  dispositif permettra de généraliser la censure des contenus sur  Internet, tout en laissant les pédophiles et la pédopornographie  <p><a href="http://www.daisymupp.net/2010/12/loppsi-censure-administrative-du-net-adoptee-les-pedophiles-sont-tranquilles/">Weiderliesen: LOPPSI: Censure administrative du Net adoptée, les pédophiles sont tranquilles</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Paris, 15 décembre 2010 &#8212; <strong>L&#8217;Assemblée nationale a adopté  l&#8217;article 4 de la LOPPSI mettant en place le filtrage administratif  d&#8217;Internet, via le cheval de Troie de la protection de l&#8217;enfance. Un tel  dispositif permettra de généraliser la censure des contenus sur  Internet, tout en laissant les pédophiles et la pédopornographie  prospérer. Le rejet de la supervision par le juge illustre clairement la  volonté de l&#8217;exécutif de contrôler Internet.</strong></p>
<p><span id="more-458"></span>Les députés ont cédé en laissant au gouvernement la possibilité de  recourir au filtrage du Net sans supervision de l&#8217;autorité judiciaire.  Sans moyen pour les citoyens de contrôler les conditions dans lesquelles  les sites seront censurés ou de s&#8217;opposer aux décisions, le pouvoir  exécutif pourra désormais faire la police sur le Net au mépris des  droits fondamentaux. Il s&#8217;agit d&#8217;une dérive d&#8217;autant plus inquiétante  que le filtrage administratif pourra être étendu à d&#8217;autres domaines.</p>
<p><strong><em>« Alors que le gouvernement semble chercher à interdire  WikiLeaks sans respecter le droit au procès équitable, il est  extrêmement inquiétant de voir les députés donner leur aval au filtrage  administratif du Net. Nul ne pourra contrôler la façon dont ces mesures  de filtrage seront mises en place, par une liste noire secrète, et il  n&#8217;y aura pas moyen de les contester. De telles mesures constituent une  violation patente de la la liberté d&#8217;expression et de communication,  notamment dans le cas d&#8217;inévitables censures collatérales, et  contreviennent à la séparation des pouvoirs »</em></strong><a id="footnoteref1_oq3jlm2" title="Voir la note de La Quadrature du Net « Le filtrage d'Internet viole l'État de droit »" href="http://www.laquadrature.net/en/node/4113#footnote1_oq3jlm2">1</a>, indique Félix Tréguer, chargé des affaires juridiques et institutionnelles à La Quadrature du Net.</p>
<p>Le filtrage de sites pédopornographiques revient à se donner bonne  conscience au mépris de la liberté de communication. En effet, le  blocage de sites n&#8217;empêchera en rien les criminels de prospérer en se  livrant à la production et à la distribution de contenus à caractère  pédopornographique<a id="footnoteref2_d6wixba" title="Plutôt que d'instrumentaliser la protection de l'enfance pour faire accepter le filtrage, le gouvernement aurait pu faire le choix de renforcer ses efforts pour obtenir le retrait des contenus incriminés des serveurs qui les hébergent. Il aurait également pu tenter d'améliorer la coopération internationale dans ce domaine. Ces modes d'action sont d'ailleurs recommandés par l'association d'information et de prévention sur la pédophilie, l'Ange Bleu qui s'oppose à l'article 4: « LOPPSI : la protection de l'enfance, cheval de Troie du filtrage généralisé d'Internet ? »" href="http://www.laquadrature.net/en/node/4113#footnote2_d6wixba">2</a>.</p>
<p><strong><em>« Le gouvernement a fait le choix hypocrite et honteux de  ne rien faire pour retirer les contenus pédopornographiques en ligne,  tout en prétendant régler le problème. Au même titre que l&#8217;HADOPI  n&#8217;apporte rien aux artistes et évite la question du financement de la  création à l&#8217;ère numérique, le blocage de l&#8217;accès aux sites ne règlera  absolument rien au problème de la pédopornographie. Le cheval de Troie  de la protection de l&#8217;enfance ouvre la porte, par ce vote, à la censure  généralisée du Net. Le rejet par les députés du contrôle par le juge en  est la preuve éclatante »</em></strong>, conclut Jérémie Zimmermann, porte-parole de La Quadrature du Net.</p>
<ol>
<li><a id="footnote1_oq3jlm2" href="http://www.laquadrature.net/en/node/4113#footnoteref1_oq3jlm2">1.</a> Voir la note de La Quadrature du Net « <a href="http://www.laquadrature.net/fr/le-filtrage-dinternet-viole-letat-de-droit">Le filtrage d&#8217;Internet viole l&#8217;État de droit</a> »</li>
<li><a id="footnote2_d6wixba" href="http://www.laquadrature.net/en/node/4113#footnoteref2_d6wixba">2.</a> Plutôt que d&#8217;instrumentaliser la protection de l&#8217;enfance pour faire  accepter le filtrage, le gouvernement aurait pu faire le choix de  renforcer ses efforts pour obtenir le retrait des contenus incriminés  des serveurs qui les hébergent. Il aurait également pu tenter  d&#8217;améliorer la coopération internationale dans ce domaine. Ces modes  d&#8217;action sont d&#8217;ailleurs recommandés par l&#8217;association d&#8217;information et  de prévention sur la pédophilie, l&#8217;Ange Bleu qui s&#8217;oppose à l&#8217;article 4:  « <a href="http://www.ange-bleu.com/article.php?type=actualites&amp;origine=juriactu&amp;id=113">LOPPSI : la protection de l&#8217;enfance, cheval de Troie du filtrage généralisé d&#8217;Internet ?</a> »</li>
</ol>
<p>Trouvé sur : <a href="http://www.laquadrature.net/en/node/4113" target="_blank">La Quadrature du Net</a></p>
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		<title>“Sexy Datensammlungen”: Politiker-Talk über den Datenausverkauf</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2010/05/%e2%80%9csexy-datensammlungen%e2%80%9d-politiker-talk-uber-den-datenausverkauf/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 15:29:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisymupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
<p>Sind Datensammlungen sexy? Am Donnerstag unterhielten sich im  Berliner newthinking store Netzpolitiker von vier verschiedenen Parteien  über den „Datenausverkauf“. Es ging um die Frage, was privat sein  sollte, was die Politik tun kann, um Datenschutz zu gewährleisten – und  wo sie an ihre Grenzen stößt.</p>
<p>Der Grüne Europaparlamentarier Jan Philipp Albrecht hatte geladen: <p><a href="http://www.daisymupp.net/2010/05/%e2%80%9csexy-datensammlungen%e2%80%9d-politiker-talk-uber-den-datenausverkauf/">Weiderliesen: “Sexy Datensammlungen”: Politiker-Talk über den Datenausverkauf</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div lang="x-unicode">
<p>Sind Datensammlungen sexy? Am Donnerstag unterhielten sich im  Berliner newthinking store Netzpolitiker von vier verschiedenen Parteien  über den „Datenausverkauf“. Es ging um die Frage, was privat sein  sollte, was die Politik tun kann, um Datenschutz zu gewährleisten – und  wo sie an ihre Grenzen stößt.</p>
<p>Der Grüne Europaparlamentarier <a href="http://janalbrecht.eu/">Jan Philipp Albrecht</a> hatte geladen: Den FDP-Bundestagsabgeordneten <a href="http://www.web.metatag.de/fdp/jimmyschulz/">Jimmy Schulz</a>,  der auch Obmann seiner Fraktion in der Internet-Enquête ist, den als  frühen Kritiker des Zugangserschwerungsgesetzes bekanntgewordenen  SPD-Politiker <a href="http://www.bjoern-boehning.de/">Björn Böhning</a> und den gerade wiedergewählten Vorsitzenden der Piratenpartei, Jens Seipenbusch.</p>
<p>„Was  ist eigentlich, wenn Datenschutz niemanden mehr interessiert?“, fragte  im Laufe des Abends eine Besucherin. Für Jens Seipenbusch schien das  durchaus ein mögliches Szenario zu sein, schließlich hätten Ideen sich  schon immer mit der Zeit entwickelt. Und Jimmy Schulz meinte, bei der  jungen Generation bereits andere Vorstellungen davon zu sehen, was  privat sein sollte.</p>
<p>„Man darf nicht denken, dass jeder Angst vor  Datensammlungen hat“, so Björn Böhning an anderer Stelle. Und wenn kein  Interesse an Datenschutz bestehe, dürfe man den auch niemandem  aufzwingen, stellte der Pirat Seipenbusch fest. Dass der Staat seine  Bürger vor sich selbst schützen solle, sei „ein gefährliche Gedanke“.</p>
<p>Ein <a href="http://www.spreeblick.com/2010/03/26/peter-schaar-schluss-mit-dem-super-nanny-datenschutz/">„Nanny-Staat“</a> ist also nicht erwünscht, der Bürger soll selbst entscheiden können, ob  Informationen über ihn an die Öffentlichkeit gelangen. Dazu müssten ihm  Datensammlungen aber bekannt sein, so Schulz. Das sei zum Beispiel bei  Google Analytics nicht der Fall. Allerdings, wie Jens Seipenbusch es  formulierte: „Wenn du Glasperlen kaufst, dann ist das deine  Entscheidung.“</p>
<p>Jan Albrecht erklärte aber auch: „Datenschutz  beinhaltet ein hohes Maß an gesellschaftlicher Solidarität“. Denn dass  man nichts zu verbergen habe, gelte nicht für alle Menschen. Manche  könnten nicht damit umgehen, wenn bestimmte Informationen über sie an  die Öffentlichkeit gelangten. Das passt auch zu dem, was Seipenbusch als  seine Maxime ausgab: Er wolle nicht den Datenschutz retten, sondern die  Privatsphäre erhalten.</p>
<p>Andererseits kam aus dem Publikum die  Frage, was wirklich schutzwürdig sei. „Vielleicht ist es ein  Konstruktionsfehler, dass wir von Anfang an gesagt haben, wir schützen  erstmal alles.“ Und hier schieden sich, auch wenn es nicht zur  Konfrontation kam, sichtlich die Geister.</p>
<p>Jimmy Schulz erklärte  ganz eindeutig: „Persönliche Daten gehören erstmal mir.“ Jens  Seipenbusch dagegen sprach von „Privacy on Demand“: Wenn persönliche  Informationen im Netz zu finden seien, müssten Bürger die Möglichkeit  haben, sie von dort entfernen. Und Björn Böhning glaubt gar nicht daran,  dass man den Informationsfluss über die eigene Person kontrollieren  könne.</p>
<p>Seipenbusch erklärte dann auch zum Thema Google Street  View, man werde sich an Bilder des eigenen Hauses im Internet gewöhnen.  Er hatte allerdings einen spannenden Vorschlag: Google solle die Bilder  dafür unter eine Creative-Commons-Lizenz stellen. „Wir müssen uns  öffentliche Güter zurückholen“, so der Parteivorsitzende der Piraten.  „Die gehen uns verloren, die werden privatisiert.“</p>
<p>Björn Böhning  nannte die Aufregung um Street View sogar „lächerlich“. Und der  SPD-Politiker ging noch weiter: Datensammlungen seien „total sexy“.  Zumindestens einige. Schließlich sei man als Bürger doch froh, dass man  eine Kranktenakte habe, das sei „eine schöne Sache“.</p>
<p>In der Tat richten sich heutige Proteste – etwa im Fall <a href="http://www.spreeblick.com/2010/03/16/mitmachen-bei-der-verfassungsklage-gegen-elena/">Elena</a> – ja nicht vorwiegend gegen die Erhebung von Daten, sondern gegen deren  zentrale Speicherung. Über die zeigte sich Jens Seipenbusch sichtlich  verwundert. Er sei immer wieder erstaunt, dass politische  Entscheidungsträger noch immer einen großen Zentralcomputer im Kopf  hätten. Gerade beim Staat mache er sich allerdings Hoffnungen, dass sein  Verhalten regulierbar sei.</p>
<p>Bei Privatunternehmen ist das schon  schwieriger. Das liegt auch daran, dass hier vieles undurchsichtig ist,  wie etwa die Algorithmen, mit denen häufig kritisierte Monopolisten wie  Facebook oder Google arbeiten. Jan Albrecht stellte daher zur  Diskussion, ob diese nicht veröffentlicht werden sollten, eine Idee, die  Jimmy Schulz für staatliche Stellen guthieß, bei Unternehmen aber klar  ablehnte.</p>
<p>Jens Seipenbusch dagegen schlug vor, von den Effekten  auszugehen, die solche Algorithmen für die Bürger haben. Das von Schulz  eingebrachte Beispiel eines Autobauers aufgreifend, der seine  Konstruktionspläne ja auch nicht veröffentliche, meinte er, das sei mit  der Situation bei Google nicht vergleichbar. Bei letzterem sollten die  Algorithmen daher offengelegt werden.</p>
<p>In anderen Bereichen zeigt  sich aber, dass die Zugänglichkeit von Informationen allein oft nicht  ausreicht, etwa bei AGBs. Derzeit macht das Beispiel <a href="http://www.spreeblick.com/2010/05/20/eff-entwirft-grundrechte-fur-nutzer-von-facebook-und-co/">Facebook</a> die Runde, dessen <a href="http://www.nytimes.com/interactive/2010/05/12/business/facebook-privacy.html">Datenschutzbedingungen länger sind als die amerikanische Verfassung</a>. Björn Böhning schlug als Lösung vor, das Top-Runner-Prinzip aus dem Umweltschutz auf den Datenschutz zu adaptieren. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Top-Runner-Programm">Wikipedia</a> erklärt dazu:</p>
<blockquote><p>Ein  Top-Runner-Programm (auch: -Gesetz oder -Regelung) ist ein politisches  Instrument zur Steigerung der Energieeffizienz. Es sieht vor, dass zu  einem bestimmten Stichtag eine Marktübersicht beispielsweise über  Elektrogeräte erstellt wird. Der Verbrauch der effizientesten unter den  gesichteten Geräten wird dann zum Standard für die Branche erhoben, der  zu einem gewissen Zeitpunkt in der Zukunft erreicht werden muss, etwa in  5 oder 7 Jahren.</p></blockquote>
<p>Jimmy Schulz dagegen sah die von der Regierung geplante „<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-10/datenschutz-internet">Stiftung Datenschutz</a>“  als Lösung. Sie soll Internetangebote auf die Sicherheit von  Nutzerdaten untersuchen und zertifizieren. Diese Auszeichnung könne dann  von den Bürgern als Anhaltspunkt genommen werden. Jens Seipenbusch  dagegen maß den AGBs kaum Bedeutung zu. Er lese sie nicht durch, sondern  achte auf den Unternehmenssitz: Wichtig sei, dass man den Anbieter im  Notfall verklagen könne.</p>
<p>Bisher ist Datenschutz auch im globalen  Netz noch national organisiert. Das führt zu zusätzlichen  Unsicherheiten, allein schon, weil die entsprechende Gesetzgebung in den  einzelnen Ländern zum Teil stark voneinander abweicht. Insbesondere  zwischen den USA und der EU sorgt das immer wieder für Differenzen,  obwohl auch in den einzelnen europäischen Ländern ausgesprochen  unterschiedliche Vorstellungen von Privatsphäre herrschen.</p>
<p>Björn  Böhning forderte dann auch eine „globale digitale Agenda“. Zum Beispiel  müsse der Datenschutz auch in der G20 zum Thema gemacht werden.  Seipenbusch, der von sich selbst sagte, er sei „kein Freund von  Weltregierungen“, forderte ebenfalls einen internationalen Ansatz.  Zugleich müsse Europa „Regeln schaffen für das, was rausgeht“. Notfalls  müsse Google eben verboten werden, Daten von EU-Bürgern ins Ausland zu  transferieren.</p>
<p>Obwohl Böhning explizit CloudComputing ansprach,  erklärte der SPD-Politiker auch, man könne die Gesetzgebung nicht immer  an technische Neuerungen anpassen. Jens Seipenbusch warnte ebenfalls,  Kleinteiligkeit führe zu Bürokratie. Stattdessen müsse die Politik, so  Böhning, versuchen, einen Rahmen zu setzen. Dessen Ziel, meinte  Seipenbusch, der „einen großen Schritt“ forderte, müsse es sein, die  Informationelle Selbstbestimmung zu erhalten und wiedererlangbar zu  machen.</p>
<p>Wohin die Reise geht, ist ungewiss. Jimmy Schulz glaubt,  dass man mit der Enquête-Kommission „auf dem richtigen Weg“ sei. Björn  Böhning dagegen äußerte die Befürchtung, dass die Netzpolitik dort  „auf’s Abstellgleis geschoben“ werde. Allerdings meint der  Sozialdemokrat an der „<a href="http://www.spreeblick.com/2010/05/19/europas-digitale-zukunft/">Digitalen Agenda</a>“  von Neelie Kroes zu erkennen, dass sich in Europa etwas bewegt. Jens  Seipenbusch ist sogar der Ansicht, man habe in Europa „schon Grundzüge,  die wir in Deutschland für wichtig halten, verinnerlicht“. Der  europäische Praktiker Jan Albrecht war dagegen skeptisch. Er sehe mit  immer neuen Datensammlungen und deren Verknüpfung eher eine Entwicklung,  die dem Anliegen der Datenschützer entgegenlaufe.</p>
<p><a href="http://www.spreeblick.com/2010/05/21/sexy-datensammlungen-politiker-talk-uber-den-datenausverkauf/" target="_blank">Simon Columbus auf Spreeblick am 21.05.2010 um 15:29</a></p>
</div>
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		<title>Google Wave &#8211; Wozu das neue Google-Programm gut ist</title>
		<link>http://www.daisymupp.net/2009/12/google-wave-wozu-das-neue-google-programm-gut-ist/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 08:14:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daisymupp</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.daisymupp.net/?p=157</guid>
		<description><![CDATA[<p> Schneller, interaktiver, besser gegen Spamangriffe: Mit Wave will Google einen Nachfolger für die E-Mail entwickeln, der keineswegs auf Google beschränkt sein soll.</p>
<p>Source : http://www.zeit.de/digital/internet/2009-12/google-wave-email</p>
<p></p>
<p> </p>

<p>© ZEIT ONLINE</p>
<p>Google Wave sieht deutlich bunter aus als das herkömmliche Mailprogramm Google Mail
<p>Ist es die Revolution der Kommunikation oder ein Rohrkrepierer? Mit Wave will Google einen Nachfolger für die E-Mail <p><a href="http://www.daisymupp.net/2009/12/google-wave-wozu-das-neue-google-programm-gut-ist/">Weiderliesen: Google Wave &#8211; Wozu das neue Google-Programm gut ist</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--start: feature--> <!--start: content--><!--AB HIER IHR CONTENT-->Schneller, interaktiver, besser gegen Spamangriffe: Mit Wave will Google einen Nachfolger für die E-Mail entwickeln, der keineswegs auf Google beschränkt sein soll.</p>
<p>Source : <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2009-12/google-wave-email" target="_blank">http://www.zeit.de/digital/internet/2009-12/google-wave-email</a></p>
<p><span id="more-157"></span></p>
<p><!--start: feature--> <!--start: content--><!--AB HIER IHR CONTENT--></p>
<div>
<p>© ZEIT ONLINE</p>
<p><img title="Google Wave sieht deutlich bunter aus als das herkömmliche Mailprogramm Google Mail" src="http://images.zeit.de/digital/2009-10/google-wave3/google-wave3-540x304.jpg" alt="Google Wave sieht deutlich bunter aus als das herkömmliche Mailprogramm Google Mail" width="540" />Google Wave sieht deutlich bunter aus als das herkömmliche Mailprogramm Google Mail</div>
<p>Ist es die Revolution der Kommunikation oder ein Rohrkrepierer? Mit Wave will Google einen Nachfolger für die E-Mail entwickeln. Nicht nur für Google allein, auch anderen Anbietern soll das Programm zur Verfügung stehen. Golem.de hat sich angeschaut, wie das funktionieren soll und was heute schon geht.</p>
<div id="place_4" style="display: none;"><span>Anzeige</span></p>
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<p>Entwickelt wird Google Wave von einem kleinen Entwicklerteam im australischen Sydney, geleitet von den Dänen Jens und Lars Rasmussen. Die beiden Brüder hatten einst das Unternehmen Where 2 Technologies gegründet, dessen Technik nach der Übernahme durch Google zur Basis von Google Maps wurde.</p>
<p>Was ist Google Wave?</p>
<p>Google Wave ist aus drei sehr unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten: Zunächst einmal ist es ein Google-Produkt zur Kommunikation in Echtzeit. Zugleich aber ist Wave ein offenes Protokoll, das diese Kommunikation auch ohne die Verwendung von Googles Servern ermöglicht. Und letztendlich ist Wave eine Plattform, auf der Dritte eigene Applikationen aufsetzen können.</p>
<p>Google positioniert Wave als <em>&#8220;E-Mail der Zukunft&#8221;</em>, denn das System lässt sich ähnlich wie E-Mail nutzen. Texte können mit Anhängen versehen und an einen oder mehrere Nutzer geschickt werden. Der wesentliche Unterschied zur E-Mail: Alles passiert in Echtzeit. So ist Wave nicht nur schneller als E-Mail, sondern auch schneller als Instant Messaging, denn alle Mitglieder einer Wave können den anderen bereits beim Tippen zusehen. Wird der Inhalt einer Wave geändert oder diese kommentiert, wird dies in einer Art Posteingang angezeigt.</p>
<p>Das Wort Wave bezeichnet dabei eine komplette Diskussion mit allen Antworten und Kommentaren. Teile einer Diskussion nennt Google Wavelets, die wiederum aus Dokumenten zusammengesetzt sind. Dies können Textdokumente sein, auch Blips genannt, oder Binärdateien.</p>
<p>Der Wave-Editor ist als sogenannter &#8220;Shared Editor&#8221; umgesetzt. Alle Beteiligten können nicht nur sehen, was die anderen gerade eingeben, sondern sie können ihrerseits Änderungen vornehmen, noch bevor die Kommunikationspartner ihren Text abgeschickt haben.</p>
<p>Wave geht über die Kommunikation zwischen wenigen aber noch hinaus. Denn es erlaubt es, mit Public Waves eine Art Website oder Blog zu führen, allein oder mit anderen. Um eine Wave öffentlich zu machen, muss ihr lediglich der Nutzer &#8220;Public&#8221; hinzugefügt werden. In Zukunft soll es möglich sein, einzelnen öffentlichen Waves gezielt zu folgen.</p>
<p>Ein Rechtesystem gibt es in Wave derzeit nicht. Das bedeutet, dass alle Mitglieder eines Wavelet alles daran verändern können, es sei denn, ein Wavelet wurde nur zum Lesen oder nur zum Kommentieren freigegeben. Das soll sich aber in Zukunft ändern, Google plant hier ein entsprechendes Rechtesystem.</p>
<p>Auch soll es künftig möglich sein, Gruppen in Google Wave einzurichten. So wie heute der Nutzer Public einer Wave hinzugefügt werden kann, soll künftig auch Gruppen von Nutzern der Zugriff auf ein Wavelet eingeräumt werden können.</p>
<p>Wave ist als offenes System gestaltet, das Entwicklern die Möglichkeit bietet, mit Hilfe von APIs Erweiterungen zu entwickeln. Derzeit sind drei Arten von Erweiterungen vorgesehen: Gadgets sind Applikationen, an denen Nutzer teilnehmen oder die Nutzer verwenden können. Sie ähneln Facebook-Applikationen oder iGoogle-Gadgets, wobei sich Letztere gut als Basis für Wave-Gadgets eignen. Größter Unterschied: Wave-Gadgets können leicht mehrere Nutzer verbinden, womit sich beispielsweise Multiplayerspiele auf Basis von Wave realisieren lassen.</p>
<p>Die zweite Art von Wave-Erweiterungen sind Robots. Diese Programme nehmen wie Nutzer an Wave teil und können so auf eingehende Informationen reagieren. Darüber lassen sich andere Dienste an Wave andocken, beispielsweise ein Import und Export von und nach Twitter. Robots können aber auch andere Aktionen ausführen, wenn sie entsprechende Daten erhalten. Naheliegend wäre hier ein Übersetzungsdienst oder die Anzeige von Aktienkursen als Reaktion auf einen Firmennamen.</p>
<p>Das dritte wesentliche Wave-API erweitert Wave nach außen und erlaubt es, Waves in bestehende Webseiten einzubetten. Aktuell bekommen zwar nur bei Wave angemeldete Nutzer die Inhalte einer eingebetteten Wave zu sehen, aber auch das will Google ändern. So soll auch eine anonyme Nutzung über Wave möglich werden.</p>
<p>Google will mit Wave eine moderne Kommunikationstechnik schaffen, die aktuelle Ideen aufgreift und diese frei von Altlasten neu kombiniert. Die heute übliche Trennung zwischen E-Mail, Instant Messaging und anderen Kommunikationsformen wird aufgehoben, alles landet in Echtzeit in einem zentralen Posteingang. Der Nutzer entscheidet, wie er mit den Informationen umgeht und ob er den Dienst eher als E-Mail oder zur Echtzeitkommunikation wie Instant Messaging, zum gemeinsamen Bearbeiten von Dokumenten, als RSS-Reader oder Twitter- beziehungsweise Blogalternative nutzt.</p>
<p>Das Wave-Team bei Google hat seine interne Kommunikation komplett von E-Mail auf Wave umgestellt. Das Team rücke dadurch enger zusammen, auch wenn nicht alle Mitglieder am gleichen Ort sind, erläutert die für Wave zuständige Produktmanagerin Stephanie Hannon. Vor allem für gemeinsame Notizen bei Meetings habe sich Wave bewährt. Da jeder notiert, was ihm wichtig ist, dies aber alle in einer gemeinsamen Wave tun, ist das Protokoll am Ende der Sitzung bereits fertig.</p>
<p>Ein ähnliches Anwendungsszenario drängt sich für Vorträge und Konferenzen auf. Sie könnten so live kommentiert werden, ähnlich wie das heute per Twitter geschieht. Bei Wave aber könnte das in einem gemeinsam erstellten Dokument mit Kommentaren mehrerer Zuhörer enden.</p>
<p>Auch das typischen Hin- und Herschicken von Office-Dokumenten soll Wave überflüssig machen. Da alle Beteiligten in einer Wave arbeiten können, entsteht ein Dokument, an dem jeder seine Änderungen vornimmt. Sie sind für alle anderen nachvollziehbar, denn Wave zeichnet nicht nur alle Änderungen auf und ordnet sie Nutzern zu, sondern erlaubt es auch, die Entstehung einer Wave im Nachhinein wiederzugeben.</p>
<p>Darüber hinaus soll Wave einige Probleme beseitigen, unter denen alte Kommunikationstechnologien wie E-Mail leiden. Dazu zählen beispielsweise gefälschte Absenderadressen, wie sie für Spam und Malware genutzt werden. Bei Wave soll es nicht mehr möglich sein, sich mit einer gefälschten Absenderadresse zu tarnen.</p>
<p>Wave ist aber zugleich eine Plattform zur Zusammenarbeit, auf der Webapplikationen realisiert werden können, die mehrere Nutzer gleichzeitig verwenden. Das kann ein Spiel sein, aber auch ein Editor, um Geschäftsprozesse gemeinsam zu modellieren, wie ihn beispielsweise SAP bereits auf Basis von Wave geschaffen hat.</p>
<p>Aktuell betreibt Google zwei Wave-Provider: Preview und Sandbox. Sandbox ist zum Testen gedacht und steht Entwicklern zur Verfügung. Auf der Wave-Preview sind hingegen echte Nutzer zugegen. Accounts vergibt Google per Einladung, wobei Wave-Nutzer ihrerseits Einladungen aussprechen können. Denn Wave ist ein Kommunikationswerkzeug, das für einen Nutzer nur dann sinnvoll ist, wenn er darüber andere Kommunikationspartner erreichen kann.</p>
<p>Dabei steht Google Wave noch ganz am Anfang. Immer wieder ist das System für Wartungsarbeiten abgeschaltet, manches funktioniert nicht und Google experimentiert mit unterschiedlichen Kommunikationsformen. Federation, die Kommunikation mit anderen Wave-Providern, ist derzeit nur in der Sandbox-Variante verfügbar. Einen Federation-Port für die Preview-Version will Google nach aktueller Planung in der ersten Jahreshälfte 2010 öffnen.</p>
<p>Auch das Wave-Protokoll ist noch nicht fertig. Es liegt nur als Entwurf vor, dem einige geplante Funktionen noch fehlen. Google setzt hier auf Kooperation, denn einen E-Mail-Nachfolger kann Google nicht allein etablieren, das ist dem Unternehmen bewusst.</p>
<p>Auf den ersten Blick wirkt Wave derzeit recht kompliziert, das gibt auch Stephanie Hannon im Gespräch mit Golem.de zu. Es gebe eine gewisse Lernkurve, so die Produktmanagerin. Dabei solle man nicht vergessen, dass Wave eben noch kein fertiges Produkt sei und sich vieles noch ändern kann und wird. Die offene Architektur von Wave solle es zudem erlauben, dass auch alternative Interfaces für Wave entstehen, die ihren Fokus auf andere Aspekte legen als die aktuelle Entwicklervorschau von Google Wave.</p>
<p>Wave speichert Änderungen an einem Dokument in Form einer geordneten Sequenz von Dokumentenänderungen, beispielsweise &#8220;Füge Zeichen A an der X. Stelle ein&#8221;. Wird diese Sequenz auf ein Startdokument angewandt, resultiert am Ende ein verändertes Dokument, was auch bei mehreren Nutzern gleichzeitig funktioniert, vorausgesetzt, das Startdokument ist bei allen identisch und es werden keine weiteren Änderungen vorgenommen.</p>
<p>Doch genau das soll Wave erlauben: das gleichzeitige Editieren eines Dokuments durch mehrere Nutzer. Der Schlüssel dazu heißt Operational Transforms (OT), ein Konzept, das rund 20 Jahre alt ist, von Google für Wave aber modifiziert wurde.</p>
<p>Operational Transforms</p>
<p>Wenn zwei Menschen parallel an einem Dokument arbeiten, stellen die <a href="http://www.waveprotocol.org/whitepapers/operational-transform" target="_blank">Operational Transforms</a> sicher, dass Änderungen bei beiden korrekt ankommen. Änderungen bei einem Nutzer werden dabei auf den aktuellen Stand des Dokuments bei einem anderen Nutzer angepasst. Fügt ein Nutzer ein Zeichen an der fünften Stelle ein, ein anderer hat aber das erste Zeichen gelöscht, so wird das entsprechende Zeichen bei diesem Nutzer an der vierten Stelle eingefügt. Die Operation wird also umgewandelt beziehungsweise transformiert.</p>
<p>Was bei zwei Nutzern noch recht einfach ist, wird bei vielen Nutzern nicht nur kompliziert, sondern auch zunehmend rechen- und speicherintensiv. Google begegnet diesem Problem, indem alle Veränderungen über einen Server laufen, der gewissermaßen den Takt vorgibt. Die Clients müssen auf eine Bestätigung des Servers warten, bevor sie weitere Änderungen schicken können. Der Server nimmt die Änderung entgegen, wendet diese auf das bei ihm vorliegende Dokument an und sendet die dafür notwendige Operational Transforms per Broadcast an alle angeschlossenen Clients.</p>
<p>Diese Abwandlung des ursprünglichen OT-Konzepts sorgt dafür, dass die Clients dem OT-Pfad des Servers folgen können und dieser letztendlich nur die von ihm selbst vorgenommenen Änderungen verwalten muss statt für jeden Client einen Satz an Änderungen.</p>
<p>Damit das Ganze nicht zu langsam wird, speichern die Clients Änderungen zwischen, während sie auf die Bestätigung des Servers warten. Sobald der Server Änderungen annimmt, werden diese im Paket gesendet. Der Nachteil dabei: Die Clients erhalten immer ein ganzes Paket an Änderungen, so dass sich Dokumente sprunghaft verändern können.</p>
<p>Da Wave nicht nur mit Googles Servern funktionieren soll, bedarf es eines Mechanismus, Veränderungen in Echtzeit zwischen unterschiedlichen Servern auszutauschen. Letztendlich soll jeder einen Wave-Provider genannten Server betreiben können &#8211; ganz gleich ob Unternehmen oder einzelne Nutzer -, so wie es heute bei E-Mail der Fall ist. Clients greifen immer über ihren Wave-Provider auf alle ihre Waves zu, wobei ein Wave-Provider lokal auf dem eigenen Rechner laufen kann oder verteilt auf mehrere Server bei einem Anbieter wie Google.</p>
<p>Zentraler Bestandteil eines Wave-Providers sind zum einen der Wave-Store, in dem alle Wavelet-Operationen gespeichert werden, zum anderen der Wave-Server, der die Wavelet-Operationen durch operationale Transformationen auflöst sowie Wavelet-Operations aus dem Wave-Store liest beziehungsweise in diesen hineinschreibt.</p>
<p>Wave-Nutzer erhalten eine eindeutige Wave-Adresse in der Form username@domain, wie es auch bei E-Mail heute der Fall ist. Im Fall von Google Wave werden Adressen in der Form username@googlewave.com vergeben.</p>
<p>Die einzelnen Waves erhalten ihrerseits eine eindeutige Wave-ID, die aus dem Domainnamen des Wave-Providers, bei dem die Wave erzeugt wurde, sowie einem ID-String besteht.</p>
<p>Dabei wird zwischen lokalen und Remote-Wavelets unterschieden. Remote-Wavelets werden bei anderen Providern gespeichert, lokal aber eine Kopie im Wave-Store abgelegt. Ändert ein Nutzer eine Remote-Wavelet, so reicht der eigene Wave-Provider diese Änderungen an den zuständigen Wave-Provider weiter.</p>
<p>Um Änderungen über mehrere Provider austauschen zu können, entwickelt Google das Google Wave Federation Protocol, das auch als Wave-Protokoll abgekürzt wird. Dabei handelt es sich um eine offene Erweiterung des XMPP-Protokolls, das einst für den Instant-Messaging-Dienst Jabber entwickelt wurde. Die komplette Kommunikation wird dabei von XMPP auf der Transportebene verschlüsselt.</p>
<p>Die Verschlüsselung bietet zugleich den Vorteil, dass sich sämtliche Endpunkte einer Kommunikation authentifizieren müssen. Das soll im Kampf gegen Spam helfen, da es, anders als beim heutigen E-Mail-System, nicht mehr möglich ist, Nachrichten ohne korrekte Absenderkennung zu übertragen, beziehungsweise kann ein Server nicht behaupten, dass eine Wavelet-Änderung von einem Nutzer eines anderen Wave-Providers stammt.</p>
<p>Abgewickelt wird die Kommunikation zwischen Wave-Providern über sogenannte Federation-Gateways und -Proxys. Das Federation-Gateway sendet die lokalen Wavelet-Operationen an andere Wave-Provider, so dass diese ihre an der Wavelet beteiligten Nutzer über die Änderungen informieren können. Der Federation-Proxy ist das Gegenstück zum Gateway und nimmt Wavelet-Operationen von außen auf, um sie über den jeweiligen Wave-Server den Nutzern des jeweiligen Wave-Providers zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Wave-Nachrichten können auch eingebettete Binäranhänge wie PDF-, ZIP- oder Bilddateien enthalten. Diese werden allerdings gänzlich anders behandelt als textbasierte Wave-Inhalte. Intern werden Anhänge durch eine XML-Datei repräsentiert, was auch Änderungen zulässt, beispielsweise um alle an einer Wave beteiligten Nutzer über den Uploadstatus zu informieren.</p>
<p>Für die Verwaltung der Anhänge ist ein spezieller Attachment-Server zuständig. Er kümmert sich um das Anlegen von Dateien sowie um Upload- und Downloadanfragen, erstellt Vorschaubilder, überprüft die Daten auf Malware und kümmert sich um die Kommunikation mit dem Attachment-Store. Dabei verhält sich der Attachment-Server wie ein HTTP-Server beziehungsweise ein RPC-Server oder Client, je nach Aufgabe. Google hat zudem eine Deduplikation eingebaut, um besonders große Dateien nur einmal speichern zu müssen, auch wenn sie mehrfach verwendet werden.</p>
<p>Googles Wave-Client arbeitet komplett webbasiert, so dass Nutzer Wave derzeit ausschließlich im Browser nutzen können. Das bedeutet aber nicht, dass nicht andere Anbieter auch native Wave-Clients entwickeln können. Als eines der ersten Unternehmen hat Novell mit <a href="http://www.golem.de/0911/70998.html" target="_blank">Pulse</a> ein neues Produkt auf der Basis von Wave angekündigt: Ein System, das ähnlich wie Google Wave E-Mail, das Erstellen von Dokumenten und Blogwerkzeuge miteinander vereint und das Wave-Protokoll unterstützt. Wie Google Wave läuft auch Pulse im Browser.</p>
<p>Google setzt bei seinem Wave-Client konsequent auf HTML5 und nutzt die damit einhergehenden neuen Möglichkeiten. Zum Teil eilt Google dabei der Spezifikation voraus und stellt die notwendigen Funktionen derzeit über Gears bereit, während an der Integration in HTML5 gearbeitet wird.</p>
<p>Das betrifft beispielsweise das Unterstützen von Drag-and-Drop: Um einer Wave Bilder oder Dateien hinzuzufügen, werden diese einfach per Drag-and-Drop vom Desktop in die im Browser angezeigte Wave gezogen. Der Wave-Client lädt sie dann hoch. Damit das bei großen Bildern nicht zu lange dauert, kann Googles Wave-Client lokal verkleinerte Vorschauversionen erstellen, die vorab übertragen werden. So können die anderen Teilnehmer in eine Wave eingefügte Bilder schon nach kurzer Zeit sehen, auch wenn der Upload der eigentlichen Dateien noch im Hintergrund läuft.</p>
<p>Der Wave-Client kann dank HTML5 auch lokal im Cache gehalten werden und auf lokalen Speicher zugreifen. So werden Daten auf dem Rechner des Nutzers vorgehalten und müssen nicht ständig übertragen werden, was der Geschwindigkeit der Applikation sehr zuträglich ist.</p>
<p>Was sich mit einer schnellen Webapplikation machen lässt, zeigt beispielsweise die in Google Wave integrierte Rechtschreibkorrektur Spelly. Wie von nativen Applikationen bekannt, macht diese schon beim Tippen kontextbezogene Korrekturvorschläge und schlägt Wortvervollständigungen vor, die auch andere Teilnehmer einer Wave sehen können. Die eigentliche Rechtschreibkorrektur ist aber individuell auf den Nutzer angepasst.</p>
<p>Damit Wave zu einem Erfolg wird, setzt Google nicht nur auf ein offenes Protokoll, sondern will auch weite Teile der eigenen Wave-Implementierung als Open Source freigeben. Erste Wave-Komponenten sind bereits als Open Source verfügbar, bei anderen wird die Veröffentlichung noch etwas auf sich warten lassen.</p>
<p>Derzeit arbeitet Google beispielsweise daran, den Wave-Server als Open Source bereitzustellen, muss diesen dazu aber umbauen. Die aktuelle Implementierung nutzt einige Google-Komponenten, die nicht Open Source werden sollen; beispielsweise greift das System derzeit auf Technik der Google-Suche zurück. Bis Mitte 2010 soll der Server weitgehend Open Source sein und auch der Webclient wird als Open Source freigegeben, verspricht Google.</p>
<p>Google Wave ist kein fertiges Produkt, sondern ein Experiment, das Google in einem frühen Stadium externen Nutzern und vor allem Entwicklern zugänglich macht. Das Ziel, einen Nachfolger für E-Mail zu schaffen und das mit heute populären Methoden der Echtzeitkommunikation zu verbinden, ist hochgegriffen und verleitet dazu, schon heute ein Scheitern vorauszusagen. Blendet man aber die Details aus, muss man feststellen, dass Googles Herangehensweise zumindest nicht ganz verkehrt wirkt: Google schafft offene Protokolle und Schnittstellen, bemüht sich, andere Entwickler frühzeitig mit einzubeziehen und will die für Wave notwendige Software praktisch komplett als Open Source freigeben. Dabei verlässt sich Google nicht darauf, in jahrelanger Abstimmung einen Standard zu schaffen, der allen Bedürfnissen gerecht wird &#8211; und daran scheitert, sondern verfolgt mit seinem Produkt Google Wave den sicherlich notwendigen Alleingang, der dem Vorhaben eine gewisse Dynamik verleiht.</p>
<p>Spannend wird die Frage, wie Google Wave letztendlich eingeführt werden soll. Denkbar wäre eine Integration mit Google Mail, was dem Dienst einen Startvorteil in Form einer nennenswerten Nutzerbasis verschaffen würde, um dem bei neuen Kommunikationsdiensten üblichen Henne-Ei-Problem beizukommen.</p>
<p>Dabei sind die heute hakeligen Funktionen und Ähnliches kein ernsthafter Kritikpunkt, denn es ist davon auszugehen, dass das fertige Wave-Produkt anders wird als das, was heute zum Testen bereitsteht. Google ist dafür bekannt, vieles auszuprobieren und anhand von Nutzungsdaten zu entscheiden, welche Funktionen für die breite Masse freigeschaltet werden. Und Wave ist ganz explizit noch nicht für die breite Masse geeignet.</p>
<p>Wave-Erfinder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lars_Rasmussen" target="_blank">Lars Rasmussen</a> räumt ein: Entweder Wave funktioniert, oder es wird komplett scheitern. Das klingt nach einer realistischen Einschätzung.</p>
<p>(Der Originaltext erschien zuerst auf <a href="http://www.golem.de/0912/71996.html" target="_blank"><em>golem.de</em></a>.)</p>
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